WHO-Pandemievertrag, WHO und Umfeld

Versuch einer diktatorischen Machtübernahme? – Sammlung von Informationen zu WHO allgemein und dem Umfeld

Wer finanziert die WHO? Welche Menschen stehen an der Spitze? Was ist die Rolle von Deutschland und der EU? Hat die WHO bisher auch schon zensiert? Und wer steckt eigentlich hinter GAVI? Themen dieser Art widmet sich Teil II der WHO-Pandemievertragsserie.

Der Beitrag wird immer wieder aktualisiert
letztes Update 2024-05-14

sachdienliche Hinweise gerne in die Kommentare
oder an anliegen@coronquest.de

TEIL I: Vertragsentwürfe, andere WHO-Texte, Blogs, Themenbesprechungen
TEIL II: WHO und Umfeld
TEIL III: Auswertungen
TEIL IIII: Diskussion, F&A, offene Fragen
TEIL V: Aktionsmaterialien

Infos zur WHO

Geschichte

Bei der Geschichte der WHO kenne ich mich nicht gut genug aus, um einen runden überzeugenden Überblick liefern zu können. Die folgenden Ausführungen sind also mehr im Sinne von Einstiegspunkten zu verstehen.

Eine erste markante Auffälligkeit findet sich gleich bei der Gründung 1948. Und zwar in Person des die Gründung vorbereitenden und dann auch den ersten Generdirektor der WHO gebenden ➜Brock Chisholm. Beispiel aus dem Abschnitt über ihn:

Brock Chisholm, Gründer und erster Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er den Menschen alle Loyalität zu und Verankerung in Gruppen, Nationen und Kulturen abgewöhnen wollte, um eine technokratische Weltregierung zu errichten. Seine Handschrift ist bis heute zu erkennen. …

Das scheint mir dafür zu sprechen, dass die WHO von Anfang an als weltweite technokratische Gesundheitsregierung beabsichtigt war, zumindest von Teilen der Gründungsmitglieder. Das widerspricht der Sichtweise, dass eine technokratische, menschenferne Ausrichtung der WHO erst in den 80er Jahren mit der vermehrten zweckgebundenen Finanzierung durch Pharmaunternehmen eingeläutet wurde.

Über die ersten Jahrzehnte der WHO schreiben die Anwälte für Aufklärung (afaev.eu):

1978 wurde das Konzept der Freiwilligkeit und Eigenverantwortlichkeit der WHO in der Erklärung von Alma Ata noch einmal bestätigt.

Allerdings fällt in diese Zeit auch der Muttermilchskandal. Ein Beispiel dafür, dass in der damaligen Zeit eine eher technokratische Vorstellung von Gesundheit maßgebend war und Industrieinteressen sich durchsetzen konnten:

„In den 1950er Jahren sprach die WHO eine strenge Warnung aus. Mütter sollten aufhören zu stillen, weil der Brustwarzenhof Bakterien und Viren beherberge, die für das Baby schädlich seien. Sofort begannen unzählige Frauen, ihre Babys von der Brustwarze wegzunehmen.
Zeitgleich mit dieser Warnung kam das rettende Produkt auf den Markt: S 26 Milchpulver, und dahinter die Firma Nestlé.
rosenbusch auf tk

Bereits 1969 hat sie die Internationalen Gesundheitsvorschriften verabschiedet. Das ist ein bestehendes, rechtsverbindliches Dokument, dem alle Mitgliedsstaaten zugestimmt haben, und zwar schon als die meisten von uns noch gar nicht auf der Welt waren.
tkp.at

Bis 1970 war die WHO nahezu vollständig durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Die Mitgliedsbeiträge blieben auf diesem Niveau stehen. Es kamen immer mehr freiwillige Beiträge von Staaten mit Zweckbindung und von privaten Geldgebern hinzu. Zur Zeit der Coronakrise machten die Mitgliedsbeiträge nur noch ca. 15% aus.

“Das war etwas Besonderes: Organisationen wie GAVI – die Global Alliance for Vaccine Immunization unter der Leitung von Bill Gates – kamen 2006 mit finanziellen Mitteln zur WHO. Seitdem hat sich die WHO zu einer neuen Art von internationaler Organisation entwickelt. GAVI gewann mehr und mehr Einfluss und völlige Immunität, mehr als die Diplomaten in der UNO. GAVI kann machen, was sie wollen, die Polizei kann nichts machen.”
tkp.at
[Wobei ➜GAVI zum überwiegenden Teil von Staaten wie Deutschland finanziert wird.]

Infolge der Anthrax-Anschläge 2001 sowie von SARS 2002 bis 2004 fand eine umfassende Überarbeitung der IHR und damit ein Systemwechsel statt. Der auf wenige Krankheiten und den Handelsschutz beschränkte Ansatz der ursprünglichen Vorschriften wurde für alle für die öffentliche Gesundheit potentiell relevanten Ereignisse geöffnet.
netzwerkkrista.de

This coincided with a wider push towards the supranationalisation of health policies, with the transition from “international” to “global” public health. While the two terms may appear synonymous, they in fact indicate two very different systems: while the former is grounded in nation-states as the ultimate repositories of authority, the latter implies that governments are just one (and not even the most crucial) component of a global health system involving a wide range of “stakeholders” — for example the media, private institutions and multinational corporations — with the WHO at its core as the ultimate voice of authority. This gradually inverted the relationship between the WHO and member states: as the latter’s influence over the organisation was increasingly eclipsed by private interests, the WHO’s influence over member states was growing.
unherd.com

2005 wurden die Internationalen Gesundheitsvorschriften dahingehend geändert, dass nun der Generaldirektor Gesundheitsnotstände ausrufen kann.
kla.tv

In der Folge wurden dann eine Reihe von Gesundheitsnotständen ausgerufen:

Jeder dieser Fälle führte zu massiven Profiten für Pharmahersteller und andere Nutznießer des wachsenden Biosicherheitskomplexes und zu massiven Machtzuwächsen für die „Gesundheitsbehörden“ in jedem Land und für die WHO im Besonderen.
tkp.at

Weiterlesen
Beiträge mit geschichtlichen Abrissen über die WHO

WHO-Beitrag der Anwälte für Aufklärung

Wie die WHO gekapert wurde, auf tkp.at

Die Dokumentation „Die WHO – im Griff der Lobbyisten?“ vom 04.04.2017 ehemals auf ARD jetzt auf youtube.
Rezension auf zeit.de

Eine Ereignisfolge der Coronapandemie aus WHO-Sicht findet sich in ➜Teil I: Report: IHR und Covid-19, Mai 2021

Was hat die WHO bis heute zur Weltgesundheit beigetragen?,
auf aletheia-scimed.ch

Soweit mein Entwurf einer finanziell-politischen Kurzgeschichte der WHO.

Es gibt einen Film zur WHO von 2017, der sich mit Unterwanderung der WHO befasst. Ich habe nur den Trailer gesehen.
Trust WHO, Wie krank ist die Weltgesundheitsorganisation?
auf oval.media
„Warum wir in der #Corona Zeit so schnell merkten, dass etwas nicht stimmt? Weil wir kurz zuvor den Dokumentarfilm „trustWHO“ produziert hatten. Die Akteure der Coronakrise waren uns aus den langjährigen Recherchen über die Methoden der #WHO und dem Spiel mit der so genannten Schweine-Grippe-#Impfung bekannt.“

Für einen möglichen Hintergrund der Corona-Pandemie siehe auch Pandemien als Mittel von Diktaturen in der Geschichte.

WHO-Skandale

Es ist ja mein Anliegen mit dieser Beitragsserie zum WHO-Pandemievertrag eine Zusammenstellung von Argumenten und Materialien möglichst nahe an Originalquellen zu erarbeiten, um wenn möglich einfach zu argumentierende belastbare Aussagen zu erhalten. Bei den Skandalen wird es meistens vielschichtiger. Da sind nicht nur die Aussagen der WHO sondern auch die Darstellung weiterer Akteure und der Journalisten zu bewerten, die die Skandale beschreiben, um zu einer Einschätzung zu gelangen, wie ein Skandal zu bewerten ist. Im Skandalbereich kenne ich mich nicht ernsthaft aus. Im Folgenden Skandale, die mir zu Ohren gekommen sind.

Es werden einige WHO-Skandale kolportiert:

  • Schneller Test auf Ebola eines kleinen Anbieter wird von der WHO nicht akzeptiert, auf naturheilt.com.
  • Artemisia annua – Die WHO hat Angst! (ich packe aus), auf youtube.
    Erfahrungsschilderung, wie natürliche Heilmittel unterdrückt werden.

WHO und Corona

Der Abschnitt kann noch Futter gebrauchen. Gerne Ergänzungshinweise! Ich fang mal an:

Hat die WHO aktiv daran mitgewirkt, wirksame günstige Behandlungsmöglichkeiten gegen Covid-19 zu unterdrücken?
Bekannt ist, dass die WHO die Solidarity-Studie zu Hydroxyocholorquin (HCQ) auf den Weg gebracht hat. Die Studie war groß angelegt und kam zu dem Ergebnis, dass keine der untersuchten Maßnahmen, darunter auch HCQ, wirksam waren.
Kritik an der Studie:

  • Es wurde keine Kontrollgruppe mit Placebo eingerichtet. Stattdessen wurden Patienten in der Kontrollgruppe mit dem Standardverfahren des jeweiligen Landes behandelt. In etlichen Ländern gehörte zur Standardbehandlung auch die Behandlung mit HCQ – Was soll unter diesen Bedingungen anderes herauskommen, als das HCQ nichts bewirkt, wenn es gegen sich selbst getestet wird. (sciencefiles.org)
  • Es ist bekannt, dass HCQ in höheren Dosierungen toxisch wirkt. Es wurden Dosierungen gegeben, die mehrfach über der empfohlenen Dosis lagen.
    (naturstoff-medizin.de, Abschnitt „Tests mit toxischen Dosen“)

Es gibt das Thema, dass zu Beginn von 2020 alte Menschen durch eine absehbar belastende Behandlung durch zu frühes Intubieren, Ruhigstellen und weniger Gabe von Antibiotika als üblich dem Tod überantwortet worden sind. Die Debatte wurde insbesondere in England geführt. Dort lassen entsprechende Behandlungsdirektiven nachweisen. Für Deutschland ist auffällig, dass die Antibiotikagabe in 2020 abrupt zurückgeht und im Schnitt etwa 1/3 unter den Vorjahren liegt. (tkp.at)
Stellt sich die Frage, welche Rolle spielt die WHO dabei? Stand: Die Einführung dieser Maßnahmen kam wohl aus den Ländern. Die WHO hat sie aber gebilligt und später ihre Leitlinien angepasst. (Siehe dazu tkp.at inklusive der Kommentare.)

Dann haben wir das Thema Evaluation der Corona-Maßnahmen im Allgemeinen und die Evaluation der Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe im Speziellen. Hier zeichnet sich die WHO durch Untätigkeit aus.
Teil I: Keine Evaluation der der Corona-Maßnahmen

Dann hat die WHO folgendes verlauten lassen (vgl. Kruse auf rumble.com Minute 14ff) (ich konnte die genauen URLs nicht finden, vgl. ähnlich who.int):

Getting vaccinted is a safer way for you to develop immunity 22/03/2022

The mRNA Covid-19 vaccines are as safe as other vaccines 22/03/2022, mit der Behauptung, dass die mRNA-Injektionen rigoros getestet worden seien. Beides gelogen (hier und hier), was ja zusammenpasst.

Covid-19 advice for the public: Getting vaccinated, Dezember2023

Siehe auch den Abschnitt Teil II: ➜Definitionsänderungen für mehr Pandemie?

Weitere Hinweise auf die Tätigkeiten der WHO während der Coronakrise gibt es auf globale-gesundheit.com/who-timelines.

Gesucht: Infos zum Nicht-Aspirieren-beim-Impfen-Thema

Auf der WHO-Website könnten folgende Seiten zum Einstieg in eine Aufarbeitung ein Anfang sein:
A guide to WHO’s guidance on COVID-19
Country & Technical Guidance – Coronavirus disease (COVID-19)
Clinical management of COVID-19

Update 2024-06

Die EpochTimes hat in einem Sonderheft anlässlich der RKI-Files die bisher größte mir bekannte Sammlung von Maßnahmen der WHO während der Corona-Krise zusammengetragen (zum EpochTimes Shop):

Anfang März 2020 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) COVID19-Leitlinien für das Gesundheitspersonal. [44] In den Leitlinien wurde eine schnelle mechanische Beatmung als frühe Intervention bei der Behandlung von COVID-19-Patienten empfohlen. Das war eine Abweichung von früheren Erfahrungen bei Epidemien mit Atemwegsviren. [45] Dabei beriefen sie sich auf die Leitlinien chinesischer Fachzeitschriften, die im Januar und Februar Artikel veröffentlichten, in denen behauptet wurde, dass ein „chinesischer Expertenkonsens“ eine „invasive mechanische Beatmung“als „erste Wahl“ für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Atemnot forderte. [46] Nicht zuletzt um das medizinische Personal zu schützen.
Seite 20, who.int

Das Corman-Drosten-Protokoll wurde am 13. Januar bei der WHO eingereicht. [55] Wenige Tage bevor es der medizinischen Fachzeitschrift „Eurosurveillance“ zum „Peer Review“ vorgelegt wurde. [56] Die WHO gab das Corman-Drosten-Protokoll am 21. Januar frei. Am selben Tag, an dem es bei „Eurosurveillance“ einge-
reicht wurde. [57]
who.int

Seite 22: Die WHO veröffentlichte am 19. März 2020 ihre derzeit gültige Leitlinie für Labortests auf COVID-19. [73] Die Leitlinie der WHO enthielt nur drei Studien, die PCRZyklussch-wellenwerte diskutierten. Alle drei Studien [74] stammen aus China und verwenden Zyklusschwellenwerte von 37 bis 40: […]
Seite 22
who.int

Aber diese Bedenken hielten die WHO nicht davon ab, die „beispiellose“ Reaktion der KPC – nur wenige Tage nach dem Beginn der Abriegelung und lange bevor sie irgendwelche Ergebnisse
erzielt hatte – überschwänglich zu loben: „Die Maßnah-
men, die China ergriffen hat, sind nicht nur für dieses Land
gut, sondern auch für den Rest der Welt.“ [17]
Thema Lockdown, 30.1.2020, Seite 19
who.int

11. März 2020: WHO ruft Pandemie aus.

In den folgenden 14 Tagen bis zum Lockdown sah das RKI anhand der Zahlenlage keinen Grund zum Umschwenken, während hinter
und teilweise vor den Kulissen die Pandemievorbereitungen
bereits auf Hochtouren liefen:
Die WHO machte Druck, […]
Seite 6

Was soll das heißen: „Die WHO machte Druck“?!

WHO-Desinformation?!

Update 2024-02-05
Die WHO will ja gerne die wissenschaftlichen Diskussion beenden und die Welt dazu bringen nur die Sicht der WHO-Experten zu verwenden. Siehe Teil I Zensur und Indoktrination. Dieses Ansinnen steht im Gegensatz zur modernen Wissenschaftskultur, die von Diskussion und Hinterfragen lebt. Im Sinne der Wissenschaftskultur sammle ich hier Aussagen der WHO, die wegen Weglassen bekannter Diskussionsstränge und Argumente als Desinformation bezeichnet werden kann.

Auch im Winter 2023 empfiehlt die WHO regelmäßiges Impfen gegen Covid-19 alle 6-12 Monate (who.int). Die Impfungen seien sicher.

Before receiving validation from WHO and national regulatory agencies, COVID-19 vaccines were subject to rigorous testing in clinical trials to prove that they meet internationally agreed benchmarks for safety and efficacy.

Die Zulassungsstudien wurden mit Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter durchgeführt. Keine Kinder, Schwangeren, Alte oder Kranken. Die klinische Studie von Pfizer wurde nach etwa 4 Monaten abgebrochen. Nebenwirkungen, die länger brauchen bis sie zu Tage treten wie manche Krebsarten oder Autoimmunerkrankungen, können so nicht mehr sauber auf die Impfung bezogen werden. Die Studie wurde abgebrochen, um die Placebogruppe nicht zu benachteiligen – obwohl es keine covidbezogenen Todesfälle gegeben hat. Auf Gen-Toxizität wurde auch nicht untersucht, weil mRNA-Impfungen nicht unter dem Begriff „Gentherapie“ angesiedelt worden sind.

Auch nicht untersucht wurde wie das Immunsystem auf die wiederholte Gabe von mRNA-Impfungen reagiert. Bekannt ist die Gefahr einer Ermüdung und Desensibilisierung wie bei der Desensibilisierung gegen Allergien.

Eine im Frühjahr 2024 aktuelle Übersicht, welche Lücken die Zulassungsstudie aufweist, findet sich hier: COVID-19 mRNA Vaccines: Lessons Learned from the Registrational Trials and Global Vaccination Campaign.

Aber vielleicht meint die WHO „sicher“ auch gar nicht im Sinne von „nebenwirkungsfrei“, sondern „sicher“ als „sicheres Geschäftsmodell“.

Noch ein Desinformationskandidat: Die WHO behauptet, die Covid-Impfungen hätten in Österreich 25.000 Menschenleben gerettet. Begründet wird dies mit einer Modellrechnung. Bei denen bekanntermaßen entscheidend ist, welche Annahmen getroffen werden. Hat sich die Annahmen angesehen und kommt zu einem anderen Ergebnis: tkp.at.

WHO Zensuraktivitäten bisher

Die WHO will nicht erst mit den zur Abstimmung stehenden Vertragsentwürfen bestimmen, welche Informationen die Menschen dieser Welt bekommen. Sie ist bereits jetzt damit beschäftigt und hat eine ganze Reihe von Partnern an ihrer Seite.

siehe auch ➜Teil I, Zensur und Indoktrination in den Vertragsentwürfen. Mit der Zusammenarbeit mit youtube.

Dazu gefundene Quellen der WHO
Combatting misinformation online 
Weekly Epidemiological Record, 2021, vol. 96 [special issue]
EPI-Win

Drei schöne Texte zu dem Thema sind mir über den Weg gelaufen. Der erste ist von Behrendt und Müller „Das Infodemic Management der WHO“ von Dezember 2021. Veröffentlicht auf der Seite ihrer Global Health Responsibility Organisation (Downloadseite, pdf Abschnitt 3.3.). Auszüge:

Der Begriff der «Infodemiology» wurde dabei 2002 von Gunther Eysenbach geprägt.222

Konkret wurde die WHO im Kontext des Covid-19-PHEICs daher auch durch das Resolutionsmandat WHA73.1 «Covid-19 Response» [Mai 2020] mit dem Management von Falsch- und Desinformation im Kontext von Covid-19, gemeinsam mit anderen internationalen Organisationen und WHO Mitgliedsstaaten, betraut. 226

Resolutionsmandat WH73.1 mit den Stellen Management von Falsch- und Desinformation markiert:
Resolutionsmandat WH73.1.pdf

Sowohl die Mitgliedstaaten, als auch internationale Organisationen und Stakeholder und der WHO-Generaldirektor werden aufgefordert Maßnahmen zu ergreifen.

[51]Umgesetzt wird Infodemic Management auf mehreren Ebenen durch internationale Zusammenarbeit, wobei die WHO eine Führungsrolle einnimmt. Die gesamte UN und ihre Sonderorganisationen sind eingebunden 236 sowie nationale Behörden, 237 die Europäische Union, 238 das World Economic Forum (WEF), 239 der Technologiesektor, 240 der Hochschulsektor,241 die grossen Medienhäuser242 und die Zivilgesellschaft243 (einschliesslich der grossen philanthropischen Stiftungen244).

Die internationale Zusammenarbeit besteht darin, über die sozialen Medien geäusserte «Bedenken» zu verstehen und Falschinformationen zu identifizieren, die dann durch gezielte Botschaften in den digitalen Netzwerken, Medien und durch Gesundheitsministerien pre- oder debunkt oder ganz gelöscht werden können. «Korrekte» Gesundheitsinformationen zu Covid-19 sind dabei solche, die von der WHO oder lokalen Gesundheitsbehörden als solche definiert wurden.245

Ein zweiter Beitrag ist von Norbert Häring Wie die WHO die sozialen Medien kontrolliert von Dezember 2022. Seine Übersetzung der WHO-Seite zur Bekämpfung von Misinformation (who.int):

„Social-Media-Plattformen haben der WHO auch Zugang zu Schnellmeldesystemen gewährt, die es uns ermöglichen, Desinformation auf ihren Plattformen zu markieren und so die Meldung und Entfernung von Inhalten, die gegen die Richtlinien verstoßen, zu beschleunigen.

„Die WHO arbeitet wöchentlich mit YouTube, Google, Facebook und mehreren anderen Partnern wie NewsGuard zusammen, um Erkenntnisse von Branchenführern zu gewinnen, die helfen, aufkeimende Desinformation zu identifizieren, und der WHO ermöglichen, wissenschaftlich fundierte Gesundheitsinformationen gezielt dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt werden.“

Dann behauptet er eine Zusammenarbeit von WHO und Faktencheckern und zwar mit der Dachorganisation International Fact Checking Network (IFCN). Leider führt er dazu keine Quelle an. Dieser Dachverband werde unter anderem vom US-Aussenministerium und der Bill und Melinda Gates Foundation finanziert, die auch große Geldgeber der WHO sind.

Häring geht davon aus, dass der Eingriff der WHO auf englischsprachige Plattformen oder Suchergebnisse weitergehender ist, weil sich aufgrund der Reichweite dort der Aufwand mehr lohnt.

Für Ausführungen dazu, wie die WHO mit Newsguard zusammenarbeitet, welche Rolle die automatische Vorschlagsliste von Google spielt, was von einer Zusammenarbeit mit Wikipedia bekannt ist: bei Häring direkt weiterlesen.

Ein dritter Beitrag stammt auch von Norbert Häring: Infodemiologie: Wie die WHO in NSA-Manier die sozialen Medien überwacht. Dort bespricht er den Artikel „Listening to the public for the COVID-19 response: lessons learnt in managing the infodemic in the WHO South-East Asia Region“ in einer Sonderausgabe des WHO Weekly Epidemiological Record, 2021. Als Teaser:

Die Überwachung von digitalen Medien dient der WHO zwei Zielen: Bedürfnisse und Anliegen der Öffentlichkeit erkennen und darauf reagieren. Und Falschinformationen erkennen und bekämpfen.

Das erste Ziel wird in erster Linie mit künstlicher Intelligenz (KI) in Anlehnung an die EPI-WIN-Methode der WHO erreicht. Das zweite Ziel wird ebenfalls mit künstlicher Intelligenz angegangen, um Gespräche zu scannen, erfordert jedoch menschliches Fachwissen, um Gerüchte und Fehlinformationen zu unterscheiden und zu identifizieren. Dieses Papier konzentriert sich auf das zweite Ziel.

Zu EPI-WIN kann man finden:
 
„In Notfällen (…) suchen die Menschen Informationen von Quellen, Personen und Einrichtungen, denen sie vertrauen. Die WHO wird diese vertrauenswürdigen Quellen ausfindig machen und sie als Verbreiter genauer, zeitnaher Informationen einsetzen. Dabei kann es sich um Einzelpersonen, Dachverbände, [Interessen-]Vertreter und Arbeitgeber handeln, die EPI-WIN-Informationen in ihren Netzwerken verbreiten. Dieses Konzept der Weiterverbreitung bedeutet, dass genaue, maßgeschneiderte Informationen der WHO die Menschen rund um den Globus erreichen.“

„Zwischen dem 16. Februar 2020 und dem 15. Februar 2021 wurden 58 Millionen digitale Konversationen im Zusammenhang mit COVID-19 mit dem KI-Tool gescannt (etwa 170 000 pro Woche nach weiterer Filterung). Davon wurden 259 000 Beiträge in sozialen Medien einer menschlichen Analyse unterzogen, um Gerüchte (einschließlich Fehlinformationen und Desinformationen) zu erkennen. Davon wurden 3307 Gerüchte identifiziert und in der Gerüchtekartei erfasst. Zwischen Februar und September 2020 bezog sich der größte Anteil der Gerüchte (35 %) auf Heilmittel für COVID-19, wobei häufig auf ayurvedische und pflanzliche Produkte verwiesen wurde. Gerüchte über die Übertragung waren am stärksten verbreitet, häufig unter Berufung auf Verschwörungstheorien über die Ursprünge von COVID-19. Zwischen November 2020 und Januar 2021 entfiel der größte Teil der Gerüchte auf Impfstoffe.

Personen

Tedros, Generalsekretär

Tedros Adhanom Ghebreyesu war 11 Jahre lang Gesundheitsminister in Äthiopien. In dieser Zeit sind laut amnesty international und human rights watch in dem Land erhebliche Gräueltaten begangen worden. Tedros hat dazu wohl nie öffentlich Stellung bezogen.
(Quelle: kla.tv, uncutnews.ch. amnesty 2017, human right watch 2016 pdf Seite 127ff.)

Wenn die Vorwürfe stimmen, ist Tedros kein Mann, von dem ich mich führen lassen will. Ich kann die Qualität der Argumente allerdings nicht wirklich beurteilen. Stellt sich allerdings auch die Frage, ob jemand an die Spitze einer weltweit machtvoll agierenden Organisation gehört, dessen Vergangenheit Fragen offen lässt. Findet sich da unter den Milliarden von Menschen wirklich sonst keiner, der kompetent ist, und nicht eventuell in Gräueltaten und Korruption verstrickt ist?

Update 2023-10-30
Es ist ein Artikel auf sciencefiles.org erschienen mit dem Titel: Dr Tedros: Der Mann an der Spitze der WHO. Daraus:

(1) In die Amtszeit als Gesundheitsminister von Äthiopien fallen Repressalien gegen die Ethnie der Asmara. Wohl deswegen, weil die Oppositionspartei wesentlich von den Asmaranern gebildet wurde. Repressalien heißt Verweigerung von medizinischer Behandlung und Medikamenten. Dafür, dass diese Maßnahmen gefruchtet haben sprächen eine Reihe von Indikatoren: Niedrigere Geburtenrate als Landesüblich, 2 Millionen Menschen weniger in einer zweiten Volkszählung kurz nach einer vorhergehenden, Kindersterblichkeit höher, weniger Ärzte als sonst im Land.

(2) 2006, 2009 und 2011 gab es in Äthiopien mit Gesundheitsminister Tedros Ausbrüche von „wässrigem Durchfall“. Tedros habe etwa Hilfsorganisationen verboten von Cholera zu sprechen. Eine Diagnose als Cholera ist aber Voraussetzung, um internationale Hilfsleistungen zu bekommen.

(3) „2017 hat sich Eric Reeves, ein Kenner des Sudan, der dort jahrzehntelang vor Ort humanitäre Arbeit geleistet hat“ an die WHO und ihren Generaldirektor Tedros gewendet. Anlass: im Sudan grassiert  “Acute Watery Diarrhea”, dieser wässrige Durchfall wieder. Das Khartoum Regime habe Journalisten verboten von Cholera zu sprechen. Reeves fordert von der WHO und Tedros eine Untersuchung von Stuhlproben, um Klarheit herzustellen. Tedros und die WHO schweigen.

Gates war Tedros Mentor und unterstützte die Kandidatur von Tedros zum WHO-Chef sehr. (Doku auf kla.tv)
Dazu passt:

Tedros postete ein Foto auf Twitter, in dem er das Buch von Gates, einem der größten Unterstützer der WHO, lobte.
uncutnews.ch

Der Kardiologe und Bestsellerautor Aseem Malhotra hat den Tweet von Tedros scharf kritisiert. „Einer der beunruhigendsten Werbe-Tweets des Jahres vom Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation“, schreibt er.

Affenpocken Gesundheitsnotstand ausgerufen, 2022-07-23

Die Erklärung wurde einseitig von WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus abgegeben, der damit in direktem Widerspruch zu den Empfehlungen des unabhängigen Prüfungsgremiums stand. Tedros gab die Erklärung ab, obwohl die Mitglieder des WHO-Notfallkomitees für den Ausbruch der Affenpocken keinen Konsens gefunden hatten, und setzte sich damit über seine eigene Prüfgruppe hinweg, die mit 9 gegen und 6 für die Ausrufung des PHEIC gestimmt hatte, wie Reuters meldet, […]
tkp.at

Was zwei Dinge zeigt: Die WHO-Verfassung gibt dem Generalsekretär das Recht einen Gesundheitsnotstand im Alleingang auszurufen. Und zweitens: Davon macht Tedros Gebrauch.

(Frage zur Rechtmäßigkeit der Aktion: Gemäß den 2022 gültigen IHR Artikel 12 Absatz 2, müssen sich der Generaldirektor und das Land, in dem der Ausbruch stattfindet, einig sein, bevor ein PHEIC bestimmt werden kann. War diese Einigkeit gegeben? Oder gibt es Regeln, die ich noch nicht kenne?)

Was uns drittens zu der Frage führt, ob das der Mensch und das das Verfahren ist, von dem wir uns noch abhängiger machen sollten.

Brock Chisholm, WHO-Gründer: „Nationale Souveränität aufgeben!“

Ich zitiere aus einem Beitrag von Norbert Häring mit dem Titel Der erste WHO-Chef machte kein Hehl aus seinen antidemokratischen Plänen für die Organisation — !.

Quellen: „Ich stütze mich im Folgenden auf das freundliche Portrait von John Farley in dem Buch „Brock Chisholm, the World Health Organization, and the Cold War“ aus dem Jahr 2008, gelesen im Internet über Google-Books. Und auf Chisholms Buch „Prescription for Survival“ aus dem Jahr 1957 (Rezept für das Überleben), das ich mir besorgen konnte.“

Brock Chisholm war war in leitender Funktion an der Gründung der WHO beteiligt und deren erster Generaldirektor.

Brock Chisholm, Gründer und erster Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er den Menschen alle Loyalität zu und Verankerung in Gruppen, Nationen und Kulturen abgewöhnen wollte, um eine technokratische Weltregierung zu errichten. Seine Handschrift ist bis heute zu erkennen. …

Die Menschenrasse müsse befreit werden, von „der lähmenden Last von Gut und Böse“. Stattdessen müsse die Erziehung unserer Kinder „die Gewissheiten alter Leute durch intelligentes und rationales Denken ersetzen“, denn „Freiheit von Moralvorstellungen bedeutet Freiheit zu beobachten, zu denken und sich vernünftig zu verhalten“.

Im Jahr 1947 – also auch noch bevor er zum WHO-Generaldirektor gewählt wurde -, verkündete Chisholm:
 
„Es wird zunehmend akzeptiert, dass es notwendig ist, dass wir alle Weltbürger werden und viel von unserer nationalen Souveränität aufgeben.

Laut John Farley legte Chisholm bei der Auswahl des Personals der WHO großen Wert darauf, dass die erfolgreichen Kandidaten sich wie er als Weltbürger verstanden, die keine irrationalen Bindungen an eine Religion oder die Kultur und Nation ihrer Herkunft hatten.

Er lädt uns ein, den „rationalen“ Standpunkt eines Besuchers aus dem All einzunehmen, der keiner Kultur, keiner Religion, keiner Nation näher steht als einer anderen, sondern nur das für vernünftig hält, was dem Wohl der Menschheitsfamilie insgesamt dient.
 
Mit der Frage, wer dieses Wohl definiert, hat sich Chisholm nie aufgehalten.

Update 2024-03
Chisholm stellte fest, dass die WHO-Definition von Gesundheit erlaube, sich mit sehr, sehr vielen gesellschaftlichen Aspekten unter dem Rubrum der Gesundheitssicherung zu befassen. Und diese sehr weitreichende Definition sei sehr fest verankert in der WHO-Verfassung und könne nur mit Dreiviertelmehrheit der Mitglieder geändert werden.
norberthaering.de

Wie diese Weltsicht des ersten Generalsekretärs der WHO im Hinblick auf die Frage zu werten, ob die WHO eine diktatorische Machtübernahme anstrebt oder nicht? Wenn der Mensch, der in leitender Position die Gründung der WHO vorbereitet hat und ihr erster Generalsekretär war, sich in Richtung technokratische Weltregierung als Zielvorstellung äußert, dann ist zumindest geklärt, dass es in der WHO einflussreiche Menschen und Länder mit solchen Bestrebungen gegeben hat.
Dann wäre als nächstes zu fragen, ob sich die WHO von diesen Zielvorstellungen distanziert hat. Mir ist nichts dergleichen bekannt (aber ich bin auch nur ein bisschen eingelesen). Wenn das nicht der Fall war, dann besteht die Möglichkeit, dass sich diese Einstellung latent oder versteckt oder auch offen bis in die heutige Zeit gehalten hat. Die Weltanschauung ihres Gründers macht es wahrscheinlicher, dass die Vertragsentwürfe mit der Absicht, einer Machtübernahme der WHO und einer Schwächung der Mitgliedsstaaten entworfen worden sind.

Update 2024-03
weiterlesen
Auch heute gibt es WHO-Berater, die sich auf Chisholm beziehen (Amitabha Sarkar, gefunden auf norberthaering.de).

Assiri, Ko-Vorsitzender: Erstmal individuelle Freiheiten einschränken

Zitiert nach Norbert Häring Wir haben das Eingeständnis, dass es bei der WHO-Ermächtigung um Freiheitseinschränkungen geht.

„Die Welt braucht jedoch eine andere Ebene von Rechtsgrundlagen, wie den Pandemievertrag, um durch eine bestimmte Pandemie zu navigieren, sollte sie eintreten, und das wird sie. Die Priorisierung von Maßnahmen, die die individuellen Freiheiten einschränken können, die Anordnung und der Austausch von Informationen, Wissen und Ressourcen und vor allem die Bereitstellung von Mitteln für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen sind während einer Pandemie notwendig. Die Mittel zur Durchführung dieser Maßnahmen stehen derzeit einfach nicht zur Verfügung.
2023-05-03
Bericht von Tom Parker
youtube (ab min 14, Zitat ab min 17:20)

Dr. Abdullah Assiri ist einer der beiden Leiter der Arbeitsgruppe zur Erweiterung der Internationalen Gesundheitsvorschriften
[➜Teil I: WGIHR]

Finanzierung

Die Finanzierung der WHO wird immer wieder als Thema aufgebracht, mit dem Argument, dass der Haushalt der WHO nur noch zu einem kleinen Teil von festen Mitgliedsbeiträgen finanziert wird, über die frei bestimmt werden kann. Der größere Teil kommt von freiwilligen Beiträgen und Zuwendungen von nicht-staatlichen Organisationen. Es besteht der Verdacht, dass die WHO dadurch in Abhängigkeit geraten worden ist und fremdgesteuert wird.

Finanzierungsorganisation / Finanzierungsregeln / FENSA

Erster Schritt: Wie sehen die offiziellen Finanzierungsregeln aus?

Die WHO bekommt von ihren Mitgliedsländern vorgeschriebene Mitgliedsbeiträge („assessed contributions“ (AC)). Die Beitragshöhe richtet sich wohl im Wesentlichen nach BIP und Bevölkerungsgröße. Sie wird von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossen (who.int/about/funding). Eine Aufstellung des genauen Rechenweges zur Ermittlung der Beitragshöhe habe ich nicht gefunden. Auch die Frage nach den konkreten vertraglichen Grundlagen ist für mich noch offen.

Dann gibt es die freiwilligen Beiträge von Staaten („Voluntary Contributions“ (VC)). Für diese freiwilligen Beiträge von Staaten trifft nach meinem Laienverständnis Artikel 57 der ➜WHO-Verfassung zu:

Article 57
The Health Assembly or the Board acting on behalf of the Health
Assembly may accept and administer gifts and bequests made to the Organization provided that the conditions attached to such gifts or bequests are acceptable to the Health Assembly or the Board and are consistent with the objective and policies of the Organization.

D.h., wenn Staaten freiwillige Beiträge leisten oder andere Institutionen oder Unternehmen spenden, können sie aushandeln, wofür die Gelder verwendet werden, sofern die Verwendung im Handlungsbereich der WHO liegt.

Dann gibt extra Regeln für die Zuwendungen von nicht-staatlichen Organisationen. Für den Umgang mit nicht-staatlichen Organisation gibt es einen FENSA-Rahmenvertrag („Framework of Engagement with Non-State Actors“) mit einer Ergänzung namens WHO POLICY AND OPERATIONAL PROCEDURES ON ENGAGEMENT WITH NONGOVERNMENTAL ORGANIZATIONS.

Zunächst wird definiert, was unter „non-state actors“ zu verstehen ist (Artikel 8.-13. WHO-Verfassungs.pdf, S. 100). Wichtig zu wissen ist, dass UN-Organisationen kein „non-state actor“ sind. UN-Organisationen fallen also nicht unter FENSA.

Dort finden sich desweiteren folgende Absätze:

  1. WHO can accept financial and in-kind contributions from
    nongovernmental organizations
    as long as such contributions fall within WHO’s General Programme of Work, do not create conflicts of interest, are managed in accordance with the framework, and comply with other relevant regulations, rules and policies of WHO.
  1. The acceptance of contributions (whether in cash or in kind) should be made subject to the following conditions:
    (a) the acceptance of a contribution does not constitute an endorsement by WHO of the nongovernmental organization;
    (b) the acceptance of a contribution does not confer on the contributor any privilege or advantage;
    (c) the acceptance of a contribution as such does not offer the
    contributor any possibility for advising, influencing, participating in, or being in command of the management or implementation of operational activities;

    (d) WHO keeps its discretionary right to decline a contribution, without any further explanation.

Nun stellt sich die Frage, was Privilegien und Vorteile sind. Ich hätte ja gedacht, dass das Bestimmen, wofür eine Spende verwendet wird, ein Privileg ist. Das scheint aber nicht so gehandhabt zu werden. Jedenfalls werden in den WHO-Berichten sowohl für die Spenden von Mitgliedsstaaten, aber auch von UN-Organisation und auch von Privaten Zwecke angegeben, für die sie gespendet haben.
Ich finde diese Auslegung falsch. Weil ein Spender durch die Zweckbindung mit beeinflussen kann, in welchen Bereichen ihrer Zuständigkeit die WHO besonders aktiv ist und dort eben auch Kapazitäten und Know-how aufbaut.


Mehr zu FENSA: In diesen Zusammenhang gehört auch, dass laut FENSA die WHO nicht-staatlichen Akteuren Zutritt zu ihren Sitzungen gewähren kann – nur nicht als Belohnung für eine Spende versteht sich.
Siehe ➜Teil I: Private Organisationen als Teil der WHO?!

Dann gibt es für die WHO die Möglichkeit, Projekte als öffentlich-private Partnerschaften zu finanzieren. Bei dieser Lösung steckt die Zweckbindung der Gelder schon im Projekt. Auf Wikipedia heißt es dazu:

WHO-Projekte werden teilweise als öffentlich-private Partnerschaft finanziert.[21] Darunter fallen:

Dann gibt es noch eine Reihe von Fonds. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Fonds, die mir auf den ersten Blick Teil des WHO-Budgets zu sein scheinen:

Contingency Fund for Emergencies (CFE)

Und Teil des WHO-Budgets sind auch Themenfonds oder Themenprogramme, die es den Ländern, die freiwillige Beiträge leisten wollen, die Verwendungsrichtung des Geldes mitzubestimmen und gleichzeitig die Gelder nicht zu kleinteilig festzulegen (who.int/funding, WHO Portal Budget)

Thematic and strategic engagement funds (partially flexible) aim to meet contributors’ requirements for reporting and accountability while providing a certain degree of flexibility in their allocation. These funds provide more effective and efficient earmarked funding by helping to promote WHO’s stronger focus on results, while delivering on our contributors’ priorities. These represent 7.9% of all voluntary contributions in 2020-2021.
who.int/about/funding

Fonds, außerhalb des WHO-Budgets:

Central Emergency Response Fund (von der UN gegründet)

Finanzintermediärfonds (FIF) (Weltbank)

IFFM (Gavi, Weltbank, WHO?)

UNFPA (UN, United Nations Population Fund)

Pandemic Fund (Weltbank) (ghr.agency S. 29)

Und es gibt eine von der WHO unabhängige WHO-Foundation.

The WHO Foundation is a non-profit grant-making foundation that aims to strengthen world health by providing funding to address the most critical global health issues. Donors can now access and enrich global health in a way that was never possible before.
who.foundation

Ein Rätsel: Was könnte die WHO-Foundation leisten, dass es Gebern ermöglicht, die Globale Gesundheit wie nie zuvor zu unterstützen? Warum nicht einfach direkt an die WHO überweisen?

Recherche-Quellen

Quellen für die Budget-Recherche.

https://www.who.int/about/funding.

https://open.who.int/2020-21/contributors/overview/vct

WHO Programe Budget Portal: http://open.who.int/2020-21/home

https://www.who.int/emergencies/funding

Es gibt eine Aufstellung der WHO namens „Voluntary contributions by fund and by contributor“. In ihr findet sich eine Aufschlüsselung der freiwilligen Zuwendungen an die WHO, die ja den Hauptteil der Finanzierung ausmachen. Die Aufstellung erscheint jährlich. Beispielsweise für 2022 (who.int). Es handelt sich wohl um eine Aufstellung zur Information des Weltgesundheitstages 2023. Diese Zusammenstellung der WHO ist einerseits eine aufschlussreiche Informationsquelle. Andererseits stellen sich einige Fragen, von denen ich nur einen Teil beantworten konnte:

Die Zahlen, die sich dort finden, beziehen sich auf „die Periode, die am 31.12. 2022 endet“. Die WHO erstellt ihre Haushalte über 2 Jahre. Allerdings enden diese „budget bienniums“ soweit ich das sonst gesehen habe immer im ungeraden Jahr. Welche Periode ist hier also gemeint?

Um die Angaben ernsthaft nachvollziehen zu können, bräuchte ich auch eine Erläuterung was mit der Spaltenbezeichnung „Core voluntary contributions account“ und „voluntary contributions – core“ gemeint ist. Unbedarft könnte angenommen werden, dass ersteres eine Art Bestand darstellt und zweites einen Zustrom. Das kommt aber nicht hin, denn beiden gehen in die Summe von „Grant total“ ein.

In dem Dokument gibt es eine Haupttabelle („Schedule 2A“) und mehrere weitere Tabellen. Alle stellen freiwillige Zuwendungen an die WHO dar. Die Frage ist: Stellen diese weiteren Tabellen zusätzliche Zuwendungen dar, oder sind sie nur Aufschlüsselungen bestimmter Aspekte, die aber bereits in Schedule 2A enthalten sind?

Aus den Fußnoten in dem Dokument lässt sich das nur zum Teil herauslesen. In den Fußnoten wird auf Dokument 76/17 zu weiteren Erläuterungen verwiesen („Audited financial statements 2022 (A76/17)“), zu finden hier. In dem Dokument finden sich einige Detailerläuterungen (Beispielsweise lässt sich das Dokument nach non-current receivables durchsuchen und es finden sich erhellende Informationen). Und für die Frage, ob in Schedule 2A alle freiwilligen Zuwendungen enthalten sind, oder die Werte der anderen Tabellen hinzugerechnet werden, findet sich in Abschnitt 8.2 eine Tabelle mit der Bezeichung „Statement of Financial Performance by segments“. In dieser Tabelle werden die Einnahmen („revenues“) grob aufgeschlüsselt. Für 2022:

  • In Mitgliedsbeiträge
    („assessed contributions“: 495.893 tausend US $),
  • freiwillige Beiträge
    („voluntary contributions“: 3.656.450 tausend US $),
  • freiwillige Beiträge in Sach- oder Dienstleistung
    („in-kind“: 146.271 tausend US $),
  • und andere
    („other“: 57.711 tausend US $).

Diese Werte können wir jetzt mit den Werten vergleichen, die in dem „Voluntary contributions by fund and by contributor“-Dokument angegeben werden. Daraus können wir dann schlussfolgern, ob die in „Schedule 2A“ angegebenen Werte alle freiwilligen Zuwendungen umfassen, oder nur einen Teil.
Für die in-kind Zuwendungen („Schedule 5)“: 146.270.922 US $. Was genau der gerundete Wert aus Tabelle 8.2 ist.
Die freiwilligen Zuwendungen aus Schedule 2A summieren sich zu: 3.624.121.848 US $. Das ist etwas weniger als in den „voluntary contributions“ in Tabelle 8.2 angegeben. Und zwar 32.328.152 weniger. Das heißt es gibt weitere „voluntary contributions“, die nicht in Schedule 2A enthalten sind.
Lassen sich die fehlenden Zuwendungen in den weiteren Tabellen („Schedules“) des „Voluntary contributions by fund and by contributor“-Dokument finden? Ich kann keine 32 Millionen entdecken.

Das heißt: Schedule 2A listet die freiwilligen Zuwendungen weitgehend vollständig auf, bis auf die Zuwendungen in Sach- und Dienstleistungen. Die anderen Schedules sollten demnach ergänzende Informationen zu bestimmten Aspekten beinhalten. Die Woher die „relativ kleine“ Differenz von 32 Millionen zwischen der Angabe in Schedule 2A und der Tabelle 8.2 stammen, kann ich nicht erkennen.

Wofür die WHO ihr Geld verwendet, davon kann mensch einen Eindruck auf dem Substack von James Roguski bekommen (jamesroguski.substack.com).

Was ich auf der WHO-Website nicht gefunden habe und vermisse sind Zeitreihen. Ein Blick auf die Entwicklung über 3-4 Jahrzehnte ist oft sehr hilfreich, um die gegenwärtige Situation besser einschätzen zu können.
Um Einschätzen zu können, welche Mittel die WHO benötigt, würde ich gerne wissen was ihre Aufgaben genau sind und wie die Mittel verwendet werden. Aber die Ausführungen zu den Mittelverwendungen sagen mir nichts. Siehe zum Beispiel das Programm für 2019-2023. Ich verstehe nicht, was die WHO macht. Alles mögliche, total wichtig für alle, oder so. Und es geht relativ speziell um viele einzelne Krankheitsbilder. Mein Unverständnis mag auch daran liegen, dass ich kein WHO-Experte bin. Aber ein Stöbern auf der Website hinterlässt mich eher ratlos.

Haushaltsgröße, Zusammensetzung, Entwicklung

Die Finanzen der WHO haben sich folgendermaßen entwickelt:

Quelle: dvgn.de

Die Y-Achsenangabe ist etwas eigenwillig rechts. Es wurde auf das Jahr 2015 deflationiert.

Es fällt auf, dass die Mitgliedsbeiträge seit den 1970igern auf dem gleichen Niveau bleiben. Die freiwilligen Zuwendungen von Staaten und Nicht-Staaten nehmen immer weiter zu: Um das Jahr 2000 haben sie die Höhe der regulären Mitgliedsbeiträge erreicht. In den 2000er Jahren verdoppeln sie sich innerhalb kurzer Zeit. In der Coronakrise werden Mehrausgaben der WHO ebenfalls ausschließlich über die freiwilligen Zuwendungen finanziert.

Offene Frage I: Warum steigen die freiwilligen Zuwendungen seit den 2000 stark an? Bestimmte Länder? Bestimmte Organisationen? Bestimmte Zwecke? Lassen sich hier Indizien für eine Übernahme der WHO finden, oder welche Gründe hatten die Geber?

Aus der Abbildung ergibt sich für die Jahre vor Corona, dass die vereinbarten Mitgliedsbeiträge, über die die WHO frei verfügen kann, etwa 25% der Haushalts ausgemacht haben. In der Coronazeit sinkt der Anteil auf 13%.

Finanziers

„Assessed Contributions“

„Assessed Contributions“ (AC) sind die vertraglich vereinbarten Mitgliedschaftsbeiträge.
Die Website dafür ist who.int/about/funding/assessed-contributions.

Wie groß ist die Beitragshöhe für ein Mitgliedsland?

Die Höhe der Pflichtbeiträge orientiert sich an dem Grad des Wohlstandes des Mitgliedstaates und seiner Bevölkerungszahl, wobei seit dem Jahr 1993 die Pflichtbeiträge eingefroren sind.26
Wissenschaftliche Dienste, bundestag.de

Der zu leistende Prozentsatz am Mitgliedschafts-WHO-Haushalt heißt „scale of assessment“.

Ich habe versucht das genaue Verfahren herauszubekommen, habe es aber nicht gefunden. Die genauen Sätze werden auf der UN-Hauptversammlung beschlossen. Vielleicht finden sich die genauen Vorschriften in den UN-Statuten.

Quelle: statista

„Voluntary Contributions“

Als „Voluntary Contributions“ (VC) werden die freiwilligen Zuwendungen an die WHO bezeichnet.

Wer sind nun die aktuellen Topzahler und wofür lassen sie ihr Geld ausgeben?

Ich habe dazu wieder die Tabellen von oben mit der Bezeichnung ➜“Voluntary contributions by fund and by contributor“ ausgewertet. Zunächst für die staatlichen Spender und zwar für 2020, 2021, 2022.

Freiwillige Zuwendungen in Mio US$. Alle Länder, die im Jahr 2022 mehr als 40 Mio US$ freiwillige Zuwendungen an die WHO überwiesen haben.

Es fällt auf, dass die Beiträge der Länder von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken können. Und es fällt auf, dass Deutschland in diesen Jahren konstant viel und mehr als andere Länder überwiesen hat.

Wie sieht es bei den Zuwendungen von nicht-staatlichen Organisationen aus?:

Freiwillige Zuwendungen in Mio US$. Alle Organisationen, die im Jahr 2022 mehr als 40 Mio US$ freiwillige Zuwendungen an die WHO überwiesen haben.

Bei den Organisationen fällt auf, dass die Gates-Stiftung konstant und viel überweist. Je nach Jahr ist sie auf Platz 2 oder 3 der Einzelspender. Dann hat es mich überrascht die EU-Commission hier zu finden. Das scheint mir doppelt gemoppelt. Was mich auch überrascht hat, dass dann auf den weiteren vorderen Plätzen andere UN-Organisationen auftauchen. Bei der Weltbank vermute ich, dass das Gelder der bei der Weltbank gehosteten Fonds sind, die Mittel eingeworben haben. Auf diese Weise ist leider nicht mehr erkenntlich, wer die eigentlichen Geldgeber sind.

Nächste Frage: Lässt sich herausfinden, was für welche Zwecke die Geber das Geld verwendet haben wollen?

Dazu gibt es eine Website, welche Geldflüsse aufschlüsselt (open.who.int/2020-21/contributors): Es wird zuerst gezeigt, welche Art von Funding getätigt worden ist. Die meisten der Zuwendungen werden als „specified voluntary contribution“ vergeben.

Specified voluntary contributions represent 88% of all voluntary contributions. They are tightly earmarked to specific programmatic areas and/or geographical locations and must be spent within a specified timeframe.
who.int

Aha, also „specified voluntary contribution“ steht für ein spezielles Themengebiet. Hier wäre es schön, wenn es eine Übersicht über die zur Auswahl stehenden Themengebiete samt Erläuterung geben würde.

Es wird dann gezeigt, wie die Gelder der einzelnen Geber über die verschiedenen WHO-Regionen fließen und dann in verschiedenen „Outcome“-Kategorien ausgegeben werden.

Ein bisschen was lässt sich schon erkennen. Beispielsweise sind mehr als die Hälfte der Mittel der Gates-Foundation in das Polio-Programm geflossen.

Andererseits kann ich mir schwer vorstellen, dass der deutsche Überbringer des Geldes der WHO sagt, dass von dem gespendeten Geld 2,88% für das „Special Program on Training and Research in Tropical Diseases (TDR)“ ausgegeben werden soll.

Fazit: Hier braucht es einen Fachmann, wenn aus den speziellen Zweckbindungen der freiwilligen Zuwendungen etwas für oder gegen die These eines WHO-Diktaturversuchs abgeleitet werden soll.

In einem tkp.at-Beitrag ist noch etwas aufgetaucht, mit dem sich ein weiterer Zipfel zupfen lässt, wer sein Geld wofür ausgegeben haben will. Und zwar eine interaktive Grafik der Power-Bi App von Microsoft mit der aufbereitet wird, wer die Corona-Maßnahmen der WHO finanziert hat (app.powerbi.com). Hier die Grafiken für 2020 bis 2023:

Und es zeigt sich, dass Deutschland einen erheblichen Anteil an der Finanzierung der WHO-Coronamaßnahmen hat.

Danksagungen geben hin und wieder auch einen Hinweis, wessen Gelder für welche Zwecke verwendet worden sind. Beispielsweise hier in dieser Danksagung für die Erstellung einer Richtlinie zum digitalen Impfpass:

This work was funded by the Bill and Melinda Gates Foundation, the Government of Estonia, Fondation Botnar, the State of
Kuwait, and the Rockefeller Foundation. The views of the funding bodies have not influenced the content of this document.
who.int

Wieviel Prozent der freiwilligen Zuwendungen sind zweckgebunden und wieviel frei verfügbar?

Auf der Seite who.int/about/funding heißt es, wohl bezogen auf das „budget bienniell“ 2020-21:

Core voluntary contributions are fully unconditional (flexible), meaning WHO has full discretion on how these funds should be used to fund the programmatic work of the Organization. These represent 4.1% of all voluntary contributions. 

Wobei ich die 4.1% in der Tabelle nicht nachvollziehen kann. Die 4.1% würden zu der Spalte „voluntary contributions – core“ der ausgewerteten Tabelle für 2022 passen. Die auf das Zitat folgende Abbildung bezieht sich aber auf 2020-21. In den Tabellen für 2020 und 2021 ist der Anteil dieser Spalte am Gesamtaufkommen aber fast 10%.
Sagen wir also: Über den Daumen gepeilt liegen die Zuwendungen ohne Zweckbindungen im einstelligen Prozentbereich der freiwilligen Zuwendungen.

Wie groß ist der Anteil der Privaten an der Finanzierung der WHO?

Die Pflichtbeiträge werden von den Mitgliedsländern bezahlt. Da sind die Privaten also nicht mit beteiligt. Das war von Corona 15-20%, während Corona noch 13%.

Die freiwilligen Zuwendungen werden von unterschiedlichen Akteuren getätigt. Fangen wir an, wieviel die Mitgliedsländer freiwillig spenden.

Welcher Anteil an den freiwilligen Zuwendungen haben die Mitgliedsstaaten?

Und an der Stelle wird es dann unübersichtlich. Auf der Seite who.int/about/funding gibt es zwei schöne Grafiken zu freiwilligen staatlichen Zuwendungen. Aber keine Informationen über Höhe und Verwendung von freiwilligen Zuwendungen der Nicht-Mitgliedsstaaten.

Es gibt eine Aufstellung der WHO namens ➜“Voluntary contributions by fund and by contributor“ für 2022. Es handelt sich um eine Aufstellung zur Information des Weltgesundheitstages 2023.

Dort findet sich die Summe der freiwilligen Zuwendungen der Mitgliedsstaaten: 2,28 Mrd US$.
Und die Summe der Zuwendungen insgesamt: 3,62 Mrd US$.
Demnach stammen 1,34 Mrd$ von Nicht-Mitgliedsstaaten. Oder in Prozent ausgedrückt: Die Zuwendungen der Nicht-Mitgliedsstaaten an den freiwilligen Zuwendungen beträgt etwa 37%.

Das ist schonmal ein Ergebnis. Es hat sich aber gezeigt, dass die Zuwendungen von Jahr zu Jahr stark schwanken. Daher ist die Betrachtung über mehrere Jahre anzuraten.

In der Informationstabelle für den Weltgesundheitstag 2022 mit den Daten für 2021 sehen die Zahlen wie folgt aus:
Zuwendungen der Mitgliedsstaaten: 1,95 Mrd US$.
Zuwendungen insgesamt: 3,33 Mrd US$.
Demnach von Nicht-Mitgliedsstaaten: 1,38 Mrd$,
was einem Anteil von 41% an den freiwilligen Zuwendungen entspricht.

Schauen wir uns noch die Aufteilung für ein Jahr, das vor Corona liegt, an:
Informationstabelle für den Weltgesundheitstag 2020 mit den Daten für 2019 sehen die Zahlen wie folgt aus:
Zuwendungen der Mitgliedsstaaten: 1,19 Mrd US$.
Zuwendungen insgesamt: 2,44 Mrd US$.
Demnach von Nicht-Mitgliedsstaaten: 1,25 Mrd$,
was einem Anteil von 51% an den freiwilligen Zuwendungen entspricht.

Fazit: Über den Daumen gepeilt liegt der Anteil der Zuwendung Nicht-Mitgliedsstaaten an den freiwilligen Zuwendungen bei etwa 45%, wobei der Anteil von Jahr zu Jahr schwankt.

Update 2023-03
Nächste Frage: Welche Akteure tätigen die freiwilligen Zuwendungen der Nicht-Mitgliedsstaaten?
Ich habe für eine erste Abschätzung wieder die Tabellen von oben mit der Bezeichnung ➜“Voluntary contributions by fund and by contributor“ ausgewertet. Und zwar für 2020, 2021, 2022.

Freiwillige Zuwendungen in Mio US$. Alle Organisationen, die im Jahr 2022 mehr als 40 Mio US$ freiwillige Zuwendungen an die WHO überwiesen haben.

Wenn wir also die Top 8 der nicht-mitgliedsstaatlichen Spender betrachten, dann sehen wir, dass eine davon die EU-Kommission ist und 4 davon aus dem UN-Bereich kommen. Private Organisationen sind die Gates-Stiftung und Rotary. Bei ➜Gavi ist es gemischt staatlich / privat. Das heißt ein beachtlicher Teil der nicht-mitgliedsstaatlichen Akteure sind andere Organisationen der Mitgliedsstaaten.

Nächste Frage: Wie groß ist der Anteil der privaten Spender am WHO Budget?

Mengenmäßig überschlage ich aus der vorstehenden Abbildung ein Verhältnis von EU+UN-Institutionen zu Privaten an den freiwilligen nicht-mitgliedsstaatlichen Zuwendungen mit 50%/50%.

Damit können wir grob den Gesamtanteil der Privaten an der Finanzierung der WHO errechnen: Anteil freiwilliger Beiträge in der Coronazeit (100-13)% = 87%. Davon leisten nicht-mitgliedsstaatliche etwa 45%. 45% von 87% sind 39%. Von diesen 39% spenden sie – gemäß den Top 8 der nicht-mitgliedsstaatlichen Spender geschätzt – 50%. 39% * 50% macht insgesamt etwa 20%.

Ergebnis: Die Schätzung ergibt, dass private Organisationen 20% zum Haushalt der WHO beitragen.

(vgl. ähnlich: Finanzierung#Die grössten Geldgeber der WHO 2020-2021, auf globale-gesundheit.com)

Diskussion: Das ist schon eine Überraschung, weil in der WHO-kritischen Diskussion hier auch deutlich höhere Prozentsätze genannt werden. Beispielsweise ist in einem Artikel der Frankfurter Rundschau von 2018 von 80% die Rede. Wenn wir die bisherige Argumentation Revue passieren lassen, gibt es eine mögliche Erklärung dafür: Wahrscheinlich haben die Redakteure der Frankfurter Rundschau alle Zahlungen außer den Pflichtbeiträgen der Mitgliedsländer den Privaten zugerechnet. Ein nächster Schritt ist zu erkennen, dass auch die Mitgliedsstaaten einen großen Anteil an den freiwilligen Zahlungen haben. Das reicht aber auch noch nicht. Es ist dann noch zu festzustellen, dass von den verbleibenden freiwilligen Zahlungen etwa die Hälfte durch die EU-Kommission und UN-Organisationen geleistet wird. So dass am Ende von den 80% eben nur 20% Zahlungen von den Privaten übrig bleiben.
Diese Erkenntnis ist insofern lästig, als sich mit einem hohen Anteil der Privaten an der Finanzierung der WHO einfach und plausibel begründen ließe, warum die WHO nicht im Interesse der Menschen in den Mitgliedsländern handelt. Bei 20% Anteil finde ich das Argument als nicht mehr so stark. Um den Verdacht zu untermauern, dass die WHO nicht aus Interesse der Menschen in den Mitgliedsländern handelt, plädiere ich deshalb dafür, die Begründung der Sorge, dass die WHO aus anderen Interessen als der Interessen der Menschen in den Mitgliedsländern handelt, auf eine breitere Basis zu stellen.
Siehe dazu ➜Teil III: In wessen Interesse handelt die WHO?

Indirekte freiwillige Zahlungen, Einfluss um’s Eck

Wenn ein Staat oder eine Organisation der WHO unmittelbar Zuwendungen zuteil werden lässt, dann ist offensichtlich, dass dieser Staat die Verwendungsrichtung der Mittel mitbestimmen kann. Wobei die Art und Weise der tatsächlichen Einflussnahme schon schwierig nachzuvollziehen ist.

Gelder fließen aber auch indirekt an die WHO. Die Beeinflussung geht in Stufen, über das Umfeld an die WHO. Zum Beispiel

Gelder an einen Fond bei der Weltbank überweisen. Die Weltbank übergibt die Gelder an die WHO.

Fördern einer Stiftung – zum Beispiel der Gates Stiftung – und die zahlt dann Gelder an die WHO.

Überweisung von Geldern an UNICEF und die zahlen an die WHO.

Überweisung von Geldern an die EU und die EU-Kommission zahlt an die WHO.

Das ganze Einflusskarussell wird noch unübersichtlicher, wenn berücksichtigt wird, dass das WEF berichtet, viele Regierungen der Welt unterwandert zu haben. Dann haben wir so eine Kette: Jemand beeinflusst das ➜WEF, das WEF Regierungen, die fördern zum Beispiel GAVI und GAVI überweist dann Geld an die WHO. Dadurch entsteht ein subtiler Gleichstrom von vielen Akteuren.

Beispiele

Aus einem Beitrag von tkp.at mit dem Titel Deutschland finanziert Gates-Projekte mit 3,8 Milliarden Euro:

Die Bill & Melinda Gates Stiftung wird vom deutschen Steuerzahler massiv gefördert. Insgesamt fließen 3,8 Milliarden Euro in die einflussreiche Stiftung von Bill Gates. 3,35 Milliarden sind dabei direkte Förderungen, die nicht projektgebunden sind. […] 31 Projekte und Programme gibt es, an denen auch die Gates-Stiftung beteiligt ist. 24 Projekte werden ausschließlich mit der Gates-Stiftung abgearbeitet. […] Eine Evaluierung gibt es nur bei drei der 31 Projekte. […] Die Projekte umfassen dabei den Zeitraum 2017 – 2030. Die meisten Projekte hatten allerdings den Zeitraum 2020 – 2023 als Zeitrahmen. […]

Deutschlad trägt jährlich rund 38 Milliarden Euro zum Budget der EU bei.  Das macht rund 23% des Haushaltes der EU aus. 23% der 659,62 US-Dollar, die die EU-Kommission an die WHO durchreicht, rund 151,7 Millionen US-Dollar, wurden deutschen Steuerzahlern entwendet.
sciencefiles.org

Gates überweist über seine Stiftung den zweit oder drittgrößten Einzelbetrag an die WHO. Aber seine Stiftung ist auch an diversen Pharmaunternehmen beteiligt. Und die spenden auch wieder der WHO.
Ich habe dazu diesen Absatz gefunden, aber keine Quelle dazu: „Bill Gates vermehrt sein Geld u. a. durch Investitionen in mächtige Pharmakonzerne wie Novartis, GlaxoSmithKline (die ersten Pharmafirmen, die die WHO „unterstützten“), Roche, Sanofi, Gilead, Pfizer und Biontech. So kann er über seine Stiftung bestimmen, welche Projekte bei der WHO Priorität haben.“

Beschluss zu „nachhaltiger Finanzierung“ 2022

Der immer größer werdende Anteil der freiwilligen, zweckgebundenen Zuwendungen am WHO-Budget, wurde als zu weitgehend befunden, als zu sehr die Entscheidungsfreiheit einschränkend. Daher wurde auf dem Weltgesundheitstag 2022 (WHA75) beschlossen, dass die vereinbarten Mitgliedsbeiträge spätestens im Budget 2030–2031 50% des Budget ausmachen sollen. (who.int)

Wie ist das zu bewerten?

Erster Gedanke: Mehr allgemeines Budget, weniger zweckgebundene Zuwendungen, kann ich nachvollziehen. Aber die relative Formulierung stört mich: Was wenn die freiwilligen Zuwendungen steigen? Sollen dann automatisch auch die Mitgliedsbeiträge steigen? Also nochmal genauer nachlesen. Das Dokument mit der Entscheidung ist dieses hier. Dort heißt es (Seite 6, Fußnote 1):

[…] to reach a level of 50% of the 2022–2023 base budget1 by the biennium 2030–2031 […]
 
1 The baseline will be fixed to the base segment of the approved Programme budget 2022–2023 (resolution WHA74.3
(2021)) in order to provide certainty to Member States. This is without prejudice to the adoption of subsequent scales of
assessment by the Health Assembly.

Also kein Aufschaukelmechanismus, bei dem mit einer Erhöhung von freiwilligen Zuwendungen nicht-staatlicher Akteure auch die Mitgliedsbeiträge angehoben werden, sondern die Mitgliedsbeiträge orientieren sich mit festem Bezug auf das base budget von 2022-2023.

Wäre noch die Höhe des zugrundegelegten Basis-Budgets zu diskutieren. Was sind die Aufgaben der WHO? Wo ist die Grenze? Wie kann der Tendenz fast aller Organisationen Einhalt geboten werden, immer weiter wachsen zu wollen? Woran lässt sich eine effektive Mittelverwendung erkennen?
In obigen Beschluss wird das Thema auch aufgegriffen, zumindest von der Effizienzseite:

(a) that governance, transparency, accountability, efficiency and compliance be strengthened through a number of initiatives including, but not necessarily limited to:
 
(i) mechanisms to be put in place for robust oversight with sufficient time by the World Health Assembly, the Executive Board and the Programme, Budget and Administration Committee of the Executive Board of all initiatives in terms of results, potential overlaps
with existing initiatives, […]

Was im Umkehrschluss auch bedeutet, dass Stand Mai 2022 die WHO nicht wirklich Überblick über ihre Aktivitäten hatte. Und die noch grundlegendere Frage, welche Aufgaben besser lokal oder bei den Mitgliedsstaaten gelassen werden, diese Frage wird in dem Beschluss nicht gestellt.

Stimmen und Meinungen

“ Nach dem Finanzbericht der WHO für das Jahr 2022 befinden sich Hoffmann-La Roche, Johnson & Johnson, Novartis, Merck, Sanofi-Aventis, die größten Pharmakonzerne der Welt, und die größten philanthropischen Stiftungen wie Bill & Melinda Gates Foundation, Rockefeller Foundation unter den Sponsoren. s. https://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA76/A76_INF2-en.pdf
mwgfd.org

Die Frankfurter Rundschau konstatierte schon 2018, dass die WHO längst ihre Unabhängigkeit verloren hat. Durch viel zu geringe Pflichtbeiträge der Mitgliedsländer wurde die WHO in die Arme der Pharmaindustrie und philanthropischer Stiftungen getrieben (s. https://www.fr.de/panorama/vorsicht-10962409.html). „Lukrative Medikamenten- und Impfprogramme werden seitdem von der WHO gefördert, von Basisgesundheitssystemen ist keine Rede mehr. Die WHO macht also Politik für ihre Spender.“ – verkündete ganz offen die Frankfurter Rundschau. An diesem Zustand der WHO hat sich nichts geändert, denn die Zahl der Spender wurde nicht weniger (s. Finanzbericht der WHO für das Jahr 2022: https://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA76/A76_INF2-en.pdf).
mwgfd.org

Update 2024-05
In einer eigenständigen Analyse der WHO-Finanzierung vergleicht Oberrauch die Finanzierung der WHO durch private Gelder mit den Regelungen, die für die Annahme von Spenden und Geschenken im öffentlichen Dienst gelten (auf salto.bz, Abschnitt zu Korruption). Beispielsweise:

Sehr geehrter Architekt Dr. Oberrauch,
 
wie bereits telefonisch mitgeteilt, gilt gemäß Art. 4 des Verhaltenskodes für das Personal der Autonomen Provinz Bozen (BLR vom 28. August 2018, Nr. 839) Folgendes: „… Wir nehmen weder für uns selbst noch für andere Geschenke oder sonstige Vorteile an, mit Ausnahme jener gelegentlicher Art und geringfügigen Wertes, die im Rahmen des höflichen Umgangs üblich sind“.

Ausgaben

Update 204-06-05
Die folgenden Angaben stammen aus dem Beitrag Wohin fliesst eigentlich all das Geld der WHO? auf vereinwir.ch.

Also:
Jede Menge Personal (> 8.000 Mitarbeiter). 10% der Personalkosten für medizinische Güter, der größte Batzen sind vertragliche Leistungen.

Darüber hinaus ist die WHO wegen der Beauftragung privater Strategieberater in die Kritik geraten. Zu den Profiteuren gehören offenbar die üblichen Verdächtigen wie die Boston Consulting Group und McKinsey.

WHO-Organisationsdetails

Bei der Recherche bin ich auf eine Vielzahl von Arbeitsgruppen, Committees und Projekte gestoßen, die für ich als Außenstehender unübersichtlich gewirkt haben. Ich sammle sie hier als eine erste Orientierung, was es so alles gibt.

Update 2024-06
WHO Science Council (who.int)
„The Science Council was established in April 2021 by the Director-General of the World Health Organization to provide guidance on the science and research strategy of the organization.“
Die ersten beiden Veröffentlichungen gehen über Genomik und mRNA.
Für eine kritische Besprechung siehe Ehden Biber (substack.com, rumble.com)

Zu diversen Fonds siehe ➜Finanzierungsorganisation.

the WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence
Das dürfte der Hub beim RKI in Berlin sein. Siehe ➜Teil I: Überwachung WHO-Hub.

the WHO BioHub system

the Global Health Emergency Corps

the Universal Health and Preparedness Review

IFFM – International Facility Finance for Immunization
Diese Finance Facility haben GAVI, Weltbank und WHO vereinbart. (tkp.at)

Auf der WHO-Website (https://who.int) gab es unter dem Stichwort keine Treffer.

Eine Minimalsuche im Netz ergab einen Treffer für gavi.org. Demnach wurde die Facility 2006 gegründet und dient Gavi als Finanzierungsinstrument für ihre Impfpromotion (gavi.org). Website der Finance Facility (iffim.org).

Global Preparedness Monitoring Board (GPMG) – ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank im Jahr 2018 eingerichtetes Gremium.
Website: gpmb.org. Jahresbericht für 2023.
Tedors kommentiert den Jahresbericht und mahnt zur schnelleren Arbeit an den Pandemieverträgen, auf uncutnews.ch.

IOAC – Independent Oversight and Advisory Committee for the Health Emergency Programme
Website: who.int
Das Committee hat einen Bericht veröffentlicht, dieser Bericht ist Teil der Begründungsliteratur für die Ausarbeitung der neuen Verträge. Die EU soll sich auch darauf beziehen. Mehr zu dem Bericht in Teil I.

MSWG – Report of the Member States Working Group
Eine Arbeitsgruppe aller Staaten. Sie hat einen Bericht über die Notwendigkeit zu Reformen verfasst, Ende 2021. pdf (Download von sciencefiles.org).

Eine Suche auf der WHO Website (https://who.int) ergibt, dass es mehrere „Member States Working Groups“ gibt. Zum Beispiel eine zu „sustainable financing“. Eine „on Strengthening WHO preparedness and response to health emergencies“ – das ist obige. Eine „tasked with developing the SDGs.“

Um einzuschätzen, welches Gewicht der Aussage des Berichts beizumessen ist, wäre die Zusammensetzung und die Arbeitsweise dieser Gruppen von Interesse. Dazu war aber auf der WHO-Website und in dem pdf nichts zu lesen.

PRET – WHO-Initative zur Pandemievorbeugung
Scheint mir eine Arbeitsgruppe zu sein, die das jetzt macht, oder die Länder dazu instruieren möchte, was später dann im Rahmen von WHO CA+ und der überarbeiteten IHR erfolgen soll.

PRET-pdf: who.int

Besprechung auf tkp.at.

UNFPA – United Nations Population Fund –
Finanzierungsfonds der WHO
„Zur Finanzierung ihrer zahlreichen Programme wurde ein eigener Finanzierungsfond, der UNFPA, gegründet. Geldgeber sind auch hier neben einigen Regierungen private Geldgeber, u.a. die Gates-Foundation.“ (afaev.eu)
Fragen:
Warum heißt der Fund United Nations … und nicht WHO … ?
Tauchen die Gelder für den Fund im WHO- oder UN-Haushalt auf?
Warum kommen afaev.eu zu der Überzeugung, dass es um „zahlreiche Programme“ geht? Auf der Website des Fonds wird Reproduktionsgesundheit thematisiert.

Update 2023-11-05
WHO Listed Authority (WLA) – Eine WHO Listed Authority (WLA) ist eine Regulierungsbehörde, die nachgewiesen hat, dass sie alle relevanten Indikatoren und Anforderungen erfüllt.
Liste mit allen WLAs
Erläuterungen zu WLAs anlässlich der Ernennung von swissmedic als WLA, auf swissmedic.ch.

siehe zu weiteren WHO-Gremien Teil I: Organisationswachstum

Die WHO […] verfüge bereits heute über 40 unpublizierte Verträge mit großen Technologieunternehmen
Dr. Beate Sybille Pfeil zitiert nach transition-news.org

Dokumente

IHR Benchmarks

Update 2024-04
WHO benchmarks for strengthening health emergency capacities
pdf auf who.int

Dabei zeigen jüngere Veröffentlichungen, dass die WHO seit der Corona-Pandemie solchen von ihr sogenannten öffentlichen Gesundheits- und Sozialmaßnahmen (auf Englisch: Public Health and Social Measures, PHSM) große Bedeutung beimisst. So wurde in den Benchmarks, die messen, ob Mitgliedstaaten die Anforderungen der IGV erfüllen, im Januar dieses Jahres erstmals ein Benchmark zur Umsetzung von PHSM aufgenommen.
Berliner Zeitung

Managing epidemics (2018)

Update 2024-04
Managing epidemics: key facts about major deadly diseases
pdf auf who.int

Dabei bezeichnete das WHO-Handbuch „Epidemien managen“ („Managing Epidemics“) noch 2018 Quarantäne als „für viele heutige Gesellschaften inakzeptabel“ und Maskentragen sogar kranker Menschen als „extreme Maßnahme“. Das zeigt eine Normalisierung der Corona-Maßnahmen als Blaupause für den nächsten Gesundheitsnotstand.
Berliner Zeitung

Teuer, Technik – Ja;
billig, naturnah – Nein

Ein im Raum stehendes Motiv, warum die WHO eine diktatorische Machtübernahme anstreben könnte, sind Profite von Unternehmen aus dem Gesundheitssektor zu mehren. Ein Indiz dafür wäre, wenn die WHO naturnahe günstige Mittel zur Gesundheitsförderung in ihrer Anwendung zu reduzieren sucht und anderseits Produkte mit größeren Gewinnspannen fördert. Gibt es dafür Beispiele?

Ein Beispiel: Die WHO streicht natürliche Immunität aus der Definition von Herdenimmunität. Hat die WHO wieder zurückgenommen. Aber wer kommt auf eine solche Idee? (➜Herdenimmunität – WHO definiert zwischenzeitlich ohne natürliche Immunität)

Dann gibt es Hinweise, dass die WHO-Behandlungsrichtlinien zur Behandlung von Covid hier reinpassen würden, d.h. von den einfachen Maßnahmen zur Grundstärkung abraten und teurere Behandlungen empfehlen. Leider habe ich noch keine Belege gefunden, dass die Anweisungen dazu direkt von der WHO gekommen sind. Siehe Diskussion dazu in Teil III (hier).
Als Indiz in diese Richtung möchte ich werten, dass mir in der ganzen Coronazeit von keiner öffentlichen Einrichtung geraten worden wäre, mal den Vitamin D Spiegel zu überprüfen.

Und dann gibt es den Skandal mit der Muttermilch:

Keine Muttermilch (1950er)

Ich zitiere einen Post aus dem Telegramkanal von Henning Rosenbusch (https://t.me/c/1732172120/243):

  • „In den 1950er Jahren sprach die WHO eine strenge Warnung aus. Mütter sollten aufhören zu stillen, weil der Brustwarzenhof Bakterien und Viren beherberge, die für das Baby schädlich seien. Sofort begannen unzählige Frauen, ihre Babys von der Brustwarze wegzunehmen.
  • Zeitgleich mit dieser Warnung kam das rettende Produkt auf den Markt: S 26 Milchpulver, und dahinter die Firma Nestlé.
  • Wir erinnern uns, wie oft wir auf der Verpackung von Nestlé-Milch, Vevey – Schweiz, gelesen haben.
  • Zu diesem Zeitpunkt trat der in Mendoza geborene Kinderarzt Dr. Florencio Escardó wie ein Quijote auf, um diese Barbarei und diesen schändlichen kommerziellen Betrug anzuprangern. Auf seinen Podien hat er einen ungleichen Kampf gegen die kommerziellen Interessen geführt, die den Planeten beherrschen. Dr. Escardó sagte, dass Angst und Vernachlässigung die Menschen viel kränker machen als Bakterien und Viren, und dass die wahllose Nutzung des Fernsehens das Opium des Volkes mit Hauslieferung sei.“
  • — G. Maturano

Fazit

Die Anzahl der zusammengetragenen Indizien ist sehr klein. Ich habe zudem keinen Überblick über die vielen Maßnahmen der WHO. Allerdings finde ich die vorhanden Indizien drastisch. Von Muttermilch abraten und natürliche Immunität aus der Herdenimmunität herausdefinieren, spricht für eine sehr einseitige Orientierung auf technisch hergestellte, vermarktbare Hilfsmittel.

Definitionsänderungen für mehr Pandemien?

Definitionosen

Die Anzahl der Pandemien und jetzt mit Corona auch die vermeindliche Schwere wurde gegenüber den älteren Pandemien durch Änderungen der Definitionen verursacht. Ich möchte hierfür analog des Begriffs ➜„Zoonose“ den Begriff „Definitionose“ vorschlagen.

Aktuell möchte ich eine Warnstufe für eine weitere Definitionose ausrufen, die sich in den kommenden Jahren weltweit ausbreiten könnte, und von der ➜EU in die Vertragsvorschläge eingebracht worden ist, eine Änderung der Definition eines Gesundheitsnotstandes hin zu einer „pandemischen Situation“.

Pandemiedefinition 2009+

Zitiert aus einem Beitrag der Anwälte für Aufklärung (afaev.eu).

Kurz vor dem Auftreten der Schweinegrippe, der H1N1-Influenza zum 11. Juni 2009, änderte die WHO plötzlich ihre Definition einer Pandemie:

„Die Pandemiephase ist gekennzeichnet durch Ausbrüche auf lokaler Ebene in mindestens einem anderen Land in einer anderen WHO-Region zusätzlich zu den in Phase 5 definierten Kriterien= der Ausbreitung des Virus von Mensch zu Mensch in mindestens zwei Ländern einer WHO-Region“.

Die bisherigen wesentlichen Kriterien der hohen Morbidität und Mortalität waren gestrichen. (Siehe bspw. who.int von 2003 auf web.archive.org) Obwohl keine echte Gefahrenlage verifizierbar war, rief die damalige Generaldirektorin der WHO, Magret Chan, eine Pandemie aus. Folge war auch hier die rasche Produktion und Zulassung von Impfstoffen.

Damit gingen dann auch Krankheiten mit weniger als 1.000 Tote weltweit als Pandemie durch.
(➜Teil I: Wie groß ist die Gefahr von Pandemien?)
(Pandemiedefinition bis 2009 auf archive.org)

Bei Wikipedia findet sich eine Passage, aus der hervorgeht, dass die WHO 2013 den Pandemiebegriff – tja was, also jedenfalls – nicht mehr für das Management von Influenza verwendet:

Die ab 2009[22] als Antwort auf die Ausbreitung der Vogelgrippe H5N1 von der Weltgesundheitsorganisation festgelegte Definition der Phase 6, bei einer Pandemie handele es sich um „epidemische Ausbrüche in mindestens zwei der sechs WHO-Regionen“,[23] ist in den seit 2013 gültigen und 2017 erneut bearbeiteten Leitlinien der WHO für das Pandemic Influenza Risk Management nicht mehr enthalten;[…] Auslöser der abermaligen Änderungen war ein kritischer Rückblick auf die für die Bewältigung der Schweinegrippe-Pandemie (2009/10) gesammelten Erfahrungen. Als Folge dieses kritischen Rückblicks stellen seit 2013 weniger formale Kriterien und stärker „Risiko-basierte Betrachtungsweisen“ (a risk-based approach) die Grundlagen der Phasen-Definition durch die Weltgesundheitsorganisation dar.[24]

In 2020 findet sich ein Ersetzen des Pandemiebegriffs zu Beginn der Covid-19-Phase durch den Begriff „Public Health Emergency of International Concern (PHEIC).“
mwgfd.org, S. 4, keine Angabe Originalquelle

PS: Siehe zu den Änderungen des Pandemiebegriffs auch
Beate Bahner 2024, Kapitel 8.2.
Du kennst eine weitere gute Darstellung zu den Änderungen der Pandemiedefinition und ihrer Anwendung? Gerne mailen!

Update 2024-04
In dem Buch Die Untersuchung – Drei Jahre Ausnahmezustand: Ein wegweisendes Gespräch mit künstlicher Intelligenz. (ChatGPT) von Ulrike und Tom Lausen gibt es auch ein Kapitel über den Pandemiebegriff, insbesondere über die Definitionsänderung 2009 und dessen Vor- und Nachteile (Im Buch S. 53, in der Leseprobe S. 10). Zitat:

Nachteile der neuen Definition:
Kann zu einer Überreaktion führen, da die Schwere der Krankheit
Die Definition einer Pandemie nicht berücksichtigt wird, was unnötige Angst und kostspielige Maßnahmen auslösen könnte. […]

Covid-Tote: Änderung der Totenscheinregeln

Zu Beginn der Corona-Pandemie hat die WHO die Regeln für die Ausfüllung von Totenscheinen geändert. Damit wurde die Anzahl der Toten bei denen als Ursache Covid-19 auf dem Totenschein steht, deutlich erhöht. Die Anzahl der Covid-19 Toten ist damit nicht mehr mit den Todeszahlen vorangegangener Pandemien vergleichbar.

Bei der folgenden Darstellung stütze ich mich auf Cause of Death: A Primer, auf wattsupwiththat.com.

Was ist passiert? Grundlagen. Ein Totenschein enthält einen Part I mit einer Zeile für die Krankheit, die den Tod herbeigeführt hat. Dann gibt es Zeilen für eine Ereigniskette, die zum Tod geführt hat. Und dann gibt es die unterste Zeile, in der die dem Tod zugrundeliegende Krankheit aufgeführt wird. Dann gibt es einen Part II, in dem weitere beitragende Faktoren eingetragen werden können, die aber nicht unmittelbar zum Tod geführt haben. Also eine recht differenzierte Beschreibung der Todesursachen. (WHO-Website zu Todeszertifikaten)

Mit der Möglichkeit mehrere Eintragungen zu machen, entsteht ein etwas runderes Bild, dessen was passiert ist, aber es ist natürlich trotzdem stark abhängig, wie der Arzt, der den Totenschein ausstellt, die Lage beurteilt.

Bottom Line:  Cause of Death determination and reporting is complicated and highly dependent on the training and opinion of the person making the report.

In den Leitlinien der WHO zur Klassifikation von Covid-19 als Todesursache (Downloadseite, pdf) vom 20. April 2020 der WHO ist nun zu lesen (Seite 3):

A- RECORDING COVID-19 ON THE MEDICAL CERTIFICATE OF CAUSE OF DEATH
 
COVID-19 should be recorded on the medical certificate of cause of death for ALL decedents where the disease caused, or is assumed to have caused, or contributed to death.  

Also, Covid-19 ist als Todesursache für alle Verstorbenen anzugeben, bei denen Covid-19 den Tod verursacht hat, angenommen wird, dass es den Tod verursacht hat, oder zum Tod beigetragen hat. Alles in einen Topf.

Tom Lausen ordnet diese Definitionsweise der WHO von Covid-19-Toten als eine Verfahrensweise für häufige Erkrankungen ungeklärter Herkunft ein (telegram):

Denn COVID-19 zählt zu plötzlich neu auftretenden häufigen Erkrankungen mit noch ungeklärter Genese. Solche Erkrankungen werden mit einem sog. „Ausrufezeichencode“ kodiert. Diese haben laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (pdf) (BIB) bei der Erfassung des Grundleidens immer Vorrang. Deshalb sieht es so aus, als gehen 7 % aller Todesfälle direkt auf Covid-19 zurück.

2 DEFINITION FOR DEATHS DUE TO COVID-19
 
A death due to COVID-19 is defined for surveillance purposes as a death resulting from a clinically compatible illness, in a probable or confirmed COVID-19 case, unless there is a clear alternative cause of death that cannot be related to COVID disease (e.g. trauma).

Immerhin: Bei Tod wegen Unfall oder Herzinfarkten (?!) soll Covid-19 nicht als Todesursache, sondern bei den beitragenden Faktoren notiert werden (Seite 3, 7). Aber was unter Covid-19-Tod verstanden werden soll, ist weit definiert: Tod, der von einem klinisch passendem Krankheitsbild, oder einem wahrscheinlichen oder bestätigtem Covid-19 Fall herrührt.

Die Wirkung dieser Totenschein Regeländerung auf die Zahl der Covidtoten wird noch potentiert, nämlich durch die Definition, was als wahrscheinlicher Covid-19 Fall gilt. Für Deutschland hat das RKI definiert, was ein Covid-19 Fall ist (Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) (SARS-CoV-2), Stand vom 23.12.2020, pdf).

Klinisches Bild
Klinisches Bild eines COVID-19, definiert als mindestens eines der drei folgenden Kriterien:
 
– akute respiratorische Symptome jeder Schwere,
– neu aufgetretener Geruchs- oder Geschmacksverlust,
– ►krankheitsbedingter Tod

Also: Bisschen Husten? Covid-19. Geschmacksverlust? Covid-19. Positiver Antigenschnelltest? Covid-19 (Labordiagnostischer Nachweis). Wohnt mit jemand zusammen, der einen positivien Antigenschnelltest hatte? Covid-19 (Epidemiologische Bestätigung).

Mir ist nicht bekannt, dass die WHO versucht hätte dafür zu sorgen, dass Zahlen erhoben werden, die zumindest versuchen zwischen an und mit Corona verstorben zu differenzieren.

Absehbare Folge dieser Definitionsänderung: Es gibt keine Zahlen dazu, wieviel Tote aufgrund Corona es denn nun gegeben hat. So steht es auch in der Zusammenstellung des RKI für die Jahre 2020-2023:

Am 15. Juni 2023 hat das RKI die Zahlen er Todesfälle veröffentlicht (einen Monat verspätet), welche laut RKI in den Jahren 2020/2021/2022/2023 (bis 15.Juni 2023) an Covid-19 verstorben sind. Das RKI hat in der veröffentlichten Excel-Tabelle die Zahlen präsentiert, welche „AN Covid-19“ und in „Verbindung MIT Covid-19“ verstorben sind. Das auf Basis dieser veröffentlichten Daten keine Berechnung der „tatsächlichen Todesfälle“ möglich ist, welche „ausschließlich AN Covid-19“ verstorben sind, da weder Autopsien, noch sonstige Untersuchungen seitens des RKI und der Bundesregierung eingeleitet wurden, ist offensichtlich.
tkp.at

Herdenimmunität – WHO definiert zwischenzeitlich ohne natürliche Immunität

Der folgende Text ist eine verkürzte Fassung des Beitrags WHO sagt in entscheidenden Fragen das Gegenteil der Wahrheit auf tkp.at. Bis Oktober 2020 definiert die WHO Herdenimmunität so:

„Herdenimmunität ist der indirekte Schutz vor einer Infektionskrankheit, der eintritt, wenn eine Population entweder durch eine Impfung oder eine durch frühere Infektionen entwickelte Immunität immun ist.“

Ab Oktober 2020 dann

„Herdenimmunität“, auch bekannt als „Populationsimmunität“, ist ein Konzept, das für Impfungen verwendet wird, bei denen eine Population vor einem bestimmten Virus geschützt werden kann, wenn ein Schwellenwert für die Impfung erreicht wird.

Bemerke: Die Immunität, die Menschen in der natürlichen Auseinandersetzung mit einem Erreger erhalten, ist nicht mehr Bestandteil der Definition. Die WHO, die vorgeblich dazu da ist, Gesundheit der Menschen zu fördern, lässt die natürliche Immunität unter den Tisch fallen.

Bewertung: Das werte ich als Indiz, dass bei der WHO die Verabreichung von Impfungen höher gewichtet wird, als die Gesundheit der Menschen.

Das war wohl zu absurd und ab Dezember hieß es dann:

„Herdenimmunität“, auch bekannt als „Populationsimmunität“, ist der indirekte Schutz vor einer Infektionskrankheit, der eintritt, wenn eine Bevölkerung entweder durch Impfung oder durch eine durch frühere Infektionen entwickelte Immunität immun ist. Die WHO befürwortet das Erreichen der „Herdenimmunität“ durch Impfung und nicht dadurch, dass eine Krankheit in irgendeinem Segment der Bevölkerung verbreitet wird, da dies zu unnötigen Fällen und Todesfällen führen würde.

Vereinfachte Weltsicht

Impfungen schützen – so simpel ist die WHO-Welt

Auf der Website der WHO findet sich auch ein Abschnitt mit der Definition von Herdenimmunität (who.int). In diesem Abschnitt erläutert die WHO, warum sie empfiehlt eine Immunität mit Impfungen anzuregen anstatt den Weg über Infektionen zu gehen:

Vaccines train our immune systems to create proteins that fight disease, known as ‘antibodies’, just as would happen when we are exposed to a disease but – crucially – vaccines work without making us sick. Vaccinated people are protected from getting the disease in question and passing on the pathogen, breaking any chains of transmission. Visit our webpage on COVID-19 and vaccines for more detail.

Eine schöne klar Vorstellung von Impfungen. Nur steht sie in einigen Gegensätzen zur Realität:

  • Zunächst gibt es eine Auslassung: Die Immunantwort besteht nicht nur aus Antikörpern, sondern auch aus einer zellulären Abwehrreihe. Diese zelluläre Abwehr kann auch mehr oder weniger fit sein. Und ein Teil davon kann sogar spezifisch trainiert werden.
  • Das zelluläre Immunsystem wird anders trainiert, wenn ein Erreger den Infektionsweg zu gehen versucht oder wenn geimpft wird. Wenn das Immunsystem in den Atemwegen mit trainiert wird, dann besteht bei Erkrankungen, die sich über die Atemwege ausbreiten, die Chance auf eine sterile Immunität. Bei einer Verabreichung über einen Muskel entfällt dieses Training. Es dient dann dazu, schwere Verläufe zu verhindern, aber nicht mehr dazu Ansteckung zu unterbinden. (vgl. tkp.at)
  • Die Antikörper, die als Reaktion auf einen Infekt entstehen, sind vielfältiger als Antikörper, die auf eine Impfung entstehen, die nur Teile des Erregers präsentieren (wie z.B. bei den mRNA-Injektionen).
  • Dass Impfungen nicht krank machen, ist gelogen. Bei Impfstoffen, die nur einen Teil des Erregers präsentieren, wird der Mensch für dieses Immuntraining nicht krank an der Krankheit gegen die geimpft wird, aber es besteht das Risiko von Impfnebenwirkungen. Es muss also geprüft werden, ob eine bestimmte Impfung in einem speziellen Fall mehr Nutzen als Schaden verspricht.
  • Dass Impfungen pauschal die Weitergabe eines Erregers unterbinden und dass sie verhindern, dass Geimpfte erkranken, ist gelogen. (Siehe Beitrag Mehr impfen – mehr Corona?)

Diese Darstellung einer einseitigen einfachen Weltsicht der WHO ist ein Beispiel ihrer Arbeitsweise ➜Teil I: Wir wägen nicht ab – wir machen was!

Resolutionen

Behavioural sciences for better health, Resolution Mai 2023

Ein weiteres Dokument, das sich anbietet, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wohin die WHO entwickelt werden soll, ist die Resolution der Weltgesundheitsversammlung im Mai 2023 zum Thema vermehrte Anwendung von Behavioural Sciences.

Lokale Speicherung
Resolution Mai 2023, Mehr Behavioural Sciences (pdf)

Es handelt sich bei diesem Resolutionsdokument um eine mir bis dato unbekannte Textgattung, wie sie sich auch in einigen UN-Dokumenten findet, wie ich mittlerweile gelernt habe. Der Text besteht aus eine Abfolge von Absätzen in dieser Art:

Acknowledging, while noting the contribution of behavioural science in achieving improved health outcomes, the centrality of epidemiological data on the incidence and prevalence of diseases and their risk factors in public health and in informing the development of health policies and the health system;

Worum es geht:

Noting that behavioural science is a multidisciplinary scientific approach that deals with human action and its psychological, social and environmental drivers, determinants and influencing factors, and that it is applied in protecting and improving people’s health by informing the development of public health policies, programmes and interventions that can range from legislation and fiscal measures to communications and social marketing, as well as to support other public health efforts;

Es geht um Handlungen von Menschen und deren Beweggründe, psychologisch, sozial, umweltbedingt, Entscheidungsfaktoren, Einflussfaktoren.
Das Wissen darum soll verwendet werden, um die Gesundheit der Menschen zu schützten und zu verbessen, durch Maßnahmen, die von Gesetzen, finanziellen Anreizen über Kommunikation und Social Marketing gehen können, bis hin zu anderen öffentlichen Gesundheitsanstrengungen.

Entstammt eine solche Sichtweise eher einer diktatorischen Sichtweise oder einer demokratischen?
Warum nicht die Menschen unterrichten und informieren, dass sie ihr leben selbstständig besser gestalten können?
Warum nur zur Optimierung von Gesundheitspolitik verwenden?

Und von dieser Manipulation braucht es laut WHA mehr. 1 von 18 Absätzen, die mehr fordern:

(2) to identify opportunities to use behavioural science in developing and strengthening effective, tailored, equitable and human-centred health-related policies and functions across sectors, while ensuring commitment, capability and coordination across sectors in achieving the health-related Sustainable Development Goals;

Studien zur Verhaltensbeeinflussung, Behavioral Science, sollen auch verwendet werden, um Zensur zu verbessern:

2. (5) to establish a global repository of behavioural science evidence from empirical studies, including from randomized controlled trials on behavioural interventions that can be accessed and used in the strengthening of health promotion interventions, among others, with a view to achieve societal and lifestyle changes, and interventions aimed at tackling misinformation and disinformation related to public health, including studies with positive and no or negative outcomes;

Weiterlesen
Die WHO hat schon Ende 2020 eine “Technical Advisory Group on Behavioural Insights and Sciences for Health” gegründet. (sciencefiles.org)

Update 2024-02
Jitsuvax: Psychologische Kampfkunst gegen Leute, die bei mRNA-Impfstoffen skeptisch sind (norberthaering.de)

Update 2023-11
16. 11. 2023 | Getreu der in der Weltgesundheitsversammlung angenommenen Selbstverpflichtung, die Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften systematisch zur Verhaltensmanipulation und Meinungskontrolle der Bevölkerung zu nutzen, fördert die Bundesregierung projektbezogen zwei neue Einrichtungen, die diesen Zweck verfolgen, das Behavior Science Connect Netzwerk und das Institute for Planetary Health Behaviour.
norberthaering.de

On Pandemic Prevention, Preparedness and Response, Resolutionsentwurf für September 2023

Noch ein Dokument, das hinzugezogen werden kann, um die Stoßrichtung der WHO zu erkunden, ist der Entwurf einer Deklaration Political Declaration of the United Nations General Assembly High-level Meeting on Pandemic Prevention, Preparedness and Response. Wer die Deklaration entworfen hat, ist dem Text selbst nicht zu entnehmen. Verabschiedet werden soll er von „We, Heads of State and Government and representatives of States and Governments, assembled at the United Nations on 20 September 2023, […].

Lokale Speicherung mit wilden Markierungen
Deklarationsentwurf für September 2023 (pdf)

Was steht drin? Ich erkenne eine einigermaßen wilde Zusammenstellung aller möglichen Themen und Forderungen, die sich auch in den WHO CA+ Entwürfen und den Änderungsvorschlägen zu den IHR wiederfinden. Vielleicht ist es so eine Art Einstimmungsdeklaration als Vorbereitung für die Abstimmungen im Mai 2024.

Einzige Neuigkeit für die Indiziensammlung, ob die WHO sich diktatorische Machtbefugnisse aneignen will, ist, dass wohl Menschenrechte doch lieber Bestandteil der WHO-Grundsätze bleiben sollen, jedenfalls werden sie in diese Deklaration eingebaut (Einleitung, OP24). Was die WHO nicht daran hindert, gegen „Mis- und Desinformation“ vorgehen zu wollen (OP32).

Umfeld

Meldungen

Siehe auch ➜Teil IIII: Debatte in anderen Ländern

2023-11-08
Das 7. INB Meeting zur Verhandlung des WHO-CA+Vertrags („Pandemic Agreement“) läuft. Erster Teil 6.-10. November. Zweiter Teil 4.-6. Dezember. Live-Webcast und Programm auf who.int. Ein Mitschnitt der Novembersession findet sich auf who.int.
Bisher sind aus dem Meeting folgende Impulse erwachsen:

Die deutsche Delegation hat sich geäußert. Zur ➜Diskussion ihres Statements.

Es gibt mehrer Gruppen, die eine klare Operationalisierung von ➜Equity in dem Vertrag fordern. Eine „Group for Equity“, eine Gruppe von 47 afrikanischen Staaten und eine Civil Society Organizations (jamesroguski.substack.com). Ich finde dies aufschlussreich, um etwas besser einschätzen zu können, was es mit dem equity-Konzept in den Verträgen auf sich hat.

Die ➜WHO-Stakeholder Liste ist mir bekannt geworden.

2023-10-26
Wissenschaftler wollen, dass WHO Klima- und Naturkrise zum Gesundheitsnotstand erklärt – Mehr als 200 Fachjournale veröffentlichten gleichzeitig einen Aufruf, dies noch vor der nächsten Weltgesundheitsversammlung im kommenden Frühjahr zu tun. (deutschlandfunk.de)

PR-Coup: 12 konspirative Klima-Apostel fordern WHO auf, Gesundheitsnotstand wegen Klima auszurufen (sciencefiles.org)

Denn die Verbindungen der treibenden Kraft hinter dem Aufruf der Medizinzeitschriften und der WHO sind eng. Ansprechpartner ist Chris Zielinski von der UK Health Alliance on Climate ChangeDiese führt als Erste unter „Geldgeber und Projektpartner“ die Weltgesundheitsorganisation auf.
norberthaering.de

2023-10-17
Die „International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations“ (IFPMA) hat die Veröffentlichung der WHO CA+ Negotiating Text Version zum Anlass genommen, sich deutlich gegen Ausnahmeregelungen von geistigen Eigentumsregeln in dem Vertragsentwurf auszusprechen:

“The ability of the private sector to develop new vaccines and treatments in response to COVID-19 was driven by decades of R&D investment supported by the intellectual property framework and the ability of scientists to rapidly access data on pathogens. If adopted, the draft treaty would undermine both and leave us weaker ahead of the next pandemic than we were in December 2019, and we urge governments to make significant revisions to the current text.”
ifpma.org

2023 Oktober 7 – die WHO kündigt an, gegen ihre Verfassung verstoßen zu wollen. Nach Artikel 55 ➜IHR sind Änderungsvorschläge den Mitgliedsstaaten 4 Monate vor der Abstimmung zugänglich zu machen. Die WHO kündigt nun an, dass sie Frühjahr 2024 weiter an den Änderungsentwürfen arbeiten wird und zuversichtlich ist, bis zur Abstimmung im Mai fertig zu werden. (who.int, uncutnews.ch, jamesroguski.substack.com)

Am 13. September 2023 fand eine hochkarätige offene Konferenz im Gebäude des EU-Parlaments in Straßburg zum neuen Regelungsvorschlag der WHO statt.

Expertenriege:
Prof. Mattias Desmet (Belgien),
Prof. Michael Geistlinger (Österreich),
Prof. Andreas Sönnichsen (Österreich),
Dr. Peter McCollough (USA),
Dr. Beate Pfeil (Deutschland),
Dr. David E. Martin (USA),
Dr. Maria Hubmer-Mogg (Österreich),
Dr. Renate Holzeisen (Italien),
Philipp Kruse, Attorney at law (Schweiz)

Transkript und Video von McCollough auf kla.tv.
Youtubekanal der Veranstaltung mit allen Reden, youtube.

Gesetze und Rechtsnormen – kleine Sammlung für juristische Laien wie ich

Was unterscheidet den Absolutismus vor der französischen Revolution von den nachfolgenden demokratischeren Regierungsformen?

Kruse nennt folgende Merkmale (hoch2.tv):

Wiener Übereinkommen zum Recht der Verträge (1969)

Gesetzestext auf fedlex.admin.ch
Etwas Hintergrund auf Wikipedia

Abschnitt 3: Auslegung von Verträgen
Art. 31 Allgemeine Auslegungsregel
(1)  Ein Vertrag ist nach Treu und Glauben in Übereinstimmung mit der gewöhnlichen, seinen Bestimmungen in ihrem Zusammenhang zukommenden Bedeutung und im Lichte seines Zieles und Zweckes auszulegen.

Art. 32 Ergänzende Auslegungsmittel
Ergänzende Auslegungsmittel, insbesondere die vorbereitenden Arbeiten und die Umstände des Vertragsabschlusses, können herangezogen werden, um die sich unter Anwendung des Artikels 31 ergebende Bedeutung zu bestätigen oder die Bedeutung zu bestimmen, wenn die Auslegung nach Artikel 31
 
a) die Bedeutung mehrdeutig oder dunkel lässt oder
b) zu einem offensichtlich sinnwidrigen oder unvernünftigen Ergebnis führt.

Überschreitung der Hoheitsbefugnisse

Diese Befugnis zur Übertragung von Hoheitsrechten darf die im Demokratieprinzip verankerte Volkssouveränität jedoch nicht aushebeln.
 
Die Beachtung der Volkssouveränität kann allerdings nur über Art. 38 Abs. 1 S. 1 GG, also durch Wahlen, geltend gemacht werden. Das Bundesverfassungsgericht hat dargelegt, unter welchen Bedingungen das Wahlrecht des Bürgers aus Art. 38 Abs. 1 S. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1, 2 und Art. 79 Abs. 3 GG verletzt ist:
wenn die demokratische Selbstregierung des Volkes – mittels
des Deutschen Bundestages – dauerhaft derart einge-
schränkt wird, dass zentrale politische Entscheidungen nicht
mehr selbstständig getroffen werden können.

 
Beate Bahner: Die dunklen Pandemiepläne der WHO, 2024
Abschnitt 39.1

In der Schweiz gibt es im Zivilgesetzbuch den Paragraphen 27, der analog auf individueller Ebene Verträge, die einen Verzicht auf Handlungs- und Rechtsfähigkeit zum Gegenstand haben, für nichtig erklärt.
(Wie ist das in Deutschland und Österreich?)

Zensur in EU und Deutschland

In diesem Kapitel geht es darum eine Einschätzung davon zu bekommen, ob die Zensurbemühungen der WHO ein who-spezifisches Anliegen ist, was dann entsprechend schwieriger durchzusetzen sein dürfte, oder ob es weltweit Zensurbestrebungen und Vereinbarungen gibt, in die sich die WHO nur einreiht. Das wäre die deutlich gefährlichere Variante.

Überwachungsnetzwerke kommen auch in der EU laufend hinzu. Sie sind teils staatlich finanziert, teils von den üblichen westlichen Oligarchen-Milliardären und ihren Stiftungen und dienen deren finanziellen und Macht-Interessen.
 
Sie tragen so harmlos klingende Namen wie “Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz”, More in Common, The Protopia Lab, etc. pp – und sie hängen alle zusammen. Mittendrin die im November 2022 gegründete Regierungsüberwachungsmaschine namens German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO), Teil des EU-finanzierten European Digital Media Observatory (EDMO), das seit 2020 existiert, wie hier berichtet.
 
Die deutsche Bundesregierung beschreibt GADMO so:
GADMO besteht aus der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Agence France Press (AFP), der Austria Presse Agentur (APA) und dem unabhängigen Recherche-Netzwerk Correctiv. Wissenschaftliche Unterstützung erhält die Faktencheck-Kooperation von den Forschenden der Technischen Universität Dortmund, des Austrian Institute Of Technolgy sowie des Athens Technology Centers. Die EU-Kommission fördert GADMO. (…)
Die deutsch-österreichische Kooperation GADMO wird damit Teil des europaweiten Netzwerks European Digital Media Observatory (EDMO). Diese EU-geförderte, unabhängige Koordinationsstelle wurde 2020 ins Leben gerufen und soll die Kräfte von Faktencheck-Organisationen, Forschung und weiteren Expertinnen und Experten im Kampf gegen Desinformation bündeln.”
tkp.at

Ein jüngst über die Nachdenkseiten an die Öffentlichkeit gelangtes internes Dokument der Bundesregierung listet vielfältige Bemühungen der Ministerien in Berlin zur Gleichschaltung der öffentlichen Meinung in Sachen Ukraine-Krieg auf. Hier wird alles das weitergeführt, was man zur Durchsetzung der offiziellen Wahrheit in der Corona-Krise aufgebaut hat.
norberthaering.de

Sie lesen so viel in Medien von vermeintlicher Forschung aus der Bertelsmann-Stiftung, weil die Bertelsmann-Stiftung kontrollierender Gesellschafter des Bertelsmann-Konzerns ist und über diesen Konzern direkten Zugriff auf Medien wie Stern, Spiegel, Sächsische Zeitung, Manager Magazin, Geo und viele mehr hat.
sciencefiles.org

Ein Netzwerk von „Wissenschaftlern“ namens Covinform betreibt mit Millionen von der EU Verunglimpfung aller, die mit der autoritären Pandemiepolitik der Regierenden nicht zufrieden sind.
norberthaering.de

10. 08. 2022 | Mit dem Digital Services Act und dem „Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Desinformation“ schafft die EU eine ausgeklügelte Infrastruktur zur umfassenden Zensur von Informationen und Meinungen – ausgelagert an private Konzerne.
norberthaering.de

„Die EU hat mit Google und Facebook ein umfassendes Zensurregime errichtet“, ein Beitrag von Norbert Haering. Daraus:

Pikanter Weise hat die EU ihre Faktenchecker-Programm „Soma“ genannt. So heißt die Volksbefriedungsdroge im Roman „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley.
norberthaering.de

Im September 2018, veröffentlichte die Nato-Vorfeldorganisation Atlantic Council im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums eine Broschüre mit dem vielsagenden (übersetzten) Titel „Wessen Wahrheit?: Souveränität, Desinformation und wie man die Schlacht um das Vertrauen gewinnt“. (Veralteter Link am 7.10. korrigiert.) Hauptempfehlung: Nicht staatstragende, unbequeme Meinungen und Informationen sind am besten auf indirektem, unauffälligem Wege zu zensieren.
norberthaering.de

Die Sprache der Welteliten und ihres Systems wird offener und gewalttätiger. Die EU hat ein Projekt mit dem Namen Jitsu-Vax innitiiert, das mit „Kampftechniken“, wie Jiu-Jitsu-artigen Killerargumenten gegen Impfskeptiker vorgehen soll und deren Einwände und Bedenken „gegen sie selbst richtet“. 
schildverlag.de
Weitere Stichworte in im Zusammenhang mit der Jitsu-Vax-Handreichung für Deutschland: Sozialingenieure, COSMO-Bevölkerungsumfrage, Science Media Center. Siehe dazu norberthaering.de.

Unter dem Titel „Building a digital Army: UN Peacekeepers fight deadly Desinformation“ gibt die UNO einen Einblick in ihren „Schlachtplan“. Die Desinformation im Netz sei „tödlich“ und stelle eine existenzielle Gefahr für die Kernstruktur moderner Gesellschaften, demokratischen Institutionen und grundlegende Menschenrechte dar. Daher müsse die UNO als wichtiger, globaler Akteur den „Kampf gegen Online-Fehlinformationen“ deutlich verstärken um dieser Bedrohung für die ganze Menschheit durch das neue Phänomen Fake-News energisch entgegenzutreten.
schildverlag.de

„Die Wissenschaft gehört uns“: Wie die UN zum Wahrheitsministerium wurde.
norberthaering.de

Am 9. Oktober hat Twitter einen Tweet des höchsten Gesundheitsbeamten Floridas, Surgeon General Joseph Ladapo, wegen Richtlinienverletzung entfernt, in dem dieser seine Empfehlung gegen das Impfen junger Menschen wegen zu vieler Herz-Kreislauf-Komplikationen relativ zum geringem Nutzen verbreitete. Wenn eine Gesundheitsbehörde wegen einer Gesundheitsempfehlung zensiert wird, weil sie der Gesundheitsempfehlung der UN widerspricht, weil die UN ein Zensurabkommen mit den sozialen Medien hat, dann bewegen wir uns auf die von vielen gefürchtete UN-Gesundheitsidiktatur zu.
norberthaering.de

Auf dem Weltgesundheitsgipfel 2023 in Berlin sprachen sich Lauterbach und Drosten für Zensur und betreutes Denken aus:

Lauterbach sprach von einer „Info-Pandemie“, die man gegen sich habe und einem „Social-Media-Krieg“, den man führe, in dem „alles, was man tue, infrage gestellt“ werde.
apollo-news.de

Wörtlich sagte Drosten: „Wir müssen die wissenschaftlichen Institutionen auffordern, eine gewisse Auswahl zu treffen und Podien mit Wissenschaftlern zusammenzustellen, die tatsächlich Experten sind.“ Man solle, so Drosten, nicht jeden dahergekommenen Wissenschaftler „mit irgendeinem Abschluss“ inmitten der Pandemie über die Kernprobleme reden lassen.
apollo-news.de

Update 2023-11-04
Der neue Medienstaatsvertrag ist vor knapp drei Jahren in Kraft getreten. Er macht die Landesmedienanstalten quasi zu Zensurbehörden, die meinen, die „Wahrheit“ vertreten zu dürfen. Im Sommer hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg unter ihrer Direktorin Eva Flecken dem Internet-Portal Apolut die Verbreitung von fünf Beiträgen untersagt. Der Vorwurf: Journalistische Standards seien nicht eingehalten worden. Eine Recherche zum aktuellen Fall und der allgemeinen Praxis der Landesmedienanstalten.
multipolar-magazin.de

Update 2023-11-08
In einer Westminster Erklärung haben 137 Menschen des öffentlichen Lebens vor zerstörerischer Zensur gewarnt und für Meinungsfreitheit plädiert:

Westminster-Erklärung
 
„Wir schreiben als Journalisten, Künstler, Autoren, Aktivisten, Technologen und Wissenschaftler, um vor der zunehmenden internationalen Zensur zu warnen, die jahrhundertealte demokratische Normen zu untergraben droht.
 
Wir kommen von links, rechts und aus der Mitte und sind uns einig in unserem Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten und zum Recht auf freie Meinungsäußerung, und wir sind alle zutiefst besorgt über die Versuche, geschützte Meinungsäußerungen als „Fehlinformation“, „Desinformation“ und mit anderen schlecht definierten Begriffen zu bezeichnen. […]
fassadenkratzer.wordpress.com

Update 2024-03
Eine verständliche Erklärung wie Digital Service Act (DSA) und das deutsche Umsetzungsgesetz, Digitale-Dienst-Gesetz (DDG), die Meinungsfreiheit aushöhlen, geschrieben von einem Richter von Beruf, auf fassadenkratzer.wordpress.com.

Update 2024-04-04
Die Abgeordnete Irene Mihalic erklärt: „Desinformation (hat) durchaus nicht nur mit Fake-News zu tun, sondern (es können) durchaus auch wahre Begebenheiten sein, die so in die Öffentlichkeit gebracht werden, dass sie desinformierende und auch destabilisierende Wirkung haben können.“ 
norberthaering.de
youtube.de

Update 2024-04
Global Disinformation Index: Die geheimdienstliche Spinne im globalen Zensurnetz, auf norberthaering.de.

Der selbst gestellte Auftrag von GDI lautet: „Das Geschäftsmodell von Online-Desinformation zu zerstören, indem entsprechende Publikationen finanziell ausgehungert werden.“

Update 2024-05-02
„Medienfreiheitsgesetz“ (Media Freedom Act) von März 2024
„Nach dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Service Act, DSA) und dem für digitale Märkte (Digital Market Act, DMA) wird es nun künftig ein Gesetz für alle Medien geben, die Presse eingeschlossen.“, Besprechung auf multipolar-magazin.de.

Update 2024-05-02
norberthaering.de: Der Totalitarismus der extremen Mitte und das betretene Schweigen der Mainstream-Medien
Es fällt schwer zu entscheiden, was der schlagendere Beweis dafür ist, dass es mit der demokratischen Kultur in unserem Land steil bergab geht: Die Tatsache, dass der Thüringer CDU-Chef und Spitzenkandidat eine staatliche Lizenz für Äußerungen auf den sozialen Medien einführen will, oder die Tatsache, dass die Mainstream-Medien und praktisch das gesamte linke politische Spektrum diese totalitäre Ungeheuerlichkeit gnädig übergehen und totschweigen.

Update 2024-05-23
Regierungsvertreter im EU-Rat für anlasslose Überwachung privater Chat-Kommunikation, auf tkp.at

Wie sich DPA, APA und AFP von den Regierenden für die Gleichrichtung der Medien bezahlen lassen, auf norberthaering.de

Siehe auch ➜WEF

Update 2024-05-13
Thema Überwachung siehe auch:
Mit wem und was kommuniziert Ihr eigenes Auto?, auf tkp.at
YouTube nimmt politischen Einfluss auf EU-Wahlen durch Massenzensur, auf tkp.at
Neue EU-Überwachungspläne durchgesickert, Thema Messenger und Kühlschränke, tkp.at

Deutschland

Was Deutschland finanziert

Ich habe die WHO-Tabellen mit der Bezeichnung „Voluntary contributions by fund and by contributor“ ausgewertet, und zwar für 2020, 2021, 2022.

Freiwillige Zuwendungen in Mio US$. Alle Länder, die im Jahr 2022 mehr als 40 Mio US$ freiwillige Zuwendungen an die WHO überwiesen haben.

Es fällt auf, dass die Beiträge der Länder von Jahr zu Jahr sehr stark schwanken können. Und es fällt auf, dass Deutschland in diesen Jahren konstant viel und mehr als andere Länder überwiesen hat.

Deutschland wollte seine Mittel in erster Linie für die WHO-Coronamaßnahmen ausgegeben werden wissen. Und hat von den Coronamaßnahnen etwa 1/3 finanziert (siehe Abschnitt ➜Finanziers):

Weiteres Geld fließt indirekt von Deutschland an die WHO. Beispielsweise über die EU:

Deutschland trägt jährlich rund 38 Milliarden Euro zum Budget der EU bei.  Das macht rund 23% des Haushaltes der EU aus. 23% der 659,62 US-Dollar, die die EU-Kommission an die WHO durchreicht, rund 151,7 Millionen US-Dollar, wurden deutschen Steuerzahlern entwendet.
sciencefiles.org

Zuwendungen von Deutschland an die Impfallianz ➜GAVI:

Es wird Sie sicher freuen zu hören, dass Sie und all die anderen deutschen Steuerzahler die gute Sache von GAVI mit 2,3 Milliarden US-Dollar im Zeitraum von 2021 bis 2025 unterstützen. Die üppige Unterstützung geht auf Angela Merkel zurück, die sich bis heute für ihre Großzügigkeit mit dem Geld anderer feiern lässt.
sciencefiles.org

Zuwendungen Deutschlands an GAVI. Quelle: gavi.org

Deutschland steuert etwa 11% der Gavi-Haushalts bei (Annual Contributions and Proceeds zum 31. Dezember 2022, gavi.org). Gavi hat in den Jahren 2020, 2021, 2022 jeweils etwa 200 Mio US$ an die WHO überwiesen (➜Finanziers).

Dann der der Finanzfluss über die UNICEF. 2022 hat UNICEF 100 Mio US$ an die WHO überwiesen (siehe ➜WHO Finanzierung). Die UNICEF ist damit unter den top ten der WHO Geldgeber. Der deutsche Beitrag an UNICEF war 2022 in allen Bereichen unter den top drei:

Deutschland ist auch der größte Beitragszahler von ➜CEPI, der Initiative, die Impfstoffe zum Ziel hat, die in 100 Tagen entwickelt werden. Für die beiden Perioden von 2017-2026 hat Deutschland 693 Mio US$ überwiesen (archive.org).

Auch ganz im Sinne der Pandemie als Dauerzustand hat die Bundesregierung 2021 über eine halbe Milliarde Impfdosen gekauft, sieben pro Bundesbürger, und hat das Bundeskabinett im März 2022 einen Vertrag mit fünf Impfstoffherstellern über Corona-Impfstofflieferungen bis sage und schreibe 2029 geschlossen.
norberthaering.de

Führende Rolle Deutschlands bei der WHO-Covid Reaktion

Das folgende ist eine Zusammenfassung des Beitrags Gates or Germany? Who “Owns” the WHO’s Covid-19 Response? auf brownstone.org.

Es gibt eine Sichtweise auf die Coronapandemie, die da lautet, dass Bill Gates mit einem Netzwerk von Organisationen die weltweite Reaktion wesentlich mitgeformt hat. Aber – es gibt eine Fülle von öffentlich verfügbaren Informationen, die klar machen, dass Deutschland die treibende Kraft hinter den Maßnahmen war.

Deutschland war der größte Finanzier der WHO-Coronamaßnahmen (siehe vorangehenden Abschnitt).
Die EU, in der Deutschland ebenfalls maßgeblichen Einfluss hat, hat ebenfalls substantiell die WHO-Coronamaßnahmen finanziert. Kommissionspräsidentin ist Ursula von der Leyen.
Deutschland und EU zusammen haben etwa 50% der WHO-Maßnahmen finanziert.

Die Gates-Foundation hat zu den Corona-Maßnahmen nur 0,6% beigetragen.

GAVI hat 2021 den fünftgrößten Beitrag geleistet. Und GAVI ist doch Gates, oder nicht? – Gates finanziert Gavi zu 10%. Deutschland auch. Die USA und Großbritannien deutlich mehr.

Stellt sich die Frage, warum Deutschland seinen Beitrag mit Beginn der Coronakrise so drastisch erhöht hat.
Eine mögliche Antwort liegt in Biontech. Biontech verdient an den Impfungen mehr als Pfizer. Und Biontech sitzt in Deutschland. 2021 machte Biontech 15 Milliarden US$ Gewinn. Ein Drittel gingen als Steuern an den Staat.

Zu erinnern ist auch daran, dass die Gründung von Biontech im 2009 von einem Förderprogramm zur Förderung von Biotechnologie unterstützt worden war. 2020 erhielt Biontech nocheinmal 375$ an Subventionen für die Spike-Impfung.

Bei solchen Interessenkonflikten würden private Geldgeber erröten [bin ich mir nicht so sicher] aber Deutschland spielt in der weltweiten Antwort auf Covid-19 eine führende Rolle.

Dann gibt es dieses Kommittee, dass die WHO-Reaktion auf Covid-19 evaluiert hat (➜Teil I  Report: IHR und Covid-19, Mai 2021). Den Vorsitz hatte Lothar Wieler. Wieler ist auch der Chef des RKI. Und er ist damit eng verbunden mit der Reaktion von Deutschland auf die Corona-Krise.

Der Einfluss Deutschlands könnte auch erklären, warum die WHO Corman-Drosten Protokoll für PCR-Tests angenommen hat, obwohl der Test bekanntermaßen übersensibel eingestellt ist. Auf diese Weise konnte sichergestellt werden, dass die Krise auch Pandemiestatus erhalten hat.

Drosten hat das Bundesverdienstkreuz bekommen. Er ist Leiter der Abteilung Virologie an der Charite. An der Charite ist momentan auch das WHO-Hub Pandemie und Epidemie Intelligenz angesiedelt. (Der Hub sorgt für die weltweite Integration der Daten. Kommentar dazu ➜Teil I.)

Und siehe da, wenn wir weit genug zurückgehen – bevor kaum jemand jemals den Begriff “Pandemievertrag” gehört haben wird – stellen wir fest, dass der Vertrag in der Tat einen staatlichen Sponsor hatte, und dass es sich dabei – wenig überraschend – um denselben Staat handelt, der, wenn auch der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt, die treibende Kraft hinter der “Pandemiebekämpfung” der WHO bei COVID-19 war: nämlich Deutschland.
 
So lautet die Schlagzeile einer dpa-Meldung vom 24. Mai 2021, die sich auf den damaligen deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn bezieht: Spahn wirbt für internationalen Vertrag: Wie die WHO eine neue Pandemie verhindern will”.
tkp.at

One Health in der deutschen Politik

Update 2024-05-23

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung, Gesundheit, Landwirtschaft, Umwelt, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Verteidigung (!) haben 2023 eine „Forschungsvereinbarung für One Health“ abgeschlossen und die One Health-Forschungsplattform unter www.zoonosen.net etabliert. Gefördert werden Projekte zur Vernetzung u. a. von Human- und Veterinärmedizin, Biologie, Klimaforschung, Sozialwissenschaften und Public-Health-Forschung, z. B. die Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen zoonotische pulmonale Erkrankungen oder die Herstellung einer Mutanten-Bank für Kuhpocken.
 
Die Bundesbehörde Friedrich-Loeffler-Institut betreibt ein seit 2020 „Internationale Tiergesundheit/One Health“ genanntes Institut und verfügt über weltweit führende Hochsicherheitslabore zur Erforschung zoonotischer Erreger. Assoziationen mit Laborunfällen und Gain-of-function-Forschung drängen sich auf.
netzwerkkrista.de

update 2024-04-01
weiterlesen
Ein Vorläufer vom One Health Artikel in dem Pandemieabkommen waren die Berlin Principles aus dem Herbst 2019. Diese wiederum bauen auf Manhatten Principles von 2004 auf. Siehe auch Wildlife Conservation Society und ein Interview mit Claudia Schoene von Bittel auf youtube, Minute 30ff)

Die Koalitionsparteien wollen die nationale Souveränität zugunsten einer Weltgesundheitsregierung aufgeben

So der Titel des Beitrags von norberthaering.de über eine Entschließung des Bundestages vom 12. Mai 2023, mit dem die Führungsrolle der WHO gestärkt werden soll.
(Der Entschließungsantrag hatte wohl den Anlass, den Gesandten für die WHO-Gesundheitsversammlung im Mai ein Mandat zu erteilen.)

75 Jahre WHO – Stärkung und Reform der Weltgesundheitsorganisation (pdf)
Lokale Speicherung, mit Markierungen zum Überfliegen (pdf)

Der Entschließungsantrag beinhaltet eine Menge unbelegte Behauptungen, warum eine Stärkung der WHO geboten und nützlich sei. Die Entschließung bezieht sich dann auf die Umsetzung der auf der Weltgesundheitsversammlung 2022 beschlossenen wohl deutlichen Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und eine deutliche Unterstützung von WHO CA+ und Überarbeitung der IGV.

Wo ist also der Skandal? Der Skandal ist, dass sich der Bundestag zu allen Kritikpunkten an der WHO und den Vertragsentwürfen ausschweigt. Und zu den kritischen Punkten auch keine Position benennt.

Also ob die Menschenrechte in den IHR drin bleiben sollen. Wie der Bundestag zu dem Ansinnen diverser Akteure steht, dass Souveränität an die WHO abzugeben sei. Wo ist die Grenze für den Bundestag? Oder gilt hier das Motto von Scholz „Es gibt keine roten Linien“? Soll die WHO ➜one-health-mäßig in einer großen Zahl an Themen mitreden können? Wieviel Kapazitäten sollen aufgebaut werden? Immer mehr? Sollen alle Mikroben weltweit überwacht werden? Sind die Änderungsvorschläge nicht viel zu weitreichend und unausgegoren? Gäbe es nicht WHO-intern organisatorisch und konzeptionell ersteinmal genug zu tun bevor die ganze Welt regiert werden soll?

Und wie Norbert Haering bemerkt:

„Ermächtigt werden soll eine Organisation, die noch im Februar 2023 alle Regierungen aufforderte, 100% der Menschen über 60, alle Gesundheitsarbeiter und alle in „Risikogruppen“ zu boostern, um „diese Notlage 2023 in allen Ländern des Planeten zu beenden“.

Der Entschließungsantrag der Ampel-Fraktionen vom 9. Mai 2023 wurde ohne jegliches juristisches Gutachten zu den schon vorliegenden Fassungen der geplanten Übereinkommen den Abgeordneten des Deutschen Bundestages vorgelegt, obwohl grundlegende Hoheitsrechte durch die beiden Übereinkommen nach der gegenwärtigen Fassung an die WHO übertragen werden. Nach der gegenwärtigen Fassung der beiden Übereinkommen würde die Bundesrepublik Deutschland ihre Handlungsfreiheit und damit ihre Souveränität verlieren, denn die beiden Übereinkommen sollen sogar völkerrechtlich verbindlich werden.
mwgfd.org (pdf)

In dem Entschließungsantrag der Ampel-Fraktionen wurden die Abgeordneten darüber nicht in Kenntnis gesetzt, dass die Bundesregierung beabsichtigt, die Übertragung des Verhandlungsmandats für die beiden Verträge an die EU-Kommission zu übertragen. Die Bundesregierung hat das ohne die Zustimmung des Bundestages getan und sie hat die Abgeordneten darüber gar nicht informiert. Der Bundestag hat dieser Mandatsübertragung der Bundesregierung an die EU-Kommission nicht zugestimmt. Im Mai 2023 hat der Bundestagsabgeordnete, Dr. Rainer Rothfuß, eine schriftliche Frage unter Arbeitsnummer 5/626 an das Bundesministerium für Gesundheit gerichtet. […] Erst durch die Antwort der Bundesregierung auf diese Frage haben die Abgeordneten des Bundestages erfahren, dass die Bundesregierung für die Bundesrepublik Deutschland das Verhandlungsmandat zu den beiden Verträgen an die EU-Kommission bereits übertragen hat.
mwgfd.org (pdf), Antwort an Rothfuß

Update 2024-02-05

Am 12. Mai 2023 – also nur drei Tage nach dem Antrag! – hat der Bundestag erstmals über die geplanten umfassenden Änderungen der IHR und den ersten umfassenden Entwurf des WHOPandemievertrags debattiert. […]
Dieser Vorgang zeigt zugleich – wie schon in Coronazeiten – eine grobe Missachtung der Parlamentarier und damit einen gravierenden Verstoß gegen das Rechtsstaatsprinzip: Denn diese umfassenden Gesetzesvorhaben können schlichtweg nicht innerhalb von drei Tagen und noch nicht einmal innerhalb von drei Wochen erfasst und durchdrungen werden. Es braucht hierfür mindestens die vier Monate, die die IHR 2005 selbst in Art. 55 Abs. 2 für die Vorlage von Rechtsänderungen vorsieht!
 
Beate Bahner (2024): Die dunklen Pandemiepläne der WHO
Kapitel 33.2

Weiterlesen

Eindrücke von der Abstimmung im Deutschen Bundestag: Kommentar und Videolink auf ansage.org.

Wegen Hochverrats: Strafanzeige gegen die Deutsche Bundesregierung, Juli 2023
umfangreiche Sammlung von Argumenten

Petitionsausschussitzung zu WHO-Pandemievertrag, September 2023

Dazu gibt es einen eigenen Beitrag: Ein Protokoll mit thematischen Kommentaren. Interessant, weil einige wichtige Fragen der kritischen Diskussion aufgeworfen werden. Und dann aber – tja du wirst sehen wie warum – nicht beantwortet werden.
Petitionsausschusssitzung zu WHO-Pandemievertrag, September 2023

World Health Summit in Berlin, 2023

Der Weltgesundheitsgipfel findet seit 2009 jedes Jahr im Oktober in Berlin statt (wikipedia.de). So auch in diesem Jahr 2023 (worldhealthsummit.org). Seit 2022 findet der Weltgesundheitsgipfel zusammen mit der WHO statt (wordhealthsummit.org).

18. 10. 2023 | Von 15. bis 17. Oktober trafen sich in Berlin 4.000 Teilnehmer aus 100 Ländern zum World Health Summit.  Financiers sind neben Regierungen private Konzerne und deren Stiftungen. Die Teilnehmer zogen bizarr anmutende Lehren aus der Corona-Pandemie, hatten Neuigkeiten zum WHO-Pandemievertrag und trieben gefährliche Pläne voran. Alles offenbar zu unwichtig, um in den etablierten überregionalen Medien nennenswerten Niederschlag zu finden.
norberthaering.de

  1. Die World Health Summits werden maßgeblich bezahlt von der Pharmabranche und deren Stiftungen und befördern deren Interessen, wofür sich Karl Lauterbach und Christian Drosten besonders engagieren.
  2. Der geplante WHO-Pandemievertrag steht auf der Kippe.
  3. Karl Lauterbach ist der Pandemievertrag wichtig, weil er helfen würde, weltweit die sozialen und sonstigen Medien zu zensieren.
  4. Christian Drosten möchte sogar, dass im Pandemiefall Listen von verlässlichen Wissenschaftlern erstellt werden, die sich zum Stand der Wissenschaft äußern dürfen.
  5. Drosten arbeitet wider besseres Wissen daran, die Theorie vom Laborursprung von SARS-CoV2 zu begraben.
  6. Aus der viel geringeren als versprochenen Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe und den viel häufigeren und schwereren Nebenwirkungen wollen die Verantwortlichen keine Lehren ziehen. Sie schweigen das Thema tot, mit teils perfiden Mitteln.
  7. Die massive Zunahme psychischer Erkrankungen von Jugendlichen rührt angeblich nicht von den Lockdowns und der Angststrategie her, sondern vom Klimawandel.
  8. Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens im Interesse der Konzerne muss Datenschutz auf Sonntagsreden beschränkt bleiben.

    Erläuterung der Punkte auf norberthaering.de.

Von dem Gipfel in die Diskussion gekommen sind die Aussagen von Lauterbach und Drosten für ihre ➜Zensurplädoyers.

Statements im 7. INB-Meeting, November 2023

Das 7. INB-Meeting ist die nächste Verhandlungsrunde für den ➜WHO-CA+Vertrag („Pandemic Agreement“). Auf Telegram (hier, oder kürzer hier) kursiert ein Videoausschnitt aus dem WHO-Webcast zu dieser Versammlung mit dem Statement der deutschen Abgesandten. Aussagen:

Wir brauchen den Vertrag.
Erst die Diagnose, dann die Therapie. Ich kenne keine Aufarbeitung der Coronapandemie seitens der Bundesregierung. Der Sachverständigenrat, der dazu mal eingesetzt worden ist, kam zu dem Schluss, dass die notwendigen Daten für eine sinnvolle Auswertung nicht erhoben worden sind. Auch die WHO hat die Maßnahmen ➜nicht evaluiert. Wir brauchen eine Aufarbeitung. Und dann können wir überlegen, was wir für Verträge brauchen.

Der One Health Ansatz muss gestärkt werden.
Siehe Abschnitt zu ➜Teil I: One Health. Sieht nach einem Freifahrtsschein aus, sich unter dem Vorwand der Gesundheitsvorsorge in alles einmischen zu können.

Konkrete rechtlich bindende Verpflichtungen wichtig.
Die Aussage finde ich so fahrlässig. Wenn es Bedarf daran gibt, dass ärmere Länder im Fall des Falles Unterstützung bekommen oder auch für den Aufbau von Kapazitäten, dann verstehe ich das Anliegen. Wenn es hingegen darum geht, dass die WHO bindende Vorgaben machen kann, ist das eine Aufgabe staatlicher Souveränität und eine Ermächtigung der WHO, für die ich keine guten Gründe sehe.

Vorschläge, die mit den Rechten anderer internationaler Abkommen kollidieren, sind nicht akzeptabel.
Interessanter Punkt. Hier würden mich die konkreten Konfliktfälle interessieren.

Bitte darum die Verhandlungen bald möglichst zu beginnen und dafür vorher ein Vorgehen zu veröffentlichen.
Unglaublich, oder? Die WHO will einen bahnbrechenden neuen Vertrag auf den Weg bringen. Alles soll ganz schnell gehen. Seit einem Jahr gibt es öffentlich verfügbare Entwürfe. Um die Frist für eine satzungsgemäße Abstimmung auf der Weltgesundheitsversammlung 2024 zu wahren, gibt es nur noch ein paar Wochen Verhandlungszeit. Aber: Anscheinend ist noch völlig ungeklärt, wie die Verhandlungen organisiert werden. Und so einer Organisation sollen wir Souveränitätsrechte abgeben?

Stakeholder sind gerne gesehen. Sowohl jetzt als auch in Zukunft. Sie setzen das Abkommen dann ja um.
Sehr einseitige Sicht. Die nicht-staatlichen Stakeholder profitieren ja auch von einer eventuellen Umsetzung. Sie haben also nicht nur das beste für die Gesundheit der Menschen in ihrem Sinn, sondern wahrscheinlich auch das Wohlergehen ihrer Organisationen. Was ist mit Wettbewerbschancen für nicht-staatliche Stakeholder, die nicht auf der Liste der WHO sind? Ist das nicht ein Grundprinzip, Chancengleichheit herzustellen, damit die beste Idee gewinnt? Was ist mit Korruption? Was ist mit einer Entmachtung der Bevölkerung dadurch, dass sich die politische Macht und die industriellen Macht inklusive Medienmacht verbünden, und versuchen, die Menschen in den Staaten außen vor zu lassen und nur mehr als Arbeitsleister zu gebrauchen?

Kleine Anfrage an die Bundesregierung: Vorkehrung zur Kontrolle des WHO-Generaldirektors?

Das sieht mir nicht so aus, als wenn die Bundesregierung mit den Modalitäten vertraut ist, wie ein PHEIC ausgerufen werden kann. Siehe ➜Teil IIII: Kleine Anfrage an die Bundesregierung: Vorkehrung zur Kontrolle des WHO-Generaldirektors?

Bundestagsdebatte, Februar 2024

Siehe Besprechung Teil IIII: Bundestagsdebatte zur WHO Februar 2024

Anhörung zum WHO-Pandemieabkommen, April 2024

bundestag.de

eine kurze Einschätzung auf norberthaering.de: Ampel und Union ist der geplante Rechtsbruch bei der Reform der Internationalen Gesundheitsvorschriften gleichgültig.

Format: Kurze Zusammenfassung der Anträge von CDU und AfD. Dann 3minütige Eingangsstatements der 5 Experten, dann 45 Minuten Fragen. 2 Experten haben kurze schriftliche Stellungnahmen eingereicht. Die WHO-kritische Position wird von Kruse vertreten.

Bundestagsdebatte zur WHO Mai 2024

Fragen zu je zwei ausgewählten Aspekten der 15 Beiträge: Blogbeitrag WHO Debatte deutscher Bundestag Mai 2024 – Was lässt sich mit Blick aus die Pandemieverträgen dazu sagen?

EU

Die EU-Vorschläge zum WHO CA+ von April 2023

Die Vorschläge, welche die EU für den WHO CA+ Vertrag im April 2023 eingereicht hat, liegen öffentlich vor. Da wir in der EU leben ist es vielleicht interessant zu erfahren, welche Vorschläge aus unserer Region kommen.

Lokale Speicherung mit Markierungen
EU-Vorschläge zum WHO-CA+ Vertrag, April 2023 (pdf)

Aufgefallen sind mir folgende Vorschläge

Einführung des Begriffs „pandemic situation“ (Artikel 1). Das soll ein Krankheitsausbruch sein, der eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat, soziale Verwerfungen oder ökonomische Verluste zu verursachen.
Dieser Begriff weitet das Handlungsfeld der WHO aus und ist zudem etwas unbestimmt.

Dann soll es ein neues Kapitel 2 zu preventing, detecting, reporting pandemic situations geben. In Artikel A soll es um das Vorbeugen gehen. Die Staaten werden zunächst verpflichtet („shall“) die Infektionsvorsorge zu stärken und zwar von den privaten Haushalten angefangen bis zum Veterinär-Sektor (A.1). In Absatz b) heißt es:

b) Parties shall ensure the implementation of infection prevention and control measures applying as far as possible the latest WHO, FAO, Codex Alimentarius, International Plant Protection Convention (IPPC), and WOAH standards and guidelines.

Das geht schon sehr weit, oder? Und immer von einer weltweiten Organisation ausgehend über die Länder zu den Menschen. Immer Top Down. Immer einheitlich.

Auch im Abschnitt e) sieht die EU die WHO in einem weiten Feld im Einsatz:

e) Parties shall strengthen animal disease preventive measures, including, but not limited to, on farms, transport of animals, live animal markets, trade in wild animals and in veterinary practices both for food-producing and companion animals taking into account the relevant WOAH standards. Those measures include water and feed hygiene, infection prevention and control measures, biosecurity and animal welfare support measures.

Dann wird ein Artikel B zur Überwachung von Mikroben vorgeschlagen. Es sollen Kapazitäten aufgebaut werden, um Mikroben ausfindig zu machen und zu das Risiko zu bestimmen, dass diese auf Menschen überspringen (B.1.). Oder in C.2.2.a heißt es

a) Identification and mapping of geographical areas, animal and plant species, activities and practices within their jurisdiction which may require particular surveillance;

Und in diesem Stil geht das über zweieinhalb DINA4-Seiten. Systematiker unter den Naturforschern würden sich freuen.

Die EU schlägt ein Verfahren vor, das die Vorteile, die aus der Weitergabe von gefundenen Gensequenzen entstehen, verteilt. Wobei das Verfahren nicht im Detail ausgeführt wird und auch den Bereich der Verteilung von monetären Vorteilen nicht umfasst.

In Artikelvorschlag G.2.1 wird die Formulierung „make all possible efforts“ verwendet. Was soll das heißen? Bis zum Untergang eines Landes? Oder nur bis zum Bankrott? Oder …? Es wird auch an vielen Stellen ein Verstärken vorgeschrieben. Nur – der Vertrag soll ja dauerhaft gültig sein. Also soll immer wieder verstärkt werden?? Gibt es da eine Obergrenze?

Und Zensur ist auch Teil des Programms, und zwar umfangreich (Artikel M1, Seite 31).

Soweit ein erster Eindruck. Vieles weitere spiegelt sich in der Bureau Textversion des WHO-CA+ Vertragsentwurfs.

Weiterlesen, Besprechungen:
macht auf totalitäre Aspekte aufmerksam: sciencefiles.org
EU will Pandemievertrag verschärfen, auf tkp.at

EU-Gesundheitsstrategie: Klimawandel als Krankmacher

Am 30 November 2022 beschließt die EU-Kommission eine Global Health Strategy (ec.europa.eu). Auszüge:

With the Strategy, the EU deepens its leadership and reasserts its responsibility for tackling key global challenges and health inequalities head-on […]

Die EU will ihre führende Rolle beim Bewältigen von zentralen globalen Herausforderungen und Ungleichgewichten im Gesundheitsbereich ausbauen.

The Strategy positions global health as an essential pillar of
EU external policy, a critical sector geopolitically and central
to EU strategic autonomy.

Globale Gesundheit als zentrale Säule der EU-Außenpolitik.

Ein Mittel:

  • prevent and combat health threats, including pandemics, applying a One Health approach.

The strategy stresses the importance of addressing important drivers of ill health such as climate change and environmental degradation, food security, conflict, and other humanitarian crises.

Also eine nicht gewählte EU-Kommission beschließt ohne Abstimmung in irgendeinem Parlament oder irgendeiner Bevölkerung, dass sich die EU nun global um alles mögliche kümmert.

weiterlesen
eine unkritische Besprechung auf thinkglobalhealth.org.

EU-Kommission hat bereits einen Pandemievertag für die EU beschlossen (2022)

Was die WHO erst im Mai 2024 beschließen will, wird in der EU bereits umgesetzt. Was weder die Bürger noch die Parlamentarier wüssten, erklärte Holzeisen als nächstes: in der EU würden die geänderten Internationalen Gesundheitsvorschriften schon jetzt mit Verordnungen in die Wege geleitet. Diesbezüglich sei zum Beispiel am 23. November 2022 in der EU-Verordnung Nr. 2022/2371 vom EU-Parlament und -Rat die Zusammenarbeit der EU mit der WHO und deren Mitgliedstaaten beschlossen worden.
Holzeisen auf freidenker.org

Die EU-Verordnung Nr. 2022/2371 trägt den Titel „Verordnung zu schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren“.

eur-lex.europa.eu (pdf)

Es gibt zu dem EU-Pandemievertrag und den dafür eingerichteten Institutionen einen sehr gut strukturierten Artikel Gesundheitsnotstand als Machtmittel, auf multipolar-magazin.de.
Ich empfehle zumindest die erste Hälfte dieses multipolar-magazin-Artikels zu lesen, bevor du hier vielleicht noch auf den einen oder anderen Aspekt aufmerksam wirst.

Findet sich Bedenkliches in der Verordnung?

Artikel 2 Geltungsbereich
(1) Diese Verordnung gilt für Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit den folgenden Kategorien schwerwiegender grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren:
[…]
c) umweltbedingte Gefahren, einschließlich klimabedingter Gefahren;
d) Gefahren unbekannten Ursprungs; und
e) Ereignisse, die eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite gemäß den Internationalen Gesundheitsvor­schriften (IGV) darstellen können […]

„Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit im Zusammenhang mit …“ „umweltbedingten Gefahren“ – das ist ersteinmal sehr weit gefasst. Es ist eine Umsetzung des One Health Konzeptes. tkp.at kommentiert:

Die ans Totalitäre grenzende Ausdehnung des Gesundheitsbegriffes hat zur Folge, dass eben dieser Gesundheit von allen Seiten Gefahr droht. Eine „schwerwiegende grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr“ kann, so Artikel 2 der Verordnung, aufgrund biologischer, chemischer, umwelt- aber auch klimabedingter Faktoren zustande kommen.

Sie haben richtig gelesen: „Klimabedingte Gefahren“ rechtfertigen das Ausrufen eines EU-weiten Gesundheitsnotstandes seitens der EU-Kommission, mit all den oben aufgeführten Folgen.

Das Ganze wird ein bischen eingefangen durch die Begriffsbestimmung in Artikel 3, wobei das auch dehnbar interpretiert werden kann, richtig?:

1.
„schwerwiegende grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr“ eine lebensbedrohende oder anderweitig schwerwiegende
Gesundheitsgefährdung biologischen, chemischen, umweltbedingten oder unbekannten Ursprungs gemäß Artikel 2
Absatz 1, die sich über die Grenzen von Mitgliedstaaten hinaus ausbreitet oder bei der ein erhebliches Risiko hierfür
besteht, […]

Artikel 14 „Digitale Überwachungsplattform“
 
(1)
Das ECDC sorgt für die fortlaufende Entwicklung der digitalen Überwachungsplattform, über die Daten verwaltet und automatisch ausgetauscht werden, gegebenenfalls nach Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen und nach Eindämmung etwaiger Risiken für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen, um integrierte und interoperable Überwachungssysteme zu schaffen, die gegebenenfalls eine Überwachung in Echtzeit ermöglichen, um die Prävention und Kontrolle übertragbarer Krankheiten zu unterstützen.

Da ist es wieder, das Überwachungsgespenst. Gibt es eigentlich ein Beispiel dafür, dass Menschen, die integriert und interoperable in Echtzeit überwacht werden, gesünder sind?

Artikel 23
Feststellung von gesundheitlichen Notlagen auf Unionsebene
(1)
Bei schwerwiegenden grenzüberschreitenden Gesundheitsgefahren im Sinne des Artikels 2 Absatz 1 kann die Kommission, nach Berücksichtigung etwaiger Gutachten des ECDC, anderer einschlägiger Agenturen oder Einrichtungen der Union oder des in Artikel 24 genannten Beratenden Ausschusses, formell eine gesundheitliche Notlage auf Unionsebene feststellen;

Was ist davon zu halten? Positiv ist, dass – soweit mein Laienwissen stimmt – nicht eine einzelne Person über einen solchen Notfall bestimmt wie bei der WHO, sondern in der Kommission abgestimmt werden muss. Völlig undemokratisch ist hingegen, das in dem Artikel keinen parlamentarischer Vorbehalt eingebaut wird.

Artikel 25 Rechtliche Wirkung der Feststellung
 
Die Feststellung einer gesundheitlichen Notlage auf Unionsebene gemäß Artikel 23 hat die rechtliche Wirkung, dass unter
anderem
folgende Maßnahmen eingeführt werden können:

Was soll das heißen „unter anderem“? Wie ist dieser Begriff rechtlich zu verstehen? Das bedeutet doch, dass beliebige Maßnahmen erlassen werden können, richtig?

Was ich auch nicht verstehe, wie werden die Maßnahmen dann konkret erlassen? Wie sieht die Procedure aus? Wer bestimmte auf welchen Grundlagen? Und wie ist zum Vergleich das Vorgehen in Zeiten ohne Gesundheitsnotstand?

Explizit genannte Maßnahmen:

a)
Maßnahmen, die während der gesundheitlichen Notlage anwendbar sind, mit Bezug auf Arzneimittel und
Medizinprodukte gemäß der Verordnung (EU) 2022/123
;
b)
Mechanismen zur Beobachtung der Verknappung medizinischer Gegenmaßnahmen sowie zu deren Entwicklung,
Beschaffung, Verwaltung und Einsatz, im Einklang mit Artikel 12 der vorliegenden Verordnung und mit den
anwendbaren Rechtsvorschriften der Union, insbesondere der Verordnung (EU) 2022/123, und mit der Verordnung
(EU) 2022/2372;
c)
Aktivierung der Unterstützung durch das ECDC gemäß der Verordnung (EG) Nr. 851/2004 zwecks Mobilisierung und
Einsatz der EU-Gesundheits-Taskforce; und
d)
Aktivierung der IPCR-Regelung.

In Verordnung 2022/2372 geht es um Medizinprodukte und Soforthilfen im Krisenfall (laut „Wichtige Eckpunkte“). Und um die Aktivierung von Notfallplänen für Forschung und Innovation. – was sich nach vereinfachten Zulassungsverfahren anhört.

Verordnung 2022/2371 habe ich mir etwas ausführlicher angesehen (folgender Abschnitt). Kritisch fand ich die nicht präzisierte Aufforderung alle Ereignisse, die zu Gesundheitsnotständen führen können, zu überwachen. Und die eu-weite Weitergabe aller Gesundheitsdaten.

Fazit: Ein sehr weit gefasster Notlagenbegriff auf der Grundlage von One Health, etwas gemildert durch die Definition von grenzüberschreitenden Gefahren als „erhebliches Risiko“. Überwachungsstrukturen, Ausrufen eines Gesundheitsnotstands durch die Kommission ohne Parlamentsvorbehalt, beliebige Maßnahmen („unter anderem“) deren Beschlussweise und Gültigkeit sich mir nicht erschließt.

Einschätzungen aus den Blogs

Limmer erklärte, dass es ihr vor einer EU-Kommission graue, die sich per Verordnung ermächtigt habe, den EU-weiten Gesundheitsnotstand aus „klimabedingten Gefahren“ auszurufen.
tkp.at

Roguski interpretiert gar die Vertragsverhandlungen zu den WHO-Pandemieverträgen als Ablenkungsmanöver, damit in der Zwischenzeit auf regionaler Ebene wie der EU entsprechende Pandemieregeln unter dem Radar der Öffentlichkeit eingeführt werden können.

In my view, fights around the WHO pandemic treaty and WHO IHR amendments are distraction maneuvers to occupy the time and energy of people who might otherwise work on repealing or nullifying federal and state public health emergency and communicable disease control law.

Auf seinem substack beschreibt er als Beispiel die Regeln für Louisiana.

EU Verordnung 2022/123 – Krisenvorsorge Arzneimittel

Es geht um diese Verordnung des europäischen Parlamentes und des europäischen Rates vom 25 Januar 2022:

Verordnung (EU) 2022/123 des Europäischen Parlaments und des Rates vom Januar 2022 zu einer verstärkten Rolle der Europäischen Arzneimittel-Agentur bei der Krisenvorsorge und -bewältigung in Bezug auf Arzneimittel und Medizinprodukte

auf eur-lex.europa.eu (besser zum Download)
auf lexparency.de (besser zum Onlinelesen)

Die Maßnahmen dieser Verordnung können im Rahmen eines EU-Gesundheitsnotstandes gemäß dem ➜EU-Pandemiebeschluss Verordnung 2022/2371 aufgerufen werden.

Was steht drin?

Es geht um genügend Arzneimittel und Medizinprodukte auch in Notfallsituationen. Dazu sollen die Befugnisse, Aufgabe und Abteilungen der EMA erweitert werden. (Artikel 1)

In den vorbereitenden Einlassungen sind einige putzige Formulierungen, welche die Lektüre erleichtern:

(17) Mit dieser Verordnung sollte ein Rahmen geschaffen werden, der es ermöglicht, im Fall von Notlagen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und bei Großereignissen auf das Problem der Engpässe bei Arzneimitteln und Medizinprodukten einzugehen. Diese
Engpässe sind jedoch ein andauerndes Problem, das sich seit Jahrzehnten zunehmend auf die Gesundheit und das Leben der Unionsbürger auswirkt.

Hm, habe ich da was verpasst? Andauernde Notlagen mit zunehmenden Engpässen bei Medizinprodukten?

Gibt es Vorschriften, die nach Demokratiegefährdung aussehen?

Es soll eine Lenkungsgruppe für die Überwachung von Engpässen bei Medizinprodukten eingesetzt werden (Artikel 3).

Artikel 4 finde ich kritisch:

(1) Die Agentur überwacht in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten fortlaufend alle Ereignisse, die zu einem Großereignis oder einer Notlage im Bereich der öffentlichen
Gesundheit führen können. […]

Damit lässt sich nun jede Art von Überwachung begründen. Besonders wenn One Health als Gesundheitspolitikkonzept angewendet wird.

Nach Artikel 15 wird eine Notfall-Einsatzgruppe gebildet. Deren Aufgabe ist die wissenschaftliche Beratung allgemein und die Beratung von Entwicklern zu klinischen Prüfungen für Arzneimittel. Wäre zu Fragen, was der Vorteil einer solchen Notfall-Einsatzgruppe ist. Beratungsangebote für Unternehmen, die ein Arzeimittel zulassen wollen, sollte es geben, auch wenn kein Notfall vorliegt. Was der Vorteil einer zentralen Expertengruppe ist, ist auch unklar. Es wäre ja auch möglich, dass diverse Ärzte in betroffenen Gebieten sich austauschen, ausprobieren und berichten, was funktioniert.

In Artikel 15 aber auch 16 geht es um „beschleunigte wissenschaftliche Beratungsverfahren“ für die Zulassung von Arzneimitteln. In dem Text geht es um Beratung, nicht explizit um eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens selbst. Aber es soll wohl die schnelle Zulassung unterstützen.

Und es geht wieder um Daten:

Artikel 20 C
im Rahmen ihrer Regulierungsaufgaben Nutzung digitaler Infrastrukturen oder IT-Hilfsmittel, um den schnellen Zugang zu verfügbaren elektronischen, außerhalb klinischer Studien gewonnenen Gesundheitsdaten oder deren Analyse und den Austausch solcher Daten zwischen den Mitgliedstaaten, der Agentur und anderen Einrichtungen der Union zu erleichtern;

Außerhalb klinischer Studien gewonnene Gesundheitsdaten sind die Daten, die bei Arztbesuchen anfallen, richtig? Und die sollen innerhalb der EU ausgetauscht werden.
Ich kann nicht finden, dass das flächendeckend eine gute Idee ist.

Update 2024-02-07

Die neue Allmacht der EMA
Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, 694 die für die Zulassungen der Impfstoffe zentral zuständig ist,695 erhielt mit der umfangreichen EU-VO 2022/123 erheblich erweiterte Befugnisse zur
Erteilung von Notfallzulassungen, die angesichts der EU-VO über
schwerwiegende Gesundheitsgefahren und der vermuteten regelmä-
ßigen Ausrufung eines „Gesundheitsnotstands“ (PHEIC) in der EU
künftig die Regel sein dürften.
Beate Bahner (2024): Die dunklen Pandemiepläne der WHO
Kapitel 35.4.

Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA)

HERA ist abgeleitet von „Health Emergency Preparedness and Response Authority“ und wurde am 16. September 2021 gegründet, auf Beschluss der Kommission.

HERA-Beschluss, pdf
Pressemitteilung mit Statements zur Bedeutung von HERA, ec.europa.eu

HERA ist als DIenststelle der Kommission konzipiert (Artikel 1). Die Leiterin untersteht dem für Gesundheit zuständigen Kommissionsmitglied (Artikel 4 e), und erstellt den mehrjährigen Strategieplan (Artikel 4a).

Was sind die Aufgaben?

Präambel (5)
[…] ermöglicht Kontakte und die Zusammenarbeit zwischen den
Regulierungsbehörden der Mitgliedstaaten, anderen Behörden und der Industrie sowie zwischen den an der Lieferkette beteiligten Akteuren der Branche.

Präambel (6)
Dennoch war die Aufgabe, die Bereitstellung von medizinischen Gegenmaßnahmen wie Impfstoffen, Arzneimitteln, medizinischer Ausrüstung und Diagnostika und den Zugang dazu zu gewährleisten, bisher über verschiedene Politikbereiche und Finanzierungsprogramme der Union verteilt. Die Notwendigkeit, die Wirksamkeit der Vorsorge für Gesundheitskrisen und der Reaktion darauf zu erhöhen, erfordert die Einrichtung einer speziellen zentralen Struktur, […]

dazu auch

Artikel 2
Auftrag und Aufgaben
 
a) die Koordinierung der Gesundheitssicherheit innerhalb der Union in Zeiten der Vorsorge und der Krisenreaktion stärkt und die Mitgliedstaaten, die Industrie und die relevanten Interessenträger im gemeinsamen Bemühen zusammenführt;

Dann gibt es weitere Aufgaben (Artikel 2): Stärkung der globalen Strukturen der Krisenvorsorge, Abschätzung von Gesundheitsgefahren, Förderung Forschung und Entwicklung von Gegenmaßnahmen, Bevorratungskapazitäten, Ausbau von Wissen.

Präambel (8)
Wie in der Mitteilung über die Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen dargelegt, wird die HERA in zwei „Arbeitsmodi“ funktionieren: Vorsorge und Krisenreaktion nach der Feststellung einer Notlage im Bereich der öffentlichen Gesundheit auf Unionsebene […]

Einschätzung. Hört sich für mich an wie eine kleine WHO für Gesundheitskrisen. Eine Stelle einzurichten, die sich mit Wissen und Entscheidungsstrukturen rund um Krisen beschäftigt, kann ich nachvollziehen. Dass diese Stelle bei der Kommission angesiedelt ist, deutet daraufhin, dass sie politischen Einfluss nehmen soll, also mehr Zentralität in der EU.

Vice-President for Promoting the European Way of Life, Margaritis Schinas, said: “Today, we are taking a big, meaningful step towards a genuine EU Health Union. We are strengthening our common crisis management to prepare and respond to serious cross border threats to health. Our EU agencies need to be equipped with stronger mandates to better protect EU citizens.
Pressemitteilung

Kommentare von tkp.at:

Schaut man in die dazugehörige Pressemeldung der Kommission, ist unter dem Punkt „Reinforce surveillance“ Folgendes zu finden:
„Verstärkte Überwachung: Auf EU-Ebene wird ein verstärktes, integriertes Überwachungssystem geschaffen, das künstliche Intelligenz und andere fortschrittliche technologische Mittel nutzt.“

Wir halten fest: Gerade im Falle „schwerwiegender grenzüberschreitender Gefahren“ wird eine Institution besonders aktiv, die sich das Prinzip der „public-private-partnership“ in Großbuchstaben auf die Fahnen geschrieben hat. Dabei handelt es sich regelmäßig darum, dass Steuergelder zu Konzernen verschoben werden. So hat etwa die EU-Kommission 5,4 Milliarden C19-Vakzin Dosen für 450 Millionen EU-Bürger um über 110 Milliarden Euro gekauft. Einen großen Teil davon durch geheimgehaltene SMS-Nachrichten zwischen der Kommissionspräsidentin und dem Pfizer CEO.

Update 2024-02-05

Eingerichtet wurde ferner die neue „Europäische Exekutivagentur für
Gesundheit und Digitales“ (European Health and Digital Executive Agency, kurz: HaDEA), die das größte Programm zur Förderung der Gesundheit in der EU („EU4Health“) mit einem Budget von 5,3 Milliarden Euro verwaltet und umsetzt.
Beate Bahner (2024), Kapitel 35.5.

Weiterlesen
tkp.at 2023-10-11

Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

ECDC steht für „European Centre for Disease Prevention and Control“. Es wurde 2005 gegründet. Website: ecdc.europa.eu.

Das ECDC wird mit vielen Durchführungsaufgaben des ➜EU-Pandemiebeschlusses betraut

  • Our main objectives are to:
  • search for, collect, collate, evaluate and disseminate relevant scientific and technical data;
    […]
  • operating the dedicated surveillance networks;
    about

Update 2024-03
weiterlesen
Empfehlungen der EU Gesundheits-Organisation ECDC für nächste „Pandemie“: mehr vom Selben, von 2024-03, auf tkp.at.

EU-Health Taskforce

Website EU Health Taskforce.
Mit folgenden Zielen:

Die EHS-Taskforce wurde aufgrund des beachtlichen Erfolgs des jährlich stattfindenden Europäischen Gesundheitsgipfels ins Leben gerufen. Diese Plattform wurde entwickelt, um neben der Organisation hochrangiger jährlicher Veranstaltungen die Politik im Gesundheitsbereich voranzutreiben.
 
Ziel ist es nicht nur, ein größeres Gesundheitsnetzwerk zu schaffen und für Sichtbarkeit zu sorgen, sondern auch den Prozess der Politikgestaltung auf europäischer Ebene zu steuern und die Verbindung zwischen öffentlicher und privater Partnerschaft durch die Einbeziehung sektorübergreifender Interessengruppen zu stärken.“
Übersetzung: tkp.at

The goal of these exclusive meetings is to strengthen the link between public and private partnerships and to allow business, policymakers, experts and academia to discuss the current hurdles and gaps in healthcare. The takeaways of these workstreams will shape the agenda of the Summits.
ehtaskforce.eu/about-us

EU Verschärfungsvorschläge für Pandemievertag (Frühjahr 2023)

Siehe den Abschnitt in Teil I: ➜Die EU-Vorschläge zum WHO CA+ von April 2023.

Pandemieverträge in anderen Ländern

Update 2024-05-13: Diesen Abschnitt neu angelegt

EU

siehe dazu im Abschnitt zur EU oben.

USA

US Government Global Health Security Strategy.pdf, von April 2024

Beachte den vorstehenden Titel: Das US-Government will sich um die globale Strategie kümmern.

„Das Büro für globale Gesundheitssicherheit und Diplomatie leitet die Bemühungen des Außenministeriums um den Pandemiefonds in Abstimmung mit dem US-Finanzministerium. Seit seiner Einrichtung im September 2022 hat der Pandemiefonds Zuschüsse in Höhe von 338 Millionen Dollar für 37 Länder bereitgestellt, und in diesem Jahr werden weitere 500 Millionen Dollar bereitgestellt, um die nationalen und regionalen Prioritäten der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen in den Bereichen Überwachung, Laborkapazitäten, Arbeitskräfte, One Health, Risikokommunikation, Risikomanagement und Engagement der Bevölkerung für die Pandemievorsorge zu unterstützen.
zitiert nach tkp.at

Kooperationspartner & Co

In der folgenen Zusammenstellung sammle ich Organisationen, Unternehmen, Menschen oder Initiativen, die einer gleichen oder ähnlichen Agenda nachgehen, wie sie in den Vertragsvorschlägen zu WHO CA+ und den Änderungsvorschlägen zu den IHR zum Ausdruck kommen. Das scheint mir wichtig, um eine Vorstellung davon zu bekommen, welche Kräfte hier am Werk sind.
Also sind die Vorschläge einfach nur Vorschläge von ein paar Mitgliedsländern der WHO, die sich eine Stärkung der WHO wünschen, oder steckt da mehr Energie dahinter?
Es ist auch gut zu wissen, weil dann der öffentliche Diskurs besser eingeschätzt werden kann.
Es ist außerdem wichtig für Frage des letzten Abschnitts aus Teil I „Die WHO soll durchregieren“. Dort war ein Argument, dass die WHO versuchen könnte, die Länder abhängig von sich zu machen, um auf diese Weise ein bindenderes Vorgeben von Maßnahmen zu erreichen, das mit direkten Regeln einstweilen nicht realisiert werden kann. Wenn sich herausstellt, dass die WHO Verbündete hat, oder für diese Verbündeten die WHO ein Durchsetzungsinstrument ihrer Interessen ist, dann sind zur Beantwortung der Frage nach der Durchsetzungsmacht der WHO auch die Einflussmöglichkeiten dieser „Verbündeten“ auf die Länder mit in Lageeinschätzung einzubeziehen.

Methodik. Die folgenden Ausführungen sind eine Sammlung von Hinweisen, die mir im Rahmen der Recherche zu den WHO-Vertragsentwürfen über den Weg gelaufen sind. D.h. weder ist es eine vollständige Aufzählung noch habe ich zu den einzelnen Institutionen weiterrecherchiert. Die Anzahl der Funde hat mich aber überrascht, und ich dachte, vielleicht findet es noch jemand interessant.

Der WHO-biopharmazeutische Komplex

Dr. Peter McCullough auf der Konferenz am 13.09.2023 in Straßburg (kla.tv):

„Die Rolle der WHO scheint in beiden Fällen problematisch zu sein. Die Rolle der WHO scheint innerhalb eines biopharmazeutischen Komplexes zu liegen, eines Syndikats, eines komplizierten Syndikats, das sich im Laufe der Zeit gebildet hat. Dazu gehören die WHO, die Vereinten Nationen, das Weltwirtschaftsforum, die Gates Foundation, die Rockefeller Foundation, der Wellcome Trust, Gavi, CEPI (die Coalition for Epidemic Preparedness and Innovation), die weitgehend von der Gates Foundation und dem WEF gebildet wurde. Das US-Außenministerium, die Nationalen Gesundheitsinstitute (National Institutes of Health), die CDC, die FDA, die MHRA im Vereinigten Königreich, die TGA in Australien, SAFRA in Südafrika, die EMA hier in Europa. Diese Gruppierung von Nichtregierungsorganisationen und staatlichen Gesundheitsbehörden arbeitet als Einheit. Sie sind sorgfältig aufeinander abgestimmt.“

Agenda 2030

Eine Einordnung von tkp.at: Die UN/WEF-Agenda 2030 muss vor den Vorhang.

Selbstredend ist die Stärkung der WHO ein wesentlicher Bestandteil der Agenda 2030.

Die WHO-Reform ist nur ein weiterer Ausdruck des anti-demokratischen Charakters der Agenda 2030. Keine Bevölkerung keiner Nation wurde darüber aber jemals befragt. Es war immer ein elitäres Projekt.

Auch wenn die Ziele noch utopisch-friedlich klingen mögen: Armut ausmerzen, Hunger stoppen, gesundes Leben für alle, Infrastruktur und “inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern” usw, doch seit 2015 geht alles in eine andere Richtung: Grundrechte, ob Meinungsfreiheit oder Recht auf körperliche Selbstbestimmung werden abgebaut, die Bevölkerung verarmt zunehmend, Deutschland (und damit auch Österreich) befindet sich in einem Strudel der Deindustrialisierung, die öffentliche Gesundheit wird an BigPharma ausgeliefert, individuelle Freiheiten, ob das Mobilität oder Ernährung ist, wird zunehmend eingeschränkt.

Update 2023-11-08
Eine Website, die sich die Agenda 2030 unter dem Motto „UN-Agenda 2030: 17 Ziele der nachhaltigen Zerstörung“ anschaut und die einzelnen Ziele daraufhin untersucht, ist: vereinwir.ch

China

Update 2024-06
Sieht so aus, dass China eine wichtigere Rolle in der Pandemie gespielt hat, als ich bisher realisiert habe. Darauf gestoßen hat mich ein Artikel in einem Sonderheft der EpochTimes: Die globalen Lockdowns, beispiellos in der Geschichte, Was steckt dahinter? (Themenspezialheft EpochTimes, S. 18ff):

1.) Die Lockdowns entstanden auf Anweisung von Xi Jinping,
dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas, und wurden von der Weltgesundheitsorganisation mit wenig Analyse oder Logik zur globalen Politik propagiert.

2.) Die einflussreichste Institution für COVID-19-Modelle, die sich
selbst als „Chinas bester akademischer Partner im Westen“ bezeichnet, war bei Weitem der alarmistischste und ungenaueste COVID-19-Modellierer.

Fünf Jahre zuvor, am 21. Oktober 2015, besuchte Generalsekretär Xi persönlich das Imperial College London, um „eine Reihe neuer britisch-chinesischer Bildungs- und Forschungskooperationen“ anzukündigen, darunter „Nanotechnologie, Bioengineering […] und öffentliche Gesundheit“

3.) Tödliche Empfehlung für frühe mechanische Beatmung kamen aus China.

4.) Die vorherrschenden, extrem ungenauen PCR-Testprotokolle basieren auf unvollständigen, theoretischen Genomsequenzen, die von China geliefert wurden.

5.) Vorherrschende, exzessive PCRTestprotokolle stammen aus China.

6.) Studien, die eine signifikante asymptomatische
Übertragung zeigen und die einzige wissenschaftliche
Grundlage für die Isolierung gesunder Personen sind, stammen
aus China

7.) Die KPC führte eine frühe, breite, systematische und
globale Kampagne durch, um ihre Abriegelungsmaß-
nahmen zu propagieren.

Zudem:
Die chinesische Firma DJI spendete Drohnen an 22 US-Bundesstaaten, um bei der Durchsetzung der Abriegelungsregeln zu helfen. [124]

Anfang März 2020 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) COVID19-Leitlinien für das Gesundheitspersonal. [44] In den Leitlinien wurde eine schnelle mechanische Beatmung als frühe Intervention bei der Behandlung von COVID-19-Patienten empfohlen. Das war eine Abweichung von früheren Erfahrungen bei Epidemien mit Atemwegsviren. [45] Dabei beriefen sie sich auf die Leitlinien chinesischer Fachzeitschriften, die im Januar und Februar Artikel veröffentlichten, in denen behauptet wurde, dass ein „chinesischer Expertenkonsens“ eine „invasive mechanische Beatmung“als „erste Wahl“ für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Atemnot forderte. [46] Nicht zuletzt um das medizinische Personal zu schützen.
Seite 20, who.int

CEPI

CEPI-Koalition für Innovationen in der Epidemievorbeugung CEPI (cepi.net) ist eine mächtige Impfstoffkoalition, welche 2017 von den Regierungen Norwegens und Indiens, der Bill & Melinda Gates Stiftung sowie dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet wurde und aktuell von mehr als 35 Ländern, der EU-Kommission und weiterhin von der Bill & Melinda Gates Stiftung finanziell unterstützt wird. Auf der eigenen Webseite beschreibt sich CEPI wie folgt …
blog.bastian-barucker.de

CEPI tritt dafür ein, dass Impfstoffe in 100 Tage entwickelt werden. blog.bastian-barucker.de

Deutschland ist laut Finanzbericht von CEPI der größte finanzielle Unterstützer für die beiden Perioden von 2017-2026 mit 693 Mio US$ (archive.org).

Die Bundesregierung finanziert und die EU-Kommission kooperiert also mit einer Organisation, die von der Großkonzernelobby Weltwirtschaftsforum und einem Megareichen, der gern Weltenretter und Weltenregent spielt, gegründet wurde und keinerlei demokratischer Kontrolle unterliegt, damit sie bei der nächsten Virusepidemie noch schneller das gleiche Impfregime etablieren helfen kann wie bei Corona.

Maßgeblich mit im Boot ist die WHO, deren Generaldirektor, […]
norberthaering.de

Finanzintermediärfonds (FIF)

Der Finanzintermediärfonds (FIF) bei der Weltbank wurde schon im September 2021 auf einem Corona-Gipfel von US-Präsident Joe Biden mit Startkapital von 250 Mio. Dollar und 850 Millionen weiteren beim Kongress beantragten Dollar auf den Weg gebracht (whitehouse.gov). Erklärte Zielmarken sind mindestens 30 zahlende Regierungen und zehn teilnehmende Internationale Organisationen, sowie mindestens 10 Mrd. Dollar jährliches Budget. Alles, um Länder zu belohnen, die das neue Pandemie-Vermeidungsregime getreu umsetzen und andere durch Mittelentzug zu bestrafen.
norberthaering.de

Gates

Gates hat sich auch zum Thema Pandemien positioniert und ein Buch geschrieben: How to Prevent the Next Pandemic.

Ich zitiere aus einer Besprechung von Paul Schreyer, auf multipolar-magazin.de.

Bill Gates veröffentlicht ein neues Buch zur Pandemiebekämpfung – er fordert mehr zentrale Kontrolle.

Er fordert darin ein internationales, 3.000 Personen umfassendes schnelles Eingreifteam, das neue gefährliche Erreger aufspüren und dann die Reaktionen der Regierungen auf die erkannte Gefahr anleiten soll. Der Milliardär rechnet mit Kosten für das Team in Höhe von 1 Milliarde Dollar pro Jahr.

Der Milliardär stellt es sich so vor:

„Die Krankheitsüberwachungsexperten des Teams würden nach möglichen Ausbrüchen suchen. Sobald sie einen entdecken, sollte GERM in der Lage sein, einen Ausbruch zu erklären und mit den nationalen Regierungen und der Weltbank zusammenzuarbeiten, um sehr schnell Geld für die Reaktion zu sammeln. Experten für Produktentwicklung würden Regierungen und Unternehmen zu den Arzneimitteln und Impfstoffen mit der höchsten Priorität beraten. Menschen, die Computermodellierung verstehen, würden die Arbeit von Modellierern auf der ganzen Welt koordinieren. Und das Team würde helfen, Reaktionen zu entwickeln und zu koordinieren, zum Beispiel wie und wann Grenzschließungen umgesetzt und die Verwendung von Masken empfohlen werden.“
gatesnotes.com

Die WELT merkt dazu an:
„Demokratische Institutionen kommen in Gates Plan nicht vor, das Wort ‚Parlament‘ taucht im ganzen Buch genau ein Mal in einer Fußnote auf (…) Für Gates sind das alles nur organisatorische und technische Fragen, die von Experten administriert und umgesetzt werden können.“

„Als zweitgrößter Geldgeber der WHO übt Gates einen massiven Einfluss auf die Organisation aus, wie selbst Bewunderer der Stiftung zugeben. Und diesen Einfluss hat er genutzt, um impfstofforientierte Antworten auf Fragen der globalen Gesundheit zu fördern – sowohl über die WHO als auch über verwandte öffentlich-private Partnerschaften wie GAVI (Vaccine Alliance) und CEPI, die ebenfalls von Gates finanziert werden. Im Jahr 2011 hielt Gates eine Rede vor der WHO und erklärte: ‘Alle 193 Mitgliedsstaaten [müssen] Impfstoffe zu einem zentralen Schwerpunkt ihrer Gesundheitssysteme machen’. Im darauffolgenden Jahr verabschiedete die Weltgesundheitsversammlung einen ‘Globalen Impfplan’, an dem die Gates-Stiftung mitgewirkt hat, und mehr als die Hälfte des Gesamtbudgets der WHO fließt nun in Impfstoffe.“
Thomas Fazi auf unherd.com
zitiert nach tkp.at

weiterlesen
Gates in einem TED-Talk von 2015 zu GERM,
dem Plan ständig nach Viren zu jagen. Link auf tkp.at.

Gates-Stiftung

Eindrücke aus dem Jahresbrief der Gates-Stiftung zu Beginn des Jahres 2021, Abschnitt 3. (Hinweis gefunden auf norberthaering.de)

To prevent the hardship of this last year from happening again, pandemic preparedness must be taken as seriously as we take the threat of war. 

Stopping the next pandemic will require spending tens of billions of dollars per year […]

The bulk of this investment needs to come from rich countries. Low- and middle-income countries and foundations like ours have a role to play, but governments from high-income nations need to lead the charge here because the benefits for them are so huge.

 I’m hopeful we’ll have what I call mega-diagnostic platforms, which could test as much as 20 percent of the global population every week.

Just as I think we’ll see huge improvements in diagnostics and monoclonal antibodies, I predict that mRNA vaccines will become faster to develop, easier to scale, and more stable to store over the next five to ten years.

First, we need to spot disease outbreaks as soon as they happen, wherever they happen. That will require a global alert system, which we don’t have at large scale today. The backbone of this system would be diagnostic testing. Let’s say you’re a nurse at a rural health clinic. You notice that more patients are showing up with coughs than you’d expect for this time of year, or maybe even that more people are dying than normal.

GAVI

Globale Impfallianz

Website: gavi.org

Wer ist Teil der Allianz? Das habe ich auf der Website nicht gefunden. Aber unten im Footer finden sich 4 Logos:
WHO,
UNICEF,
Bill&Melinda Gates Foundation,
Weltbank.
Laut Wikipedia sind noch etliche Regierungen, NGOs, Impfstoffhersteller und private Geldgeber beteiligt.

Auf der GAVI-Website findet sich eine Aufstellung der Finanziers:

Quelle: gavi.org

Alle reden bei GAVI immer von Gates. Der steuert aktuell aber nur noch 10% bei. Der Rest sind Länder. Prominent dabei: Deutschland, das auch etwa 10% beisteuert.

weiterlesen
Zuwendungen an Gavi nach Ländern seit 2000, gavi.org.
Für Deutschland siehe auch ➜hier.

Was macht GAVI?

The Future of Global Pandemic Security: Navigating shifting landscapes – a Gavi White Paper
GAVI steht für die ganzen Positionen, die auch den Vertragsentwürfen der WHO vorangestellt werden, etwas peppiger allerdings.

How market shaping works – The goal of our market shaping work is to help ensure vaccine markets work better for lower-income countries.

GAVI ist dazu da, den Markt zu formen. Und das Beste ist:

„Gavi’s market shaping work aims to: […] save money for countries – our approach to market shaping is forecast to deliver savings of US$ 1.3 billion during the 2016–2020 strategic period

Die Schweiz hat GAVI mit Immunität ausgestattet, mit einem Abkommen von 2009.

Deutschland: Am 50. Weltwirtschaftsforum in Davos 2020 hatte Merkel eine Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Euro für den Zeitraum 2021–2025 zugesagt. (de.wikipedia.org)

Global Listening Projekt

Das Global Listening Projekt – da geht’s wohl darum zu wissen was sich die Menschen dieser Welt so erzählen. Aber das Projekt selbst ist nicht bekannt, es hat nicht mal einen wikipedia-Eintrag. Zum ersten Mal ist es im Internet Oktober 2022 aufgetaucht.

Es gibt eine Website: global-listening.org. Begrüßungstext:
„Building societal cohesion as a key element of preparedness for future crises.“
(deutsch: gesellschaftlichen Zusammenhalt aufbauen, als ein Schlüsselelement zur Vorbereitung auf künftige Krisen)

Es geht einerseits tatsächlich um offizielles Zuhören. Und es geht darum, dass die Welt künftig einheitlich reagieren soll.

Einen Workshop zu Zensur gibt es: Understandig Misinformation about science.

Norbert Häring hat über diese Organisation einen Beitrag verfasst. In seinem Beitrag geht er auch den Themen Personal, Geld, Partner und Zensur nach. Seine Einschätzung:

Mein Übersetzungsversuch: Durch eine regelmäßige, globale Umfrage, die durch die Fokusgruppen vorab aufwendig validiert wir, soll künftig laufend feststellbar sein, in welchem Maß die Gesellschaft verschiedener Länder bereit ist, sich bei der nächsten vermeintlichen oder tatsächlichen Gesundheitskrise dem Diktat einer zentralen Organisation, also der WHO, zu unterwerfen. So können Länder identifiziert werden, deren Bevölkerungen noch bearbeitet werden müssen.

Global Internet Forum to Counter Terrorism (GIFCT)

Das GIFCT ist ein Konsortium von Unternehmen, das eine Zensurdatenbank von Inhalten mit terroristischem Hintergrund pflegt. Zu den Mitgliedern gehören u.a. Microsoft, Meta (Facebook, Instagram und WhatsApp), YouTube, Twitter, Dropbox, LinkedIn, Amazon, Tumblr, WordPress.com und Zoom.
Hinweis gefunden auf norberthaering.de

Website: gifct.org

Google / Youtube

Google / Youtube arbeiten aktiv mit der WHO zusammen, um sicherzustellen, dass die Menschen nur Informationen zu Gesicht bekommen, die der WHO-Linie entspricht. Zur Zensur von allem was nicht WHO-Linie ist, siehe die Nutzungsrichtlinien von Youtube. Dargestellt in Teil 1, Abschnitt über Zensur und Indoktrination, Youtube Nutzungsrichtlinie.

Melissa Fleming, Stellvertretende Generaldirektorin für Kommunikatio bei der UN, war 2022 auf einer Diskussionsveranstaltung des WEF (veröffentlicht auf weforum.org). Dort sagte sie:

„Wir sind eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Wenn Sie beispielsweise nach „Klimawandel“ googeln, erhalten Sie ganz oben in Ihrer Suche alle möglichen UN-Ressourcen. Wir haben diese Partnerschaft ins Leben gerufen, als wir schockiert feststellten, dass wir bei der Suche nach „Klimawandel“ an erster Stelle unglaublich verzerrte Informationen erhielten.“

Google sortiert also die Ergebnistrefferliste nach politischen Vorgaben.

siehe auch
Teil I: Zensur und Indoktrination

IWF

Update 2024-02

Zum IWF gibt es Hinweise, dass er die WHO-Covid-Politik mitgetragen und in Form von Erpressungen / Bedingungen bei der der Kreditvergabe geholfen hat, diese durchzusetzen:

Bereits im Juni 2020 hatte ich darauf hingewiesen, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko öffentlich eine Kreditlinie des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 940 Millionen Dollar ablehnte. Er lehnte ihn ab, weil der IWF den Kredit an die Bedingung knüpfte, dass Weißrussland eine strenge Covid 19 Lockdown-Politik und eine Ausgangssperre einführt. Damals fand ich es sehr merkwürdig, dass der IWF einem Land einen Kredit anbietet und gleichzeitig Bedingungen stellt, die die Rückzahlungsfähigkeit des Landes stark beeinträchtigen.
[…]
Im April 2020 hatten 85 Länder Finanzhilfe beim IWF beantragt. Hoch verschuldet und mit schwer geschädigten Volkswirtschaften brauchten die meisten Regierungen der Welt Kredite, wodurch sie dem Diktat der Macht des Geldes ausgeliefert waren. Um sich die benötigten Mittel zu sichern, haben sie möglicherweise zugestimmt, ihre Wirtschaft herunterzufahren, die Bewegungsfreiheit ihrer Bevölkerung einzuschränken, Stasi-ähnliche Kontaktverfolgungsstrukturen zu schaffen und die Schulen zu schließen.
auf tkp.at

John-Hopkins-Universität und Transhumanismus

Die John Hopkins Universität war während der Coronakrise die Stelle, die die weltweiten Fallzahlen veröffentlicht hat.

Das Center for Health Security an der John-Hopkins-Universität hat eine Broschüre mit dem Titel „Technologies to Address Global Catastrophic Biological Risks“ herausgegen (archive.org).

Auf den ersten vier Seiten der Broschüre habe ich folgendes gefunden:

Evaluation questions:
• What is the technology?
• What problem does it solve?
• How do we do it now?
• What does success look like?

Bei Technologien könnte auch nach Risiken gefragt werden, und welche Probleme sie schaffen. Aber diese Art von Sicherheitsüberlegungen sind keine Überlegungen des Centers for Health Security.

Dann werden Technologien vorgestellt, von denen sie sich künftig einen spürbaren Beitrag bei der Notfallbekämpfung erwarten:

  • Allgegenwärtige Gensequenzierung und -analyse
  • Netzwerke von Drohnen zur ständigen Überwachung der Umwelt
  • Satellitengestützte Überwachung von Gesundheit und Krankheit auf den Feldern
  • 3D-Druck von Medikamenten
  • Impfungen zur Selbstverabreichung
  • Sich selbst ausbreitende Impfungen

Gefunden in einem Beitrag auf norberthaering.de über Transhumanismus. Dort bespricht er die Broschüre ausführlich.

Junckersche Salamitaktik

Zum Thema Vorgehensweise und Vertrauenswürdigkeit:

Mit der schon berüchtigten “Junker’schen Salami-Taktik“ (“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert… wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”)
spiegel.de

Jean-Claude Juncker war vom 1. November 2014 bis 30. November 2019 Präsident der Europäischen Kommission.

Medien

Siehe zu deutschen Medien
➜Teil IIII: Pandemieverträge in deutschen Alt-Medien

Mercury Projekt der Rockefeller Stiftung und der Gates-Stiftung

Website: ssrc.org -> mercury project

The Mercury Project is a consortium of social and behavioral scientists and practitioners committed to identifying cost-effective and scalable interventions to build vaccination demand. 

Das Mercury Projekt ist ein Konsortium von Sozial- und Verhaltenswissenschaftlern und Praktikern, die sich zum Ziel gesetzt, haben kosteneffektive und skalierbare Maßnahmen zu finden, um die Nachfrage nach Impfungen zu steigern.

Übernommen von Norbert Häring aus dem Beitrag WHO-Mitglieder beschließen Resolution zur Manipulation der öffentlichen Meinung:

Dazu gehört etwa das Mercury-Projekt der Rockefeller-Stiftung und der Gates-Stiftung. Deren Programme umfassen:

  • Radiohörspiele in denen die Vorteile von Impfstoffen dargestellt werden und die Entscheidungsfindung dramatisiert wird,
  • ein großes gemeinsames Projekt mit Youtube, um experimentell zu ermitteln, „wie man den Menschen am besten helfen kann, zwischen richtigen und falschen Gesundheitsinformationen zu unterscheiden“,
  • in Zusammenarbeit mit Facebook und Youtube die Wirksamkeit von Gesundheitsinformationen bewerten, „die von Mitgliedern einer bestimmten Gemeinschaft erstellt wurden“, um zu sehen, ob diese die Impfbereitschaft eher verbessern als Regierungsbotschaften,
  • Schulung und Bezahlung von „positiven Social-Media-Influencern – prominente Journalisten und soziale Aktivisten mit relativ großer lokaler Anhängerschaft“, damit diese Desinformation entgegenwirken,
  • ein Twitter-Account, der Fehlinformationen zum Thema Gesundheit überwacht und den Empfängern dieser Fehlinformationen Gegennachrichten zukommen lässt, „mit dem Ziel, die Nutzer zu motivieren, der Quelle nicht zu folgen“.

Die aufgeführten Maßnahmen illustrieren, was alles unter Bekämpfung von Infodemie, Mis- und Disinformation veranstaltet werden kann (➜Zensur und Indoktrination). Es passt zu dem von der WHO geförderten ➜Behavioral Science Ansatz.

siehe auch
Teil I: Zensur und Indoktrination

Militär

Irgendwie hängen auch Teile des Militärs mit in diesem Gesundheitsprogramm.

Zur Erinnerung: Die Leitung des deutschen Corona-Krisenstabs hatte General Breuer.
In den USA: Prototypvereinbarung mit dem Verteidigungsministerium um Qualitätstandards zu umgehen (tkp.at, ausführlicher Sasha Latypova auf rumble.com).

Es gibt also Informationen, aus denen sich ergibt, dass die Militärführung in der Vorbereitung und Durchführung der Impfkampfkampage beteiligt war.

Und dann gibt es diese Merkwürdigkeit, dass etwa in Deutschland die Soldaten einer Impfflicht unterliegen (Stand September 2023, immernoch). Neben dem Unding einer medizinischen Zwangsmaßnahme ist auch merkwürdig, dass die Bundeswehr keine eigene Auswertung der Impfung vornimmt, obwohl sie beste Voraussetzungen dafür hätte. Daten in hoher Qualität sind vorhanden. Die Soldaten unterliegen der Impfpflicht und haben eine höhere Inzidenz im Vergleich zur Bevölkerung. Anstatt dem auf dem Grund zu gehen, wird pauschal mit häufigerem Testen begründet (epochtimes.de).
Stellt sich also die Frage, warum die Soldaten einer risikobehafteten medizinischen Maßnahme unterzogen werden, für die es deutliche Hinweise gibt, dass sie mehr schadet als nutzt? (z.B. Pfizer-Zulassungsstudie, Mehr impfen – mehr Corona?, Zusammenstellung auf sciencefiles.org). Und für die die Bundeswehr keine eigene Qualitätskontrolle durchführt, obwohl die Daten dazu vorhanden sind.

Update 2024-05-23
In einem Artikel auf uncutnews.ch findet sich folgende Passage von Latypova. Ich durchschaue die Einbindung des amerikanischem Militärs nicht, passt aber zu den weiter oben verlinkten Ausführungen:

Über das Krankenhaussystem hinaus, so Latypova, „kommen wir rasch zu den Geldern, die in das System geflossen sind, und das sind in den USA alles Bundesgelder – und sie sind speziell über das Verteidigungsministerium geflossen. Es ist also eine militärische Operation. Das Verteidigungsministerium war dafür verantwortlich und ist es immer noch – sie behaupten, dass sie für die gesamte Regierung verantwortlich sind“.
Latypova fährt fort, den sogenannten „Whole-of-Government“-Ansatz des Verteidigungsministeriums in Bezug auf COVID wie folgt zu erklären:
“Es gibt diesen Ausdruck, er heißt ‘Whole-of-Government-Ansatz’. Nun, in einer Pressekonferenz, die ungefähr 45 Minuten dauert, wiederholt dieser General Talley, der der Hauptsprecher für die Operation Warp Speed ist, ungefähr 12 Mal ‘Whole-of-Government’; es ist wie ein Tick, wie Tourette. Und es ist ein sehr merkwürdiger Tourette, denn sie führen einen Militärputsch durch, wir haben keine verfassungsmäßige Regierung;

Update 2024-05-23
In der Gleichschaltungsorganisation der deutschsprachigen Presselandschaft sitzt auch jemand mit Verbindung zum amerikanischen Militär.
Siehe norberthaering.de, Abschnitt „Das US-Militär als Aufseher“.

Grabbeltisch
Covid-Injektionen, jetzt meldet sich der Experte, der die Biowaffenkonvention entworfen hat, auf uncutnews.ch

Moderna

„Hier kommt die Desinformationsabteilung von Moderna ins Spiel.
 
Hinter den Kulissen (…) erteilt ein Netzwerk von 45.000 (!) medizinischen Fachkräften Ratschläge, wie man reagieren soll, wenn Impf-Fehlinformationen zum Mainstream werden.”
rosenbusch, Telegram
unherd.com

Update 2024-06-05
„Einem Enthüllungsbericht zufolge wurde der Covid-Impfstoff von Moderna von einem staatlichen Auftragnehmer hergestellt, der enge Verbindungen zur CIA, zur FDA und zur Bill & Melinda Gates Foundation unterhält.“, auf uncutnews.ch

Pandemic Prevention Institute (Rockefeller-Stiftung)

In einem Beitrag auf tkp.at von März 2022 wird wie folgt geteasert:

Auffällig ist die Übereinstimmung der Ziele des Pandemievertrags mit jenen der Rockefeller Foundation. Sie baut schon länger selbst an einem „Pandemic Prevention Institute“. Auch ihr geht es um die Früherkennung möglicher Erreger, die Kapazitäten für Gensequenzierungen soll ausgeweitet werden. Es ist nicht das einzige Ziel, bei dem Rockefeller und WHO übereinstimmen. Auch beim Kampf gegen „Falschinformationen“ ist man sich einig.

Website: rockefellerfoundation.org/pandemicpreventioninstitute/

Pariser Friedensforum

Aus dem Beitrag zum Pandemievertrag von Norbert Häring, März 2022:

Was hat es mit diesem in Deutschland kaum bekannten „Pariser Friedensforum“ auf sich? Auf dessen Netzseite erfährt man, dass die Mission des 2018 gegründeten Forums sei, eine Plattform zu bieten, die allen offen steht, die versuchen, Koordinierung, Regeln und Kapazitäten zu entwickeln, um globale Probleme zu lösen. Man versteht sich als eine Art Reserve-Regelungsgremium der Weltgeschicke:
 
„Multilaterale Organisationen mit universeller Mitgliedschaft haben ein legitimes Mandat für die Schaffung von Regeln und Mechanismen zur Lösung transnationaler Probleme. Wir springen ein, wenn diese Institutionen nicht handeln können oder wenn die vorgeschlagenen Lösungen unzureichend sind.“

Hauptsponsoren (Strategic Partners) sind neben der EU-Kommission und dem Beratungsunternehmen Brunswick die Open Society Fondations des Milliardärs George Soros und Mircosoft. Hinzu kommen als „Main Partners“ die Gates-, Rockefeller- und Ford-Stiftungen. „Grand Partners“ sind Wellcome Trust und Youtube (Google). Das sind auch die Hauptsponsoren der WHO und der internationalen Impfaktivitäten.

Bei Wikipedia heißt es über das Forum (Stand 17.3.22):
 
„Das Pariser Friedensforum vervollständigt die bestehende Weltagenda multilateraler Treffen, indem es eine spezielle Veranstaltung für Fragen der Global Governance schafft, da Wirtschafts- und Finanzfragen beim Weltwirtschaftsforum von Davos und Sicherheitsfragen bei der Münchner Sicherheitskonferenz behandelt werden.“

Pfizer

Die WHO braucht für ihre Strategie Pharmaunternehmen, die schnell entwickelte Medikamente und Impfungen liefern. Zum Wohle der Menschen sollten dies vertrauenswürdige Unternehmen sein, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie sorgfältig darauf achten, dass ihre Produkte mehr Nutzen als Schaden aufweisen und respektvoll und sorgsam mit Menschen umgehen.

Hat die WHO dies geprüft und eingefordert? Meines Wissens nach nein.

Machen wir also einen Anfang und schauen uns ein Pharmaunternehmen, das in der Coronapandemie Impfstoffe geliefert hat, an: Pfizer.

Pharmariese Pfizer: Geschichte von Fälschung, Betrug, Korruption und Todesopfern, Übersetzung von Children’s Health Defense.org / Kanekoa News auf pressefreiheit.rtde.live

Nachdem der Pfizer Impfstoff in Australien eingesetzt worden ist, kommen dem Senat Zweifel und bittet zu „Hearings vor dem Education and Employment Legislation Commitee des Australischen Senats“ (August 2023). Auf die Fragen kommen von den Pfizergesandten nur Phrasen (sciencefiles.org). –
Möchte ich Medikamente von einem Unternehmen verschrieben bekommen, das auf Fragen Phrasen drischt? 

Ich frage mich auch, warum Pfizer zahlreich spendet, und zwar an Institutionen oder Menschen, die Pfizer nützlich sein können, indem sie auf die eine oder andere Art die Produkte promoten (uncutnews.ch). Pfizer könnte auch ja auch gegen Hunger spenden oder für eine Entmüllung der Meere. Da stellt sich doch der Verdacht ein, dass die Produkte von Pfizer selbst nicht so überzeugend sind, richtig?

Presse

Es sieht auch so aus, dass weite Teil der Presse weltweit gleichgeschaltet sind. Und eine Kurs beschreiben, der zu den geplanten Verträgen der WHO passt.
Ein Indiz: Da wurde ein Wurm im Gehirn in Australien gefunden. Dies wird kurz nach der Veröffentlichung des Berichts weltweit in den Medien kund getan. Meist ohne Bezug auf die Studie. Ohne Bezug darauf, dass immer mal wieder Würmer im Gehirn vorkommen und das eine bekannt Erkrankung namens Zystizerkose ist. Warum? Vielleicht weil für Zoonosen getrommelt werden soll?
Gleichzeitig wird fast nirgends von den zahlreichen Fallstudien berichtet, die einen Impfschaden nach Corona zum Gegenstand haben. (siehe sciencefiles.org)

Aus informationstaktischer Sicht bemerkenswert finde ich auch einen Beitrag im Handelsblatt von April 2021, der die Linie der WHO 100% übernimmt – wie die WHO ➜ohne abzuwägen – und es einen Skandal nennt, dass die WHO nicht schneller mehr macht, um dann zu fodern, dass die WHO mehr Durchsetzungsmacht braucht. (handelsblatt.com)

Update 2023-11-08
Wo bleibt die öffentliche Debatte zu den Pandemieverträgen? Die alten Medien befeuern sie jedenfalls nicht. Warum nicht? – Also führen wie sie in anderen Medien.

Rockefeller Stiftung

Die Rockefeller-Stiftung wird 5 Millionen in das Berliner WHO-Zentrum investieren. Damit sollen Projekte zur „Pandemievorsorge“ gefördert werden.
tkp.at, 2023-05-25

Die Rockefeller-Stiftung hat die Ehre bekommen auf der WHO-Website mit den „Contributors“ einen eigenen Link zu bekommen. Da steht dann zum Beispiel:

The Rockefeller Foundation-WHO collaboration goes back to the beginnings of the World Health Organization.

The Foundation has been a committed and regular supporter of WHO, with contributions totalling more than US$ 25.6 million since 2000.

The Foundation is helping accelerate the digitalization of WHO guidelines and the digital COVID-19 response, developing public health intelligence tools and creating a digital health clearing house. The clearing house will enable countries to identify digital solutions for COVID-19 and other health domains.

Zur aktiven Einflussnahme von Rockefeller auf die Medizin und ihrer Ausrichtung siehe „Wie Rockefeller die Medizin monopolisierte und BIG PHARMA schuf“, youtube.com.
Und auch Beate Bahner (2024): Die dunklen Pandemiepläne der WHO, Kapitel 12.4.

UNO – Machtergreifung der Konzerne

Im Juni 2019 vereinbaren UNO und das World Economic Forum einen Rahmen für eine strategische Partnerschaft (weforum.org).

Auch in der UNO steht aktuell eine Überarbeitung des UNO-Vertrags an. Unter anderem weil sich die Machtverhältnisse in der Welt verschoben haben. Allerdings gehen die vorgeschlagenen Änderungen des Generalsekretariats hin zu einem “Multistakeholder Governance”. Dabei könnte es so ausgehen, dass Unternehmen in der UN sogar Stimmrecht bekommen.
In diesem Sinne berichtet tkp.at 2023-08-07 (leider ohne Vertragsentwürfe zu verlinken). September 2024 steht ein „Summit for the Future“ an.

weiterlesen
Vergleiche zur „Multistakehoder Governance“ auch ➜WEF.
Und für die Entwicklung seit 1997: Der Ausverkauf der UN an die Konzerne, auf norberthaering.de.

2023 September 20 –Die UN wollen eine “Political Declaration of the United Nations General Assembly“ verabschieden. Wirkt auf mich wie eine Stimmungsmache für die WHO-Abstimmung Mai 2024.

Auch bei der UNO gibt es Ansichten zum Thema wissenschaftliche Erkenntnis und Zensur, die sich weder mit Erkenntnissen zum Erkenntnisprozess seit der Aufklärung noch mit Demokratie und Meinungsfreiheit vereinbaren lassen. Hier das Indiz, gefunden auf und zitiert nach norberthaering.de:

Melissa Fleming, Stellvertretende Generaldirektorin für Kommunikatio bei der UN, war 2022 auf einer Diskussionsveranstaltung des WEF (veröffentlicht auf weforum.org). Dort sagte sie:

„Wir sind eine Partnerschaft mit Google eingegangen. Wenn Sie beispielsweise nach „Klimawandel“ googeln, erhalten Sie ganz oben in Ihrer Suche alle möglichen UN-Ressourcen. Wir haben diese Partnerschaft ins Leben gerufen, als wir schockiert feststellten, dass wir bei der Suche nach „Klimawandel“ an erster Stelle unglaublich verzerrte Informationen erhielten. Wir werden also viel proaktiver. Die Wissenschaft gehört uns, und wir denken, dass die Welt das wissen sollte, und die Plattformen selbst tun das auch.“

Was ist das für eine Wissenschaft, wenn die Wissenschaft jemandem gehört, zum Beispiel der UNO? Ist es dann noch Wissenschaft? Oder Alibibeschaffung?

Norbert Häring dazu:

In der knapp einstündigen Diskussion zu diesem Thema, zwischen Monk, einer Politikwissenschaftlerin, einer renommierten CNN-Journalistin und der UN-Kommunikationsvizechefin wurde von niemand auch nur ansatzweise eingeräumt, dass es unumstößliche Wahrheiten in der Wissenschaft nicht gibt. Zwischen der Vertreterin der offiziellen UN-Wahrheit und der des weltweit führenden Nachrichtensenders CNN passte durchgehend kein Blatt. Dabei ist jedem denkenden Menschen, der sich mit solchen Fragen beruflich befasst, sonnenklar, dass es in der Wissenschaft nie die eine, unumstößliche Wahrheit gibt. 

siehe auch
Teil I: Zensur und Indoktrination

WEF (Weltwirtschaftsforum)

Bis jetzt habe ich keine Quelle gefunden, die eine unmittelbare Einwirkung des WEF auf die WHO benennt. Das WEF beeinflusst aber die Politik. Und hat ja eine ganze Reihe von großen weltweiten Unternehmen in seinen Reihen. Insofern ist es Teil des Umfeldes und bestimmt mit, welche Maßnahmen die WHO durchsetzen kann.

Das WEF fordert mit Initiativen wie dem «Global Redesign»[21] und dem «Great Reset»[22] einen Multistakeholder-Governance-Ansatz,[23] um globale Entscheidungen nicht zwischenstaatlich, sondern in «Koalitionen» mit multinationalen Konzernen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu treffen.
Wikipedia

Das Programm scheint ja auch in der ➜UNO gepusht zu werden. Es gibt eine strategische Partnerschaft zwischen WEF und UNO, die 2019 vereinbart worden ist (weforum.org).

In den WHO-Vorschlägen wird es nicht Multistakeholder-Governance genannt. Aber die Vorschläge gehen auch in diese Richtung.
Siehe
➜Private Organisationen als Teil der WHO
➜Privatwirtschaft als gleichberechtigte Partner – was haben Staaten noch zu sagen?

Zur Einschätzung, wer welchen Einfluss ausübt, möchte ich daran erinnern, dass es nicht so ist, dass auf der einen Seite die Staaten und auf der anderen Seite die großen Unternehmen agieren, die dann etwas miteinander aushandeln. Sonder: Das WEF betreibt aktiv Programme, um Regierungsposten mit von ihm ausgebildeten Menschen zu besetzen und ist dabei auch erfolgreich. Dazu dient das young global leader Programm.
(Ob es umgekehrte Unterwanderungsmissionen also von Unternehmen durch die Politik – im Sinne einer politischen Beeinflussung der Unternehmen nicht im Sinne der Korruption von Politikern – ist mir nicht bekannt.)

Klaus Schwab in 2017 at Harvard: „What we are very proud of, is that we penetrate the global cabinets of countries with our WEF Young Global Leaders. (YGL)“ 
bitchute.com, youtube mit Untertitel

Merkel und Trudeau beispielsweise sind Absolventen dieses Programms.
Aus Deutschland kommen 130 Absolventen. Steffi Graf, Michael Schumacher, Dirk Nowitzky, Lars Windhorst wären drei mit sportlichem Bezug. Jens Spahn, Guido Westerwelle, Karl-Theodor zu Guttenberg, Christian Wulff, Czem Özdemir, Annalena Baerbock, Angela Merkel, Andrea Fischer, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Wolfgang Kubicki, Mehmet Gürcan Daimagüler, Daniel Bahr, Claudia Nolte, Aygül Özkan, Peter A. Hintze sind mit politischem Bezug. Sandra Maischberger aus dem Talkbereich.
Wie komme ich drauf? Ich habe sie in der Tabelle gefunden, die vom Maloneinstitute veröffentlicht worden ist. Das Maloneinstitut gibt an, dass sie viel Recherchearbeit investiert und diverse Hinweise zusammengetragen haben, um eine Tabelle mit in der Summe etwas über 4.000 Absolventinnen zusammenzustellen.

Beim WEF wird ein transhumanistisches Programm für die Menschheit angestrebt:

„Durch Covid werden die Menschen überzeugt, die totale biometrische Überwachung zu akzeptieren und zu legitimieren.“
 
Yuval Noah Harari,
auf telegram, evtl. in Buch zu Transhumanismus

Und dann geht es weiter Richtung Transhumanismus. Auf norberthaering.de so beschrieben:

Transhumanistische Vision von Klaus Schwab, Chef des Weltwirtschaftsforums. Diese besteht, in seinen Worten, in einer „Verschmelzung der physischen, digitalen und biologischen Sphären, mit Folgen für alle Disziplinen, Volkswirtschaften und Branchen, was sogar die Vorstellungen in Frage stellen wird, was es bedeutet, menschlich zu sein“. 

Ein Schritt in diese Richtung könnte zum Beispiel sein, Gehirntransparenz zu nutzen. Vortrag beim WEF: Bereit für Gehirntransparenz?

Prompt kommt die gute Nachricht von ihrer Chefin, dass sie wegen ihrer hervorragenden Gehirnwellen-Messergebnisse des letzten Quartals einen Bonus bekommt.

Doch als sie sich von amourösen Gedanken an ihren Büro-Gegenüber kurz ablenken lässt, wird sie nervös, weil ihre Chefin, die ihre Gehirnwellen auch sehen kann, denken könnte, dass sie gegen das Verbot von sexuellen Beziehungen im Büro verstößt. Also schnell zurück mit den Gedanken zur Arbeit.

Eine sehr lesenswerte Besprechung dieses Vortrags mit den gesellschaftlichen Fragen, die dieser aufwirft von Norbert Häring: Bereit für Gehirntransparenz? Unter dem Gelächter von Davos verleibt sich die Maschine den Menschen ein.

Nachdem sie abgeklungen sind, frage ich mich, welches Menschen- und Weltbild dieser Erzählung zugrunde liegt und stelle fest: Es ist genau die Maschinenideologie, die unserer Gesellschaft zugrunde liegt. Dass sich hier die Technik ganz offen dem Zentrum des Menschseins annähert und sich anschickt die Kontrolle darüber zu übernehmen, bietet eine Chance, die menschenfeindlichen Annahmen und Strukturen unserer Gesellschaft offenzulegen.

Das klingt auf dem WEF dingens dann so:

Farahany berichtet davon, dass die Beschäftigten bei Amazon und anderen Unternehmen sogenannte Bossware hassen. Bossware sind am Körper tragbare Geräte für den Arbeitsplatz, die Körperfunktionen messen oder steuernde Signale geben. Ohne zu zögern sagt sie den in sich widersprüchlichen, und dadurch so verräterischen Satz: „Sie lehnen es ab, auch wenn es ihr Leben besser macht“. Sie weiß also besser als die Betroffenen, was für diese zu einem guten Leben gehört. Selbstbestimmung offenbar nicht.
 
[…] „Wir können einfach schon so agieren, als gäbe es dieses Recht schon. Wenn ein Unternehmen sich entscheidet, die Gehirnwellen der Beschäftigten zu überwachen, entscheidet es sich, diese nur auf Anzeichen von Müdigkeit zu überwachen, nicht auf Liebesgefühle. Man betreibt Datenminimierung und befolgt Beste Praktiken, die die Autonomie des Individuums respektieren. Man verändert ihre Gedankenprozesse nicht, um sie produktiver zu machen, weil man anerkennt, dass sie ein Recht auf Gedankenfreiheit haben.“ Dass das nur Sprüche sind, zur Beruhigung für diejenigen, die Skrupel haben, und Stichworte für diejenigen, die Entwicklung und Einsatz dieser gruseligen Technologie rechtfertigen müssen, macht Moderator Thompson gut gelaunt deutlich: „Und als CEO sage ich dazu: Ich bin sicher, dass alle CEOs diese Technologie komplett verantwortlich nutzen werden.“ Das Publikum lacht, Farahany lacht am längsten und lautesten.

Das WEF ist auch ein Befürworter von Zensur (weforum.org, Abschnitt „1. Reducing …“):

„This requires a determined approach to identifying and removing misinformation and disinformation. Working collaboratively with external experts in NGOs, academia, government and industry through partnerships, such as the Coalition for Digital Safety, is absolutely key to achieving that goal.”

Wiederholt auf der Jahrestagung Januar 2024 „Rebuilding Trust“. Siehe zum Beispiel sciencefiles.org.

Update 2024-04
„Die Unternehmen der sozialen Medien und die Regierungen haben eine globale Verantwortung, das Wohl der Nutzer in den Vordergrund zu stellen. Die Einführung strengerer Richtlinien, die die Verbreitung von Negativität und Fehlinformationen einschränken, ist von entscheidender Bedeutung.“
weforum.org
zitiert nach norberthaering.de

Hammer oder? Jetzt wollen sie schon „Negativität“ zensieren.

Wellcome Trust

Website: wellcome.org

Der Wellcome Trust wurde vom Arzneimittelunternehmer Henry Wellcome begründet und ist neben der Gates-Stiftung einer der weltweit größten und einflussreichsten Förderer biomedizinischer Forschung.
norberthaering.de

Weltbank

Bei der Weltbank werden mehrere Finanzierungsfonds für die WHO verwaltet. (➜Finanzierungsorganisation)

Die Weltbank ist wichtig, weil sie die Macht hat, die ärmeren unter den Ländern dieser Welt durch Bedingungen für die üblichen Geldzuwendungen zur Umsetzung dieser Richtlinien [zum digitalen Impfpass] zu bewegen.
norberthaering.de

Wissenschaftler, angeheuerte

Im Jahr 2010 kamen sowohl eine Untersuchung des British Medical Journal als auch eine Untersuchung des Europarats zu dem Schluss, dass die wichtigsten Wissenschaftler, die die damalige WHO-Direktorin Margaret Chan bei der Ausrufung des PHEIC für die Schweinegrippe beraten hatten, „gegen Bezahlung für Pharmafirmen gearbeitet hatten, die von den von ihnen ausgearbeiteten Leitlinien profitierten“, und rügten die WHO für ihren völligen Mangel an Transparenz bei diesem Prozess.
kla.tv

WHO-Stakeholder Liste

Anlässlich des 7. INB-Meetings zur Ausarbeitung des WHO-CA+Vertrages („Pandemic Agreement“) hat die INB-Arbeitsgruppe der WHO eine Liste mit Stakeholdern veröffentlicht, mit denen sie bei der Ausarbeitung des Pandemievertrags zusammenarbeitet (who.int, pdf).

Darin ein Link zu weiteren etwa 180 Stakeholdern (who.int, pdf): „List of entities in official relations with WHO“.

Als Gruppe „C“ „Non-State actors in official relations with WHO“ wird unauffällig auf einen Link auf eine andere Seite der WHO-Website verwiesen. Und diese Liste wiederum nennt noch andere wohl bekannte „Interessengruppen“ wie
 
👉die Bill & Melinda Gates Foundation
👉die Clinton Health Access Initiative, Inc.
👉Global Health Council (Website)
👉 Wellcome Trust
👉Rockefeller Foundation
 
Röhrig, Rechtsanwältin, auf Telegram

Weiter mit Teil III: Plädoyer, Diskussion, Fragen und Antworten

Neu

Hier notiere ich, wenn es auf dieser Seite nach September 2023 noch nennenswerte Updates gegeben hat.

Und wenn sich in der Sache was bewegt hat.

Oder ich auf eine Aktion aufmerksam machen möchte.

2024-02-07
Neu hinzugekommen ist insbesondere ein Abschnitt über den➜ IWF. So wie ein eigener Abschnitt zu WHO-Desinformationskandidaten.

2023-11-08
Es sind ein paar Impulse vom 7. INB Meeting zur Aushandlung des WHO-CA+Vertrags ausgegangen. Und zwar die Stellungnahme der deutschen Delegation, Forderungen nach Operationalisierung von Equity und eine Liste von nicht-staatlichen WHO-Stakeholdern. Siehe ➜Meldungen.

2023-11-05
Besprechung des Dokuments ➜Voluntary contributions by fund and by contributor, in dem die freiwilligen Zuwendungen aufgeschlüsselt werden.

2023-10-30
Auf sciencefiles.org ist ein Artikel über ➜Tedros erschienen. Themen: Äthiopische Ethnie medizinische Versorgung sabotiert, weil Oppositionspartei. Cholera als wässrigen Durchfall bezeichnet und damit internationale Hilfslieferungen nicht abgerufen. Als WHO-Chef einen ähnlichen Fall im Sudan, in dem Cholera als wässriger Durchfall bezeichnet werden musste, nicht aufgeklärt.
Dieser Umgang von Tedros mit Begriffen um einen bestimmten Effekt zu erzielen oder zu vermeiden ist auch im Hinblick auf die Zensuraktivitäten der WHO sprechend.

2023-10-26
Es gibt einen neuen Abschnitt ➜Meldungen. Da soll der Zeitverlauf der Diskussion dokumentiert werden und auch Meldungen aufgenommen werden, die zwar das Umfeld beleuchten, für die ich aber keinen Platz in einem der Themenabschnitte gesehen habe.

Weitere Upadates ➜Teil I: Neu

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