Exkurs Antikörper: Warum die Ak-Menge als Maß für Immunität ungeeignet ist

Da die Menge der Antikörper immer wieder zur Beurteilung des Immunstatus herangezogen wird, ist es wichtig zu wissen, wann dieser Maßstab nichts taugt. Um nicht in die falsche Richtung aus falschem Grund zu gehen.

letzes Update 2024-02

 

Das Argument geht so:

Das Immunsystem in vielschichtig. Ein Virus kann auf unterschiedliche Arten an der Ausbreitung im Körper gehindert werden. Dazu gehören etwa Zellen des angeborenen und adaptiven Immunsystem. Eine weitere erste Abwehrreihe bilden die Zytokine der Interferonklasse, die helfen, dass sich ein Virus nicht so schnell vermehren kann. Natürliche Antikörper, etc. Und dann auch die spezifischen Antikörper, die im Blut zirkulieren.

Wenn nun eine Ansteckung erfolgt, dann kann es sein, dass die erste Reihe des Immunsystems in den Schleimhäuten bereits das Virus eliminiert. Es werden keine Antikörper gebraucht. Das Immunsystem ist stark – die Menge der Antikörper im Blut niedrig!

 

Wie den Immunstatus dann bestimmen? -> Immunität gegen Corona: Wie testen? (Video auf rumble von Florian Schilling). Es wird ein es wird ein Laboranforderungsbogen besprochen und die Auswertung gezeigt. Themen sind u.a. T-Lymphozyten für die variable Abwehr, Menge der IgG-Antikörper, Menge der davon neutralisierenden Antikörper, Verdacht auf ADE, Darmschleimhautimmunität, etc.

 

Update 2022-08: Antikörper ist nicht gleich Antikörper. Unter den Antikörpern gibt es auch IgG4. IgG4 ist ein Antikörper der gebildet wird, wenn das Immunsystem desensibilisiert ist. IgG4 hemmt damit die weitere Immunantwort. Bei den Covidimpfungen ist ab der dritten Impfung ein Anstieg der IgG4 als Reaktion auf die Impfung zu beboachten. Was ein Nachtteil ist, kein Vorteil. Somit ist die Angabe wieviele Antikörper insgesamt als Antwort auf eine Impfung gebildet werden irreführend. In Studien, die Antikörpertiter auswerten, müssen also die Subtypen inklusive IgG4 ermittelt und aufgeführt werden.
Quelle: Studien über Antikörper-Wirksamkeit von C19-Impfstoffen nicht „Stand der Wissenschaft“ auf tkp.at.
Siehe auch Impfwirksamkeitsgefährdene Nebenwirkungen > Tolereranzbildung.

 

Update 2022-12: Wie hoch muss eigentlich ein Antikörperspiegel sein, damit ein guter Schutz vorliegt?
Daumenregel: 1.500 BAU/mL.
Eine Studie aus England ist der Frage nachgegangen, ob Booster sinnvoll sind (Correlates of protection against SARS-CoV-2 Omicron variant and anti-spike antibody responses after a third/booster vaccination or breakthrough infection in the UK general population). Dabei haben sie sowohl Antikörperspiegel gemessen als auch Infektionen erhoben. Je nach Alter der Menschen und Qualität der Antikörper schwankt die Menge erheblich:

For example, antibody levels associated with 67%
protection against infection for vaccinated participants aged 60y

  • without previous infection were 1520 (95% confidence interval [CI] 1300-1840) BAU/mL,
  • with Pre-Alpha/Alpha infection were 1080 (95% CI 880-1320) BAU/mL,
  • and Delta/Omicron BA.1 infection were 480 (95% CI 320-720) BAU/mL

respectively.

Für die ältere Altersgruppe über 75 waren es 2.400 BAU/ml und über 80-jährige 3.000 BAU/ml.

? Was ich übrigens nicht verstehe: Wieso ist der Antikörperspiegel wichtig? Ich dachte, es geht um das Potential bestimmte Antikörper bilden zu können (Memory-B-Cells), so dass diese dann bei Bedarf Antikörper bilden können. Irgendwelche Vorschläge?
Ein Beitrag in der Richtung ist: Die Funktion von T-Zellen und Antikörpern im Immunsystem auf tkp.at.

 

Links

Peter F. Mayer von www.tkp.at weist gerne auf den dargestellten Zusammenhang hin (z.B. hier, unterer Abschnitt).

Wer die ganze Büchse aufmachen will, der findet in dem Kapitel „Die Antikörperfrage“ in dem Buch von Tolzin (Macht Impfen Sinn?, Schwäbisch Hall 2013, S. 58ff) ein breites Themenspektrum. Etwa Antworten von RKI und PEI, wie sie es mit der Antikörpermenge als Maß für Immunität halten und warum. Tolzin geht davon aus, dass die Antikörpermenge als Maß für Immunität deshalb so weit verbreitet ist, weil der direkte Vergleich von Geimpften mit Ungeimpften vermieden werden soll.

In einem Produkt pdf der Firma biovis Diagonstik SARS-CoV-2-Diagnostik: kritischer Rückblick und Update für die Grippesaison von 2020 wird auch ein Fluoreszenztest zum Nachweis von Zytokinen vorgestellt, mit der Kontakt mit Sars-Cov-II auch nachgewiesen werden kann, auch wenn das Immunsystem keine Antikörper bilden brauchte.

Update 2024-02 sciencefiles.org.

Es besteht KEINERLEI Zusammenhang zwischen der Anzahl gebildeter Antikörper nach modRNA-Shot und der “Überlebensdauer” von Spike-Proteinen im geimpften Organismus. Diese Überlebensdauer reicht bei 50% der modRNA-Gespritzten im Sample von Brogna et al., bei denen Spike Protein aus modRNA-Produktion gefunden wurde, von 69 bis zu 187 Tagen. Und sie ist, angesichts zum Teil sehr hoher Antikörper Titer mehr als erklärungsbedürftig, zumal sich modRNA-Spike in jedem menschlichen Gewebe finden lässt.

 

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