Fallzahlen: Mehr testen, mehr Fälle

Zu welchen Bezugsgrößen werden die Fallzahlen in Beziehung gesetzt? Welche Aussagen können damit gemacht werden und welche werden gemacht? – Ein Qualitätscheck.

 

Sinnvolle Bezugsgrößen

Stellt sich als erstes einmal die Frage, wozu überhaupt Bezugsgrößen? Beispiel: 5 Aloe Vera Pflanzen. Was sagt das aus? Gibt es Schlussfolgerungen, die aus „5 Aloe Vera“ gezogen werden können? Nein. Weil wir einen Bezug brauchen, um dieser Zahl eine Bedeutung beimessen zu können. Welchen Bezug, hängt davon ab was uns interessiert. Vielleicht betreibe ich eine Gärtnerei und jemand bestellt 5 Aloe Vera und ich muss nun wissen, wieviele in noch auf Lager habe. Oder ich betreibe eine Gärtnerei und im letzten Monat konnten 5 neue Aloe Vera Pflanzen durch Ableger gezogen werden. Oder ich suche Pflanzen für meine Fensterbank und ein Freund würde mir 5 Aloe Vera schenken. Unterschiedliche Bezüge, die der Zahl eine andere Bedeutung zukommen lassen.

So ist es auch mit den Sars-Cov-II-Fallzahlen. Für sich genommen sagen sie erstmal nichts.

Die Sars-Cov-II Fallzahlen brauchen wir zu Einschätzung des Infektionsgeschehens. Dazu gibt es einen ganzen Reihe von Bezügen, die interessieren:

Mit den letzten Punkt kommen wir zur Frage, wie die Fallzahlen erhoben werden.

  • Entwicklung der Fallzahlen. Zum Abschätzen der Dynamik, der Wellenhöhe und -länge, in welcher Phase wir uns befinden.
    Entwicklung im Jahresverlauf, wegen Saisonabhängigkeit.
  • Summierte Zahlen im Nachhinein eventuell zum Vergleich mit anderen Epidemien oder um den Durchseuchungsgrad zu bestimmen.
  • Wie sind die Zahlenreihen für andere Infektionskrankheiten? Wie sind die Zahlenreihen für andere Coronainfektionswellen?
  • Fallzahlen für mit und ohne Symptome und auch für unterschiedliche Schweregrade von Covid-19.
  • Wie werden die Fallzahlen erhoben? Wer gilt als Fall und wird als Fall entdeckt? Und was ist das Kriterium für einen Fall? Was ist mit falsch-positiven Fällen?
  • Wir brauchen den Bezug zur Gesamtbevölkerung. In welchem Verhältnis stehen die erhobenen Fallzahlen zu den Fallzahlen in der Bevölkerung insgesamt?
  • Gibt es Fallzahlen für Untergruppen wie: Regional? Geimpfte, Genesene, Ungeimpfte. Altersbezogen. Vorerkrankungsbezogen. Evtl. Schwere des Verlaufs?

 

Was ist beim RKI zu finden?

Ende Mai 2022 habe ich dankenswerterweise zügig folgende Informationen auf der RKI-Website entdecken können. Von der Startseite geht es über einen Themenlink zur Coronaseite.

Dort gibt es einen Abschnitt zu Fallzahlungen und Meldung. In diesem Abschnitt gibt es einen Punkt Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle und Todesfälle, Stand: 31.5.2022. Auf der verlinkten Seite wird eine Exceltabelle zum Download angeboten. In dieser Tabelle werden tägliche Daten beginnend mit dem 25.2.2020 zu „Covid-19-Fälle“ und „Todesfälle“ aufgelistet. Weiterführende Erläuterungen sind in der Tabelle nicht gegeben.
Ebenfalls auf der Coroanseite im Abschnitt Fallzahlungen und Meldung gibt es einen Punkt Meldepflicht und Falldefinition. Auf der verlinkten Seite findet sich eine Link zu: Falldefinition Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) (SARS-CoV-2), Stand: 23.12.2020 (PDF, 78 KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Dann interessiert, wie die Fälle erhoben werden. Auf der Coronaseite gibt im unteren Teil einen Abschnitt Diagnostik und Teststrategie. Der Punkt Testzahlen führt auf die Seite Erfassung der SARS-CoV-2-Testzahlen in Deutschland. Dort findet sich zum einen ein Link auf eine Exceltabelle mit Testzahlen. Die Tabelle listet wöchentlich ab 11/2020 gemeldet Tests, die Anzahl der positiven und die Anzahl der berichtenden Labore auf. Außerdem gibt es einen Link zu einem Artikel im Bulletin des RKI, in dem es Hinweise zur Erhebung der Testfälle gibt: Erfassung der SARS-CoV-2-Testzahlen in Deutschland (Stand 9.2.2021), Epid Bull 6/2021 (PDF, 6 MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Soweit so gut. Schauen wir uns die Funde an:

„Die Fälle“ sind in der Exceltabelle. Was ist nun aber „ein Fall“. Dazu gibt es das Falldefinitions-pdf. Im Abschnitt Referenzdefinition unten heißt es: „In Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts, die nicht nach Falldefinitionskategorien differenzieren (z.B. wöchentliche „Aktuelle Statistik meldepflichtiger Infektionskrankheiten“ im Epidemiologischen Bulletin), werden nur Fälle der
Kategorie C1, D1 und E1 gezählt.“
Fälle der Kategorie C1, D1 und E1 haben gemeinsam, dass sie erfordern: „Labordiagnostischer Nachweis mittels Nukleinsäurenachweis oder Erregerisolierung„. Erregerisolierung, danach haben viele Menschen intensiv nachgefragt, ob es Sars-Cov-II isoliert gibt und keine Antwort erhalten. Bleibt also der Nukleinsäurenachweis. Der kann zum Beispiel mit PCR-Test erbracht werden.

Also: „Ein Fall“ist ein gemeldeter positiver PCR-Test.

Wie sieht s aus mit den Tests? In dem Erläuterungsartikel im RKI-Bulletin heißt es:
„Hierfür werden deutschlandweit Daten von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen sowie klinischen und in der ambulanten Versorgung tätigen Laboren zusammengeführt. Die Erfassung basiert auf einer freiwilligen Mitteilung der Labore […]“.
„Die Erfassung liefert Hinweise zur aktuellen Situation […] in den Laboren, erlaubt aber keine detaillierten Auswertungen oder direkten Vergleiche mit den gemeldeten Fallzahlen.“

 

Welche Bezugsgrößen werden erhoben und welche nicht?:

Es gibt tägliche Daten der Fälle seit Februar 2020.

Was nicht erläutert wird, ist was ein positiver PCR-Test-Fall für das Infektionsgeschehen bedeutet. Also ist ein positiver PCR-Testfall ein Fall, der zur Beurteilung des Infektionsgeschehens taugt?

Der ct-Wert der PCR-Tests wird nicht dokumentiert, auch nicht um welchen speziellen Test es sich handelt.

Es wird keine Abschätzung für falsch positive Tests mitgeliefert.

Es wird nicht angegeben und auch kein Schätzer dafür geliefert, wie groß der Anteil der gemeldeten PCR-Tests an den insgesamt durchgeführten PCR-Tests ist.

Es wird kein Schätzer dafür geliefert, welcher Anteil der Bevölkerung PCR-getestet worden ist.

Es werden keine Informationen über Schnelltests und Selbsttests erhoben.

In der Exceltabelle mit den Gesamtfällen, werden die Fälle nicht nach Impfstatus, Immunitätsstatus, Alter, Vorerkrankungen und Schwere des Verlaufs differenziert. Es wird nicht angegeben, wer wieoft in diesen Gruppen getestet wird. Da das RKI gelegentlich Impfeffektivitäten veröffentlicht, müssen diese Daten anderweitig erhoben werden. Stellt sich die Frage, wenn die Daten nicht im Rahmen der allgemeinen Fallerhebung erhoben werden wo und wie dann. Auf der Seite „Meldepflicht und Falldefinition“ ist dazu jedenfalls nichts geschrieben. (XXX Beitrag zu diesem Thema noch zu schreiben)

 

Bezugsgröße: Wellenverlauf

Zu Beginn der Pandemie war es so, dass keine Inzidenzen oder Tageswerte veröffentlicht wurden, sondern die Summe aller bisher erfassten Fälle. Als Beispiel habe ich eine Grafik des MDR Sachsen für März 2020 gefunden, Abschnitt 24.3.2020:

Dargestellt sind die aufsummierten bestätigten Infektionen seit Anfang März. Warum diese Darstellung? Warum die Summenbildung? Was ist der Bezug, der damit hergestellt wird? Mir sind von keiner anderen Infektionskrankheit Summendarstellungen geläufig. Könnte es sein, dass der Bezug ist „steigende Kurven führen zu mehr Angst“?

Wenn Ablaufschema der Welle als Bezugsrahmen gewählt wird, und die jeweiligen Neuinfektionen an den Tagen unsummiert dargestellt werden, dann sieht die Abbildung so aus (Datenpunkte aus Tooltipps. Vgl Datenquelle: Infektionsfälle in Sachsen, Einzeldaten aus Tooltips ablesbar):

Die Aussage, die damit gemacht wird, ist schon eine andere, oder?

 

Bezugsgröße: Testanzahl

Die Anzahl der Tests

Je mehr getestet wird, desto mehr Fälle werden auch gefunden. Deshalb ist es wichtig, dass bekannt ist, wieviel getestet worden ist oder zumindest ob sich die Anzahl der Tests verändert hat. Hier die Zeitreihe, die das RKI veröffentlicht:

RKI Testzahlen gesamt

Zu sehen ist, dass die Anzahl der gemeldeten PCR-Test deutlich angestiegen ist und deutlichen Schwankungen unterliegt. Von Beginn 2020 auf Winter 2020/21 etwa 3fach gestiegen. Auf den Winter 2021/22 nochmal 1,5fach. Mit kurzen deutlichen Rückgängen und einer deutlichen Delle im Spätsommer 2021.

 

Welle 1 verglichen mit Welle 2

Wenn nun die Gesamtzahl der Fälle zugrundegelegt wird, also ohne Bezug zur Testanzahl, dann sieht das Verhältnis der Frühjahrswelle 2020 zur Winterwelle 202/21 aus wie bei dem Rückblick von BZ – Die Stimme Berlins:

Wird die Anzahl der Fälle ins Verhältnis zu den Tests gesetzt, ergibt sich die Positivrate der Tests. Wenn wir als Maß für das Infektionsgeschehen die Positivrate nehmen, dann sieht die Entwicklung so aus:

Positivrate in %
Welle 1 verglichen mit Welle 2

Da ist schon ein Anstieg von der Frühjahrswelle auf die Winterwelle, aber nun nur noch um ca. Faktor 1,2 und nicht um Faktor 5. Und da ist sie wieder die Frage nach dem Warum. Warum wird die eine Darstellung gewählt und die andere nicht.

 

Immer mehr Schnelltests

Schnelltests sind für die Interpretation der Fälle und der vom RKI angegebenen PCR-Test ein Problem, weil das RKI diese Art der Tests überhaupt nicht dokumentiert. Es gibt was die Anzahl der durchgeführten Schnelltests angeht vom RKI also nicht einmal eine Grundlage, um begründet schätzen zu können.

Eine substantielle Ausweitung der Schnelltests hat es wohl im Frühjahr 2021 gegeben, als Maßnahme, um den Lockdown zu beenden oder die Pandemie zu gestalten (siehe norberthaering.de und hier und hier). Das Problem nicht dokumentierter Schnelltests für die Interpretationsfähigkeit der Fallzahlen wird in diesem Artikel nocheinmal genau erläutert: „Inzidenzwert ist wertlos“ sagen Mathematiker.

Ab Februar 2022 ist die Vergleichbarkeit der Testzahlen und damit der Fallzahlen mit älteren Fallzahlen auch offiziell dahin. Es gibt am 12.2.2022 eine Änderung der nationalen Teststrategie. Die PCR-Tests werden nun für die breite Masse nur noch zur Überprüfung positiver Schnelltests eingesetzt. Die Positivrate der gemeldeten PCR-Tests gibt damit keine Auskunft mehr über das Infektionsgeschehen, sondern nun nur noch über die Qualität der Schnelltests. (Quelle: Wikipedia, Coronavirus-Testverordnung. RKI Schaubild zur nationalen Teststrategie vom 11.02.2022)

Um die Wellen miteinander vergleichen zu können, müssten wir die aktuelle Anzahl von Schnelltests kennen. Online habe ich dazu auch nichts gefunden. Vielleicht lässt sich einmal über die Abrechungen des Bundeshaushalts eine Schätzung vornehmen. Einen weiteren Versuch habe ich in einem örtlichen Testcenter gestartet und nach danach gefragt, wieviel Prozent der Antigentests positiv sind. Da ja mittlerweile die positiven Schnelltests mit PCR-Test bestätigt werden müssen und wir ja zumindest fortlaufende Zahlen für die PCR-Test haben, könnte mit der Zahl die Anzahl der Schnelltests einigermaßen geschätzt werden. Aber Antwort: „Sorry, das sind spezielle Zahlen. Die dürfen wir nicht rausgeben.“ Aha. Wir werden dauernd über irgendwelche Inzidenzen informiert, aber mein Testzentrum darf mir nicht sagen, was der Anteil der positiven Tests ist?

 

Rätselwelle Frühjahr 2022

Im Frühjahr kommt es zu einer massiven Infektionswelle in Deutschland, vielleicht:

Fälle Deutschland, 7 Tagesdurchschnitt

Omikron! Ist die Interpretation, die von den Medien als Interpretation dazu an mein Ohr gedrungen ist. Wenn wir allerdings den Verlauf der Testzahlen aus der Abbildung zu Beginn des Abschnitts betrachten, und noch in Rechnung stellen, dass ja die RKI-Testzahlen ab Februar 2022 nur die überprüften Schnelltests sind, dann können wir die Welle im Vergleich zum Winter 2020/21 schoneinmal mindestens durch 2 teilen.

Aber es gibt noch eine Merkwürdigkeit, auf die mich ein Beitrag auf reitschuster.de aufmerksam gemacht hat: Schneller, höher, stärker…positiv!. Deutschland meldet zur Zeit 17% der weltweiten Fälle. Innerhalb Europas betrachtet ist das Missverhältnis wohl nicht ganz so ausgeprägt. Da liefern wir nur etwa doppelt soviele Fälle, wie der Einwohnerzahl nach zu erwarten. An der Anzahl der gemeldeten Tests liegt es nicht. Woran dann? Was ist da los?

Der erste Skandal ist, dass das RKI solche Zahlen veröffentlicht und das Rätsel nicht auflöst. Der zweite Skandal ist, dass die öffentlichen Medien dem nicht nachgehen. Der dritte Skandal ist, dass auf der Grundlage solcher Zahlen eine Impfpflichtdebatte geführt worden ist.

Was könnte es also sein, was die deutschen Zahlen so nach oben treibt? Mehr Antigentests? Höherer ct-Wert bei den PCR-Tests? Pfusch? Manipulation? In einem Forum war noch zu lesen, dass Deutschland eine besonders flache, dafür aber längere Welle habe, was ich aber so aus der Abbildung nicht nachvollziehen kann.

 

Schwammige Methodik öffnet Missbrauchsmöglichkeit

Wir haben zum einen das Problem, dass durch die schwammige Erhebung „der Fälle“, eine Analyse der Infektionslage verunmöglicht wird. Es gibt dann zwar irgendwie mehr oder weniger Fälle, aber nichts genaues weiß man nicht. Also etwa wie stark eine Welle im Vergleich zu einer andere ist. Oder wieviele Menschen denn schon Corona hatten. Oder wieviele Menschen gerade infiziert sind. Selbst hinter die Frage, ob wir noch auf dem aufsteigenden Ast oder schon auf dem absteigenden sind, muss errätselt werden.

Dieses Vorgehen schafft Unsicherheit. Damit Raum für endlose Debatten ohne Einigung. Und Raum für Maßnahmen, die sich nicht an der aktuellen Lage orientieren brauchen, weil diese Lage eh nicht so genau bekannt ist.

Die Missbrauchsmöglichkeit wird auch in die anderen Richtung ermöglicht. Da die Fälle nicht weder mit der Qualität noch der Häufigkeit der Tests abgeglichen und standardisiert ist, kann die Anzahl der Fälle über Veränderungen der Qualität und der Anzahl der Tests beeinflusst werden. Beispielsweise indem der ct Wert für die PCR Test verändert wird, oder indem ein Test für bestimmte Anlässe vorgeschrieben wird, oder die angeforderte Testhäufigkeit verändert wird, oder Selbsttest günstiger werden und oder oder.

Die Fallzahlen werden so von einer Beschreibung des Infektionsgeschehens zu einer politischen Äußerung.

Das Ganze wird ungeheuerlich, wenn dann an Inzidenzenzahlen Lockdownautomatismen geknüpft werden.

 

Rufer in der Wüste

Das die Fallzahlen Bezugsgrößen brauchen, insbesondere die Anzahl der Testungen erfasst und berichtet werden muss, wird seid Beginn der Pandemie immer wieder angemahnt.

Beispiel aus der Anfangsphase der Pandemie: Coronavirus: Irreführung bei den Fallzahlen nun belegt, multipolar.de vom 28.03.2020. Multipolar hat sich auch das RKI in der Frage der Testanzahl gewandt und eine Antwort erhalten.

Oder Ende 2020: Expertengruppe um ehemaligen Vize des Sachverständigenrats Gesundheit fordert Strategiewechsel in der Corona-Politik, auf norberthaering.de. Dort wird auch die für eine solide Datenbasis erforderliche und standardmäßige Kohortenstudie eingefordert. Bei einer Kohortenstudie wäre bekannt welcher Teil der Bevölkerung wie oft getestet wird und es wäre möglich begründet auf die Gesamtlage hochzurechnen.

 

Fazit, mein Eindruck

Dass Zahlen in Bezug gesetzt werden müssen, um sie interpretierbar zu machen, ist Basiswissen Statistik. Dass die Fallzahlen vom RKI veröffentlicht werden ohne Kontrolle der Anzahl der durchgeführten Tests ist unterirdisch. Dass Medien solche Zahlen verbreiten, zeugt völliger Ahnungslosigkeit oder Propagandadienst. Dass wir, die Bevölkerung, uns so einen Mist vorsetzen lassen, ist ein geistiges Armutszeugnis.

 

Ergänzung

Update 2023-08
Mehr verfügbare Tests? Kein Problem. Breite Selbsttests verfügbar? Kein Problem. Testpflichten mal so mal so angeordnet? Kein Problem. Bis Juni 2022. Da schreibt das RKI:
Die Effektivität gegenüber „COVID-19 mit klinischer Symptomatik“ wird aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit für eine Verzerrung der Ergebnisse nicht mehr mit Hilfe der IfSG-Meldedaten berechnet: In der Omikronwelle und bei geänderten Testpflichten ist davon auszugehen, dass sich das Testverhalten in der Bevölkerung vor allem bei milden COVID-19-Verläufen, die einen Großteil der
übermittelten symptomatischen COVID-19-Fälle ausmachen, geändert hat.

Sie wussten es.
Quelle: Monatsbericht des RKI vom 07.07.2022, Seite 9.

 

gepostet am 2022-05-24
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